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	<title>Wandern Archive &#8211; Harz Beat</title>
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		<title>Der Harzer Grenzweg als Teil des Grünen Bandes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2025 14:23:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Grüne Band auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze ist heute das größte Biotop Deutschlands. Die Journalistin Beatrix Flatt hat die fast&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/der-harzer-grenzweg-als-teil-des-gruenen-bandes/">Mehr</a></p>
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<p class="has-large-font-size" id="block-afc4ffe8-ea46-4500-ba6a-3248c82fb20a"><em>Das Grüne Band auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze ist heute das größte Biotop Deutschlands. Die Journalistin Beatrix Flatt hat die fast 1400 Kilometer in 63 Tagen erwandert und dabei über 100 Interviews mit Menschen am Grünen Band geführt. Viele ihrer Reportagen sind in ihrem Buch »Grenzenlos« enthalten. Die Helmstedterin lobt dabei vor allem den Harzer Grenzweg als Teil des Grünen Bandes. Er beginnt in Rhoden bei Hornburg und endet nach über 90 Kilometern in Tettenborn bei Bad Sachsa.</em></p>



<p>Wie hat man sich das Grüne Band heute vorzustellen? Es ist der Streifen zwischen dem Kolonnenweg in der ehemaligen DDR und der innerdeutschen Grenze, 50 bis 200 Meter breit. Er zieht sich vom Dreiländereck (Sachsen-Bayern-Tschechien) bei Hof bis Travemünde an der Ostsee.</p>



<p>Beatrix Flatt traf an vielen Orten auf unberührte Natur: »Im Schatten der Grenze, in dieser Wildnis und Einsamkeit, konnten viele Tier- und Pflanzenarten überleben, die woanders keinen Lebensraum mehr fanden. Mindestens 1200 Arten, die im Grünen Band leben, gelten als gefährdet und stehen somit auf der Roten Liste.«</p>



<p>An einigen Stellen ist das Grüne Band unterbrochen, etwa durch Autobahnen oder Eisenbahnschienen. Andere Teile sind derart zugewuchert, dass man sich sozusagen durchs Gebüsch schlagen muss, erzählt Flatt bei einer Lesung am 23. Mai 2025 in der Lewer Däle in Liebenburg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Ganz allein mit Rucksack und Laptop«</h2>



<p>Sie habe das Abenteuer »Grünes Band« ganz allein mit Rucksack und Laptop erwandert. Die Vorbereitung des Projekts, so Flatt, erfordere viel Disziplin und habe ein halbes Jahr in Anspruch genommen, zum Beispiel die Terminplanung mit den Gesprächspartnern. Nach jeder Tagesetappe habe sie ihre Erfahrungen noch am selben Abend in einem Blog zusammengefasst. Bei den vielen Gesprächen und Eindrücken wäre es sonst kaum möglich gewesen, ein Buch darüber zu schreiben, betont sie. Eine Unterkunft für die Nacht zu finden, war für sie häufig eine echte Hürde. »Wählerisch darf man da nicht sein.«</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Im Harz ist vieles anders«</h2>



<p>Das Grüne Band im Harz, das deckungsgleich mit dem Harzer Grenzweg ist, bekommt von Beatrix Flatt ein großes Lob. Während 70 Prozent der Strecke nicht ausgeschildert ist, sei die Wegführung auf dem Grenzweg geradezu vorbildlich.</p>



<p>Was macht den Harzer Grenzweg so besonders? Es war die am besten gesicherte Grenze der Welt: Drei Meter hohe Zäune, Todesstreifen, Minenfelder, Wachtürme und Selbstschussanlagen. Abhöreinrichtungen des Bundesnachrichtendienstes, der Briten, der Amerikaner und der Sowjets gab es auf jedem höheren Gipfel. Im Harz hat man den Ost-West-Konflikt so hautnah spüren können, wie kaum irgendwo sonst. Im Ort Sorge ist die perfide Grenzlandschaft teilweise als Freilichtmuseum erhalten geblieben, einmalig in Deutschland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Mit Wanderschuhen oder per Mountainbike«</h2>



<p>»Während ich außerhalb des Harzes fast niemandem begegnet bin, war es auf dem Grenzweg ganz anders«, schildert Beatrix Flatt ihre Erfahrungen. Hier gebe es ein reges Interesse der Touristen, ob mit Wanderschuhen oder per Mountainbike.</p>



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<figure class="wp-block-video"><video controls poster="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/beatrix-flatt-1080p30_thumb1.jpg" preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/beatrix-flatt-interview.mp4" playsinline></video><figcaption class="wp-element-caption">Beatrix Flatt über ihre Eindrücke auf dem Harzer Grenzweg.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video controls poster="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/uwe-siebels_thumb1.jpg" preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/uwe-siebels-interview.mp4" playsinline></video><figcaption class="wp-element-caption">Uwe Siebels, Vorsitzender des Harzklubs Bad Harzburg, freut sich auf das Grüne Band.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-video"><video controls poster="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/lewer-daele_thumb1.jpg" preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/lewer-daele-1.mp4" playsinline></video><figcaption class="wp-element-caption">Die idyllische Lewer Däle in Liebenburg, wo der Vortrag über das Grüne Band stattfand.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video controls poster="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/claudia-schuette_thumb1.jpg" preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/claudia-schuette-interview.mp4" playsinline></video><figcaption class="wp-element-caption">Claudia Schütte ist in der Lewer Däle ehrenamtlich für die Lesebühne zuständig.</figcaption></figure>
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<p>Der rund 20 Kilometer lange Abschnitt über den Brocken, bei dem 1000 Höhenmeter überwunden werden müssen, sei schon eine Herausforderung, zumal es nicht nur Waldwege sind, sondern häufig die gelöcherten Betonplatten des alten Kolonnenweges. Wer den gesamten Grenzweg erkunden möchte, hat über 90 Kilometer vor sich.</p>



<p>Tatsächlich kann man sich beim Schreiben über den Harzer Grenzweg von seinen eigenen Erinnerungen und Gefühlen nicht frei machen: Die Schneeballschlacht in Braunlage, direkt an der Grenze unter den Augen der Volkspolizisten der DDR mit den Braunschweiger Schulfreunden Dietrich, Etzi und Matze etwa. Gemischte Gefühle, die sich eingebrannt haben, als wäre es gestern gewesen; genauso wie der schockierende erste Blick auf die Grenzabsperrung mitten auf der Staumauer der Eckertalsperre.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Flatts nächstes Projekt: Der Iron Curtain«</h2>



<p>Der Harzer Grenzweg ist aber nicht nur Teil des Grünen Bandes, sondern auch Teil einer Grenze zwischen den Weltmächten. Sie zog sich auf 12.500 Kilometern vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer in Norwegen.</p>



<p>Während ich diese Zeilen schreibe, ist Beatrix Flatt mitten in ihrem nächsten Abenteuer. Seit 5. Juni ist sie auf dem Iron Curtain, dem »Eisernen Vorhang« in Nordeuropa unterwegs. Aber sie sagt unverblümt: »Vor ein paar Jahren hätte ich im Norden noch grenzüberschreitend unterwegs sein können. Das ist heute durch die neue weltpolitische Lage zu gefährlich.« Teile der finnisch-russischen Grenze werde sie meiden.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos, Videos und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>


<div class="su-box su-box-style-noise infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Blick ins Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<h2>Als Hippie in der DDR</h2>
<p>Auf einem Holztisch, direkt am Kolonnenweg und in Sichtweite der Reste der Görsdorfer Mauer im Landkreis Sonneberg, öffnet Horst Müller einen vollen Aktenordner. Es sind die kompletten Kopien seiner Stasi Akte, die er vor einigen Jahren in Suhl eingesehen hat. »Ich habe lange überlegt, ob ich das machen sollte. Die Vorstellung, dass einer meiner Kumpels, mit denen ich meine Jugend verbracht habe, ein inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi gewesen sein könnte, hätte ich schwer ertragen«, erklärt er seine Bedenken. Zum Glück war das nicht der Fall.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="738" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-1024x738.jpg" alt="Horst Müller - Als Hippie in der DDR" class="wp-image-6472" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-1024x738.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-500x360.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-150x108.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-768x554.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-1536x1107.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1-1440x1038.jpg 1440w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/horst-mueller-als-hippie-in-der-ddr-1.jpg 2016w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>


<p><b>Horst Müller</b>, Jahrgang 1949, lebte 27 Jahre im Sperrgebiet in Görsdorf in Thüringen, etwa 300 Meter von der innerdeutschen Grenze entfernt. Somit lag Görsdorf gleichzeitig im Sperrgebiet und im 500 Meter breiten Schutzstreifen. 1981 wurde eine etwa 3,5 Meter hohe Betonmauer, die vor allem als Sichtblende dienen sollte, gebaut – die Görsdorfer Mauer. Von seiner Kindheit erzählt er nicht viel: »Uns ging es als Kinder in der DDR nicht schlecht.« Der tägliche Schulweg zu Fuß ins zwei Kilometer entfernte Truckendorf war eher Abenteuer als Last. »Wir waren unter ständiger Beobachtung der DDR-Grenztruppen und in Sichtweite der Amerikaner, die auf westlicher Seite patrollierten.« Von seiner Jugend erzählt er lebendiger. »Ich hatte lange Haare. Es war die Hippie-Zeit und da wollten wir doch auch mitmachen.« Er erinnert sich, dass er von der Verwandtschaft bunte Weststoffe bekam und seine Mutter ihm daraus modische Kleidungsstücke nähte. Er genoss das Leben, besuchte regelmäßig Tanzveranstaltungen, trank gerne Alkohol und war in der Schule und in der Ausbildung zum Schmied nicht besonders gewissenhaft. Vielleicht wäre das in einem anderen kleinen DDR-Dorf kaum zur Kenntnis genommen worden, aber die Bewohner im Sperrgebiet standen unter strenger Beobachtung.</p>
<p>Den ersten Konflikt mit dem Staat hatte er 1967, als zwei ehemalige Schulkollegen in den Westen fliehen wollten. Sie kannten sich direkt an der Grenze nicht so gut aus und baten ihn um Hilfe. Er sollte das Moped bekommen, dass sie zurücklassen wollten. Aber er wollte vor allem den Jugendlichen helfen. »Ich sollte mit in den Westen gehen, aber das wollte ich nicht. Ich hatte doch meine Kumpels hier.« Bevor es los ging, wurden die beiden Flüchtlinge erwischt, und die Spur führte auch zu Horst Müller. Es folgten zehn Monate Gefängnis wegen Fluchthilfe.</p>
<p>»In die Sperrzone kam keiner ohne Kontrolle rein«, beschreibt er die Situation. »Da gab es einen Schlagbaum und ein Kontrollhäuschen.« Der Schlagbaum wurde nur nach Kontrolle der Papiere geöffnet. Bewohner der Sperrzone hatten einen Eintrag im Pass, andere mussten einen Passierschein vorlegen. Diesen gab es nur für diejenigen, die Verwandtschaft im Sperrbezirk oder beruflich dort zu tun hatten. »Aber nur für zu zuverlässige Menschen.« Müller erzählt von Fußballern, die plötzlich nicht mehr zu den Spielen durften, da diese im Sperrgebiet stattfanden. »Man durfte auch immer nur in sein eigenes Sperrgebiet und nicht in das benachbarte.«</p>
<p>Müller ging als Jugendlicher viel auf Tanzveranstaltungen, allerdings »mussten wir immer bis 11:00 Uhr zurück sein. Aber da war’s doch oft am schönsten.« Er erzählt Geschichten, wie die Jugendlichen versuchten, diese Regel zu umgehen, und freut sich noch heute darüber, dass es manchmal geklappt hat. Bei einem Wirt haben wir die Uhr verstellt,</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="726" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-1024x726.jpg" alt="Harzer Grenzweg - Görsdorfer Mauer" class="wp-image-6470" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-1024x726.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-500x355.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-150x106.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-768x545.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-1536x1090.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer-1440x1021.jpg 1440w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-06-der-harzer-grenzweg/harzer-grenzweg-goersdorfer-mauer.jpg 2016w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Reste der Görsdorfer Mauer stehen noch als Mahnmal. (Fotos: Beatrix Flatt)</figcaption></figure>


<p>so dass dieser sie nicht aus Pflichtbewusstsein nach Hause schickte. Manchmal schlichen Sie sich an den Kontrollpunkten vorbei, manchmal waren die Volkspolizisten gnädig und ließen sie nachts einfach durch. Aber es sei auch vorgekommen, dass die Polizei gerufen wurde und sie verhört habe.</p>
<p>Jahrzehnte später liest Müller, seine Stasi Akte und erfährt, wie genau er tatsächlich beobachtet wurde. Es sind alle Verhörprotokolle zu seiner »Fluchthilfe« gesammelt. Danach folgen regelmäßige Notizen und Aussagen von IMs: »Er ist in seinem Auftreten prowestlich eingestellt. Besonders stark ist ausgeprägt, dass er sich viel, d.h. nur Westmusik und Westfernsehen anhört und ansieht.« Müller schwärmt: »Creedence Clearwater Revival war meine Lieblingsband. Wir haben viele Tonaufnahmen vom Westradio gemacht.« In der Stasi Akte heißt es weiter. »Zu seinem charakterlichen Auftreten wäre noch zu sagen, dass er oft trinkt und lange Haare trägt.« Weiter wird erwähnt, dass er häufig mit seinem Moped zum Tanz fährt und die Bekanntschaften mit Mädels wechselt. »Stimmt«, sagt Müller. »Ich hatte viele Freundinnen. Später wurde in den Akten sogar erwähnt, wann er mit welcher Freundin Schluss gemacht hat. Aus den Unterlagen geht hervor, dass Stasimitarbeiter auch mit dem damaligen Bürgermeister über Horst Müller sprachen. »Er tritt nach wie vor überheblich und zum Teil auch frech in Erscheinung.« Und auch hier sind wieder die Tanzveranstaltungen außerhalb des Sperrgebiets Thema. »Bei uns war ja nichts los«, kommentiert er heute den Eintrag. In den Gesprächen rund um die Musterung für die NVA (Nationale Volksarmee) ist protokolliert: »Die Grundeinstellung ist negativ. Die Verhältnisse im Westdeutschland werden verherrlicht.« Er wird sogar zitiert: »… wenn wir erst drüben wieder ein Bier trinken.«</p>
<p>»Im Grunde ist alles belanglos«, kommentiert Horst Müller die Akte. »Meine Kumpels standen zu mir, aber bei manchen, die über mich ausgesagt haben, habe ich mich schon gewundert.« 1976 verließ er das Sperrgebiet, da er heiratete. Danach benötigte er selbst einen Passierschein, um seine Eltern zu besuchen. »Als Besucher des Sperrgebiets durfte man nur auf kürzestem Weg zu seinen Verwandten und zurück. Aber ich kannte mich ja hier gut aus und ging als Besucher trotzdem regelmäßig in die Pilze.«</div></div>
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		<title>Englische Journalistin zum Harzer-Hexen-Stieg: »In jeder Hinsicht gruselig«</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/harzer-hexen-stieg-in-jeder-hinsicht-gruselig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 13:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die brillante Journalistin Sarah Baxter erwanderte den Harzer-Hexen-Stieg von Osterode bis Thale. Ihr Fazit mit einer Prise englischem Humor und in Anspielung auf&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/harzer-hexen-stieg-in-jeder-hinsicht-gruselig/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/harzer-hexen-stieg-in-jeder-hinsicht-gruselig/">Englische Journalistin zum Harzer-Hexen-Stieg: »In jeder Hinsicht gruselig«</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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<p class="has-large-font-size"><em>Die brillante Journalistin Sarah Baxter erwanderte den Harzer-Hexen-Stieg von Osterode bis Thale. Ihr Fazit mit einer Prise englischem Humor und in Anspielung auf den Hexen-Kult und die abgestorbenen Fichten: »In jeder Hinsicht gruselig.«</em></p>



<p><em>Der Harzer-Hexen-Stieg, dieser rund 100 Kilometer lange Wanderweg im Norden Deutschlands, verbindet schauerliche Bräuche, industrielles Erbe und Wälder, die sich von einem verheerenden Schädling erholen, so Sarah Baxter, die ihren Bericht am 28. Oktober 2023 in der englischen Tageszeitung Guardian veröffentlichte.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="2560" height="1228" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-scaled.jpg" alt="Karte Harzer-Hexen-Stieg" class="wp-image-6398" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-scaled.jpg 2560w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-500x240.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-1024x491.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-150x72.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-768x368.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-1536x737.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-2048x982.jpg 2048w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/karte-harzer-hexen-stieg-1440x691.jpg 1440w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></figure>



<p><em>Schon kurze Zeit nachdem sie in Osterode gestartet ist, fällt der Journalistin in einer Holzhütte eine Inschrift auf mit einem ziemlich extremen Versprechen: »Wanderer, ich schütze Dich vor schlechtem Wetter und unheimlichen Mächten.« Dazu Baxter: »Vielleicht braucht man in diesen gruseligen Gegenden solche Versprechen.« Derartige Hütten seien früher für mittelalterliche Eseltreiber errichtet worden, die aus der nahegelegenen Stadt Osterode Waren zu den Minen in Deutschlands nördlichstem Gebirge transportiert hätten.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="0-%C2%BBhexen-liegen-im-trend%C2%AB">»Hexen liegen im Trend«</h2>



<p>»Wer könnte einem Pfad mit einem Namen wie diesem widerstehen? Ein Name, der aus Jahrhunderte altem Brauch entstanden ist, eine Tradition, die jetzt im Trend liegt?« fragt Sarah Baxter. Hexenliteratur sei heute ein heißes Thema. Zu den Top-Titeln 2023 gehörten&nbsp; Emilia Hart ´s Weyward und Margaret Mayer ´s The witching Tide. Darüber hinaus beanspruche eine Bewegung älterer Frauen das Wort »Hexe« zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="1-%C2%BBfaszinierend-und-auf-unerwartete-weise-fesselnd%C2%AB">»Faszinierend und auf unerwartete Weise fesselnd«</h2>


<div class="su-box su-box-style-noise infobox--redBorder infobox--floatRight" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Sarah Baxter</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Die Autorin, Redakteurin und Reisejournalistin hat ihre Karriere als Journalistin beim Reisemagazin Wanderlust begonnen und schreibt unter anderem für den Guardian, Telegraph, Independent und Runner ´s World. Darüber hinaus hat sie zahlreiche Reisebücher verfasst oder an ihnen mitgearbeitet. So ist sie Autorin von »History of the World in 500 Walks«.</div></div>



<p>Für Sarah Baxter schien der Harzer-Hexen-Stieg die ideale Wahl für den Herbst zu sein: »Der gut ausgebaute 100-Kilometer-Pfad von Osterode nach Thale &#8211; normalerweise in vier bis sechs Tagen zu schaffen &#8211; würde unter den Füßen ziemlich trocken bleiben, Nebel würde für zusätzliche Atmosphäre sorgen, gemütliche Gasthäuser und herzhafte Schweinebraten würden auf mich warten, und abends würden Geistergeschichten erzählt. Was ich fand, war faszinierend und auf unerwartete Weise fesselnd.« Als sie in Osterode aufgebrochen sei, habe sie gesehen, dass die Leute sich stark mit dem Hexenthema identifizierten. »Spitzhütige Figuren lugten aus jedem Garten und Fenster.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="2-%C2%BBbaxters-lieblings%C3%BCberbleibsel-aus-der-bergbauzeit%C2%AB">»Baxters Lieblingsüberbleibsel aus der Bergbauzeit«</h2>



<p>Auf vielen Abschnitten ihrer Wanderung begegneten Sarah Baxter im Oberharz die Zeugen der ältesten und einst wichtigsten Bergbauregion Europas. Als ihr »Lieblingsüberbleibsel« aus dieser Zeit bezeichnete sie das riesige, farn-besäumte Waldschwimmbad in Altenau, wo sie nach der ersten Etappe übernachtete. Baxter: »Ein Vorfrühstückssprung ins kühle Nass, als nur die Bachstelzen da waren, um mein Jauchzen zu hören, bereitete mich auf den nächsten Wandertag vor.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3-%C2%BBder-brocken-immer-noch-ein-unheimlicher-ort%C2%AB">»Der Brocken: Immer noch ein unheimlicher Ort«</h2>



<p>Von Altenau aus folgt der Weg, der den Brocken hinauf führt, nach ihren Worten, den Spuren von Goethes »Faust«, in dem der höchste Gipfel des Harzes zum Spielplatz von Hexen wird. Der Brocken sei immer noch ein unheimlicher Ort, aus vielen Gründen, nicht nur, weil er bis zu 300 Tage im Jahr in Nebel gehüllt ist. Die Ost-West-Grenze habe den Harz geteilt und der Brocken sei zu Spionagezwecken genutzt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="4-%C2%BBabgestorbene-fichten-sind-ein-bi%C3%9Fchen-wie-halloween%C2%AB">»Abgestorbene Fichten sind ein bißchen wie Halloween«</h2>



<p>Am gruseligsten hat Sarah Baxter die Wälder am Brocken und im Westharz empfunden. Sie sei nicht vorbereitet gewesen auf die Verwüstungen, die der lochbohrende Borkenkäfer angerichtet hat. Stellenweise sei der Anblick der Skelett-Fichten an den Hängen ein bißchen wie Halloween. Die seit Jahrhunderten hier monokulturell angepflanzte heimische Fichte habe aufgrund des Klimawandels dem Angriff der Käfer nicht standhalten können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="558" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg-1024x558.jpg" alt="Tannen am Wurmberg" class="wp-image-6399" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg-1024x558.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg-500x272.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg-150x82.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg-768x419.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-01-hexen-stieg/tannen-am-wurmberg.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Wurmberg wird deutlich wie sehr sich die Natur schon erholt hat. Die jungen Fichten haben bereits eine beachtliche Größe (Foto: Heinz-Helmut Heidenbluth).</figcaption></figure>



<p>Aber Baxter ist auch überzeugt: »Das wird wieder.« In vielen Gebieten, sagt sie, vertraut man darauf, dass die Natur sich selbst repariert. Unter den verfallenden Bäumen sprieße neues Wachstum. Und einige Bereiche würden aktiv mit einheimischen Arten wie Bergahorn, Weide und Ahorn neu bepflanzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="5-%C2%BBder-h%C3%B6hepunkt-der-magie%C2%AB">»Der Höhepunkt der Magie«</h2>



<p>Jenseits von Rübeland, so Baxter weiter, befiederte Blattgrün die Ufer der Bode und wie aus einem Märchen sei plötzlich die Bodetaler Basecamp Lodge aufgetaucht, einst Refugium für Mitarbeiter der staatlichen TV-Firma der DDR, heute ein hippes Hostel-Hotel. Der Besitzer Heiko Uelze servierte Sarah Baxter Wild-Bison zum Abendessen.</p>



<p>Der letzte Abschnitt des Weges, der die Journalistin nach Treseburg und Thale führte, sei der schönste von allen: »Nachdem ich auf der längsten Fußgängerbrücke der Welt ungestüm über das Rappbode-Tal gelaufen war, stürzte ich mich in dichte Wälder.« Bestimmt habe es auch hier Zauberei gegeben, vermutet sie. Ihren Höhepunkt erreichte die Magie aber, als sie die Teufelsbrücke überquerte, und unterhalb von zwei Granitfelsen &#8211; der Rosstrappe und dem Hexentanzplatz &#8211; im Tal entlang wanderte. Wie es in der Legende heißt soll Prinzessin Brunhilde auf der Flucht vor einem Riesen auf einem weißen Hengst das Tal übersprungen haben.</p>



<p>Ein Besuch des Hexentanzplatzes hat bei Sarah Baxter einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen: »In den vergangenen Jahrhunderten fanden hier heidnische Rituale statt, um Waldgöttinnen zu ehren. Als solche Zeremonien von christlichen Invasoren verboten wurden, verkleideten sich die Sachsen zur Abschreckung als Hexen. Heute ist der Hexentanzplatz ein Themenpark, mehr Kitsch als Hexe. Trotzdem sei die Aussicht zurück ins Tal in Richtung Brocken faszinierend gewesen.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="6-%C2%BBwo-an-einem-einzigen-tag-133-hexen-verbrannt-wurden%C2%AB">»Wo an einem einzigen Tag 133 Hexen verbrannt wurden«</h2>



<p>Zwar endet der Harzer-Hexen-Stieg in Thale, aber Sarah Baxter besuchte noch das nahegelegene Quedlinburg, wo viele mutmaßliche Hexen das Ende fanden. Wie behauptet wird, sollen hier 1589 an einem einzigen Tag bis zu 133 verbrannt worden sein.</p>



<p>Heute ist Quedlinburg für Baxter&#8217;s Geschmack mehr Disney als Grimm. » Es ist die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Deutschlands. Mehr als 2000 Fachwerkhäuser befinden sich in einem pastellfarbenen Gedränge unter einer Bergburg und dem Grab des ersten deutschen Königs.« Es gebe weniger Hexen in den Souvenirläden, mehr Touristen in den Cafés.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="7-%C2%BBvers%C3%B6hnliches-fazit%C2%AB">»Versöhnliches Fazit«</h2>



<p>Die Journalistin beendet mit einem versöhnlichen Fazit ihre Reise. Im Mittelpunkt ihres Berichts stehe ja vielleicht weniger die Hexenmagie als vielmehr Mutter Natur: »Der Harz ist ein Ort, an dem man die Auswirkungen der Klimakrise sehen kann, aber, wo diese mythischen Wälder &#8211; die für die deutsche Kultur und Identität so zentral sind &#8211;  mit Zeit und Sorgfalt besser nachwachsen können als zuvor.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos, Video und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/harzer-hexen-stieg-in-jeder-hinsicht-gruselig/">Englische Journalistin zum Harzer-Hexen-Stieg: »In jeder Hinsicht gruselig«</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Harzer Hütten (1): Die Baude Großer Knollen</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/die-schoensten-harzer-huetten-1-die-baude-grosser-knollen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2021 08:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Serie über die schönsten Harzer Hütten beginnen wir nicht ohne Grund mit der Baude Großer Knollen (687 m) zwischen Herzberg und St.&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/die-schoensten-harzer-huetten-1-die-baude-grosser-knollen/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/die-schoensten-harzer-huetten-1-die-baude-grosser-knollen/">Die schönsten Harzer Hütten (1): Die Baude Großer Knollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Unsere Serie über die schönsten Harzer Hütten beginnen wir nicht ohne Grund mit der Baude Großer Knollen (687 m) zwischen Herzberg und St. Andreasberg im Südwest-Harz. Urig, gemütlich, mit einem sympathischen Wirt und über eine Vielzahl Wanderwege aus allen Richtungen erreichbar. Das Schönste aber ist die Rundumsicht vom Baudenturm (Video): Der Blick schweift vom Wurmberg über den Brocken bis zur Hanskühnenburg und weit ins südliche Harzvorland. Bei guter Sicht kann man am Horizont den Inselsberg im Thüringer Wald und manche sagen, sogar den Kyffhäuser sehen.</em></p>



<p>Der Baudenwirt Sven Wode (47) ist selbst ein begeisterter Wanderer. Was könnte das eindrucksvoller unterstreichen als eine Urkunde über den Besuch aller 222 Stempelstellen des Harzes, die er 2017 bekam. So hat der geborene Bad Lauterberger den Harz intensiv kennengelernt und ist dabei auf den Geschmack gekommen. 2019 als die Baude neu verpachtet wurde, griff er zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="champagnerluft">»Champagnerluft«</h2>



<p>Als wir am 10. November an einem Wochentag die Baude bei fantastischem Wetter besuchen – Wanderer sprechen an solchen Tagen von einer »Luft wie Champagner« &#8211; treffen wir vor allem Stammgäste der Baude aus Herzberg und Bad Lauterberg an. An Wochenenden und in Ferienzeiten gibt es aber nicht selten Tage, an denen der Baudenwirt Mühe hat, den Ansturm zu bewältigen. »Finanziell komme ich gut klar«, sagt Wode, der auf der Suche nach Aushilfskräften für das Wochenende ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="unendliche-auswahl-an-wanderwegen">»Unendliche Auswahl an Wanderwegen«</h2>



<p>Um den Großen Knollen herum gibt es eine unerschöpfliche Auswahl an Wanderwegen. Ob aus Sieber, Herzberg, Bad Lauterberg oder St. Andreasberg, aus jeder Himmelsrichtung ist der Große Knollen über unterschiedlich anspruchsvolle und verschieden lange Pfade zu erreichen. Die Knollenbaude hat dadurch sozusagen eine hohe Zentralität.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="553" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343-1024x553.jpg" alt="Großer Knollen Wirt Sven Wöde" class="wp-image-5170" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343-1024x553.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343-500x270.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343-150x81.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343-768x415.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-baude-sven-wode-e1646211706343.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>In Sachen Fitness und Liebe zum Harz steht Sven Wode seinen Gästen in nichts nach. Er hat alle 222 Stempelstellen erwandert.</figcaption></figure>



<p>Beispiel Sieber: Wer hier startet hat mehrere Möglichkeiten. Der kürzeste Weg zum Knollen ist gut vier Kilometer lang mit teilweise serpentinenartigen, beachtlichen Steigungen. Sven Wode empfiehlt darüber hinaus den Weg durchs Gatzmanntal, der auch nicht viel länger ist. Freunde gleichbleibender, angenehmer Steigung, seien dagegen mit der sechs Kilometer langen Forststraße durchs Tiefenbeek besser bedient.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Morsezeichen nach Hannover</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Michael Moll berichtet in seinem Buch »Panoramawege Harz« über den Besuch des ersten Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Hinrich Wilhelm Kopf, Ende der 1950er Jahre. Nachdem der SPD-Politiker eine Erbsensuppe mit Bockwurst bestellt hatte, bat er den Wirt um eine telefonische Verbindung nach Hannover. Knollerich, so wurde der damalige Wirt genannt, ging daraufhin in seine Küche und kam, weil es noch kein Telefon gab, mit einer Taschenlampe zurück. Diese reichte er dem Ministerpräsidenten und schlug ihm vor, auf den Turm zu steigen und Morsezeichen in Richtung Hannover zu senden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="geheimtipp-fur-winterwanderer-und-e-biker">»Geheimtipp für Winterwanderer und (E-)Biker«</h2>



<p>Der Lebensweg des Hüttenwirts überrascht. Er war zuvor bei Continental in Northeim im Schichtbetrieb tätig. Die Knollenbaude will er nach Möglichkeit das ganze Jahr von 9.00 bis 17.00 öffnen. Auch immer mehr (E-)Biker nutzen die Forststraßen und Wanderwege. Sven Wode schätzt ihren Anteil auf inzwischen 15 bis 20 Prozent. Viele nehmen den Forstweg durchs Tiefenbeek, der übrigens auch ein Geheimtipp für Winterwanderer ist.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-even wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="5168" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5168" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Der Blick vom Turm nach Norden zum 12 Kilometer entfernt gelegenen St. Andreasberg, dahinter rechts der Wurmberg, links der Brocken und dazwischen der Sonnenberg.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="5169" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5169" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/blick-vom-knollenturm-2.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>In südlicher Richtung taucht am Horizont der 100 Kilometer entfernte Inselsberg des Thüringer Waldes auf.</figcaption></figure>
</figure>



<p>Mountainbiker sollten den großen Rundweg probieren, der von Sieber über den Großen Knollen auf dem Gebirgskamm nach St. Andreasberg führt. Von dort geht es dann »Auf dem Acker« zur Hanskühnenburg und wieder zurück nach Sieber oder Lonau.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-schonste-fruhstucksplatz-von-herzberg-und-lauterberg">»Der schönste Frühstücksplatz von Herzberg und Lauterberg«</h2>



<p>Schon 9.30 treffen in der Knollenbaude die ersten Stammgäste ein, um sich den schönsten Frühstücksplatz von Herzberg und Bad Lauterberg zu sichern und den fantastischen Blick mit leichtem Nebel in den Tälern zu genießen. Diese Begeisterung der Gäste hat der Baude im letzten Jahr auch den Besuch des NDR für die Sendung »Mein Lieblingsplatz« eingebracht.</p>



<p>Das eher deftige Speisenangebot scheint sich im Laufe der Jahrzehnte kaum geändert zu haben. Es reicht von der nach wie vor beliebten Erbsensuppe über Mettwurst- und Schinkenbrot bis zum Harzer Roller. Viele Stammgäste melden bereits am Vortag ihre Wünsche telefonisch an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-berg-ruft-180-000-wanderpasse-in-zwei-jahren">»Der Berg ruft: 180.000 Wanderpässe in zwei Jahren«</h2>



<p>Sven Wode freut sich über die zunehmende Wanderleidenschaft und zeigt auf die Stempelstelle vor seiner Baude. »Nimmt man die Entwicklung bei den Wanderpässen, hat der Harz massiv an Attraktivität gewonnen«, sagt er, »sowohl 2020 als auch in diesem Jahr wurden 90.000 Pässe verkauft. Eine Zahl, die natürlich auch durch Corona nach oben geschnellt ist.« Noch erfreulicher sei es, dass immer mehr Jugendliche unter den Stempeljägern sind. 2014 habe die Zahl der ausgegebenen Wanderpässe noch bei 25.000 gelegen.</p>



<p>Die Gäste der Knollenbaude, so Wode weiter, kommen nicht nur aus dem näheren Umfeld, sondern auch aus Berlin, Bremen und Hamburg. Nach wie vor habe der Harz auch bei Niederländern und Dänen einen guten Klang.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped essgrid-gallery-hb-stammgaeste-grid-1 wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="619" data-id="5171" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470-1024x619.jpg" alt="" class="wp-image-5171" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470-1024x619.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470-500x302.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470-150x91.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470-768x464.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-1-e1644917799470.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="618" data-id="5172" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2-1024x618.jpg" alt="" class="wp-image-5172" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2-1024x618.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2-500x302.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2-150x91.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2-768x464.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-2.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="619" data-id="5173" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449-1024x619.jpg" alt="" class="wp-image-5173" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449-1024x619.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449-500x302.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449-150x91.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449-768x464.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-3-e1644917612449.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/grosser-knollen-stammgaeste-4.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-12_grosser-knollen-baude/grosser-knollen-stammgaeste-4-e1646211318265-1024x494.jpg" alt=""/></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Nehmen gern den steilsten Weg: Werner und Marion Brille (oben v.l.). Ist seit 20 Jahren Fan der Knollenbaude: Manfred Solle (oben r.). Der Große Knollen ist eindeutig ihr Geheimtipp: Eberhard Bröder und Burkhard Lätsch (unten v.l.).</figcaption></figure>



<p>Für Eberhard Bröder und Burkhard Lätsch, die in der Baude Stammgäste sind, ist der Große Knollen eindeutig <strong>der </strong>Geheimtipp. Sie kommen aus Herzberg, gehen aber im gesamten Harz auf Wanderschaft. Die Nachbarbauden Hanskühnenburg »Auf dem Acker« und der Bismarckturm oberhalb von Bad Lauterberg seien ebenfalls zu empfehlen.</p>



<p>Marion und Werner Brille aus Bad Lauterberg sind zweimal in der Woche in der Knollenbaude und treffen sich dabei auch mit anderen Wanderkameraden, um über »Gott und die Welt« zu philosophieren. »Wir nehmen meistens den steilsten Weg, damit wir ein bißchen in Schwung kommen«, erzählen sie. Vor allem in der Urlaubs- und Ferienzeit treffe man auch Gäste aus Berlin und Hamburg. Seit 20 Jahren ist Manfred Solle ein Fan der Knollenbaude, aber auch in den Nachbarbauden ist er gern zu Gast.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Das Knollen-Ensemble</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Die heutige Knollenbaude auf dem 687 Meter hohen Gipfel wurde 1961 in Betrieb genommen und ist danach renoviert und weiter ausgebaut worden. Während der steinerne, 20 Meter hohe Turm sehr viel älter ist. Er wurde bereits 1904 eingeweiht. Eigentümerin von Baude und Turm ist die Stadt Herzberg.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="ein-vulkan-im-harz">»Ein Vulkan im Harz«</h2>



<p>Man nannte den Großen Knollen früher manchmal auch den kleinen Brocken, weil er einer der interessantesten Berge des Harzes ist. Bei der Auffaltung des Gebirges drang in den dabei entstehenden Spalten lila-farbiger Porphyr in Form vulkanischer Lava an die Oberfläche. Wie ein Dach bedeckt der Porphyr heute den Knollengipfel. Das Vulkangestein ist am Rande der Forstwege zum Teil noch deutlich zu erkennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-fahrt-ins-siebertal">»Die Fahrt ins Siebertal«</h2>



<p>Bei der Anfahrt zum Siebertal vom Torfhaus über den Sonnenberg verschlägt es einem die Sprache: Der Blick ins Tal hinüber zu Wurmberg und Brocken, wohin das Auge reicht, tote Fichten und die bange Frage, wird genug für die Aufforstung getan und wie lange wird die Wiederergrünung des Harzes dauern, 10, 20 oder gar 30 Jahre?</p>



<p>Auch die Stammgäste der Knollenbaude empfinden das Waldsterben als dramatisch. Ob der Borkenkäfer durch die Nationalparkverwaltung und die Revierförstereien hätte aufgehalten werden können, etwa durch Borkenkäferfallen oder andere Maßnahmen, darüber wird leidenschaftlich diskutiert.</p>



<p>Dabei gibt es durchaus auch einzelne Stimmen, die sich über den an vielen Stellen nun möglichen weiten Blick auf die Berge freuen. Andere weisen auf die Wiederaufforstung hin. Um den Wald widerstandsfähiger zu machen, fahre man statt des monotonen Fichtenwaldes nun eine Mehrpflanzenstrategie. In manchen Regionen des Harzes würden fünf, in anderen sogar acht verschiedene Baumarten angepflanzt. Im übrigen sei die Wiederbegrünung auch auf natürlichem Wege im vollen Gange. Wer genau hinschaue, sehe bereits zahlreiche Birken und kleine Fichten.</p>



<p class="has-text-align-right"><em><strong>Texte, Fotos, Videos und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></em></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="gesprache-von-weiteren-stammgasten"><strong>Gespräche von weiteren Stammgästen …</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="uber-das-siebertal"><strong>… über das Siebertal</strong></h3>



<p>Das sehr enge Tal mit seinen steilen Hängen war vor einigen Jahrzehnten im Gespräch für den Bau einer Talsperre direkt hinter dem Ort Sieber. Diese Diskussion sei in den letzten Monaten kurzzeitig wieder aufgeflammt.</p>



<p>Der langgezogene Urlaubsort Sieber hat sich positiv entwickelt. Es gibt keine Immobilien-Leerstände mehr, der neue Wohnmobilstellplatz wird gut angenommen und das sanierte Waldschwimmbad kommt ebenfalls gut an.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="uber-herzberg"><strong>… über Herzberg</strong></h3>



<p>Die&nbsp; Entwicklung des Einzelhandels und das Jobangebot für junge Leute sind an einem kritischen Punkt angekommen, sowohl in Herzberg als auch in Osterode. Im Vergleich dazu sei die positive Entwicklung in Bad Lauterberg »ein krasser Unterschied«.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="uber-den-harz"><strong>… über den Harz</strong></h3>



<p>Der Borkenkäfer wird die Touristen nicht vom Harz fernhalten.</p>



<p>Für die Generation, die ein bißchen Nervenkitzel braucht, ist nun einiges getan worden. Zum Beispiel die Hängebrücke an der Rappbodetalsperre oder die Bobbahn am Bocksberg in Hahnenklee.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="uber-den-unterschied-zum-schwarzwald"><strong>… über den Unterschied zum Schwarzwald</strong></h3>



<p>Der Schwarzwald ist lieblicher, während der Harz durch seine teilweise gewaltigen Höhenunterschiede ganz schön »brutal« sein kann.</p>



<p>Der Schwarzwald ist gesegnet mit namhaften Städten wie Freiburg und Baden-Baden. Eine Stadt mit der Geschichte Goslars, Quedlinburgs oder Wernigerodes findet man im Schwarzwald aber nicht.</p>
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		<title>40mal Harz: Bergbauden, Hütten und Waldgaststätten</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/40mal-harz-bergbauden-huetten-und-waldgaststaetten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2020 14:48:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sieht eine erfolgreiche Zukunftsstrategie für den Harz mit seinen 40 Bergbauden, Hütten&#160;und Waldgaststätten aus?&#160;Keine Frage, es hat sich viel getan&#160;im Harz. Das&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/40mal-harz-bergbauden-huetten-und-waldgaststaetten/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><i><span data-contrast="auto">Wie sieht eine erfolgreiche Zukunftsstrategie für den Harz</span></i><i><span data-contrast="auto"> mit seinen 40 Bergbauden, Hütten</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;und Waldgaststätten aus?&nbsp;</span></i><i><span data-contrast="auto">Keine Frage, es hat sich viel getan</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;im Harz. Das zeigen die seit sechs Jahren steigenden Touristenzahlen</span></i><i><span data-contrast="auto">. Das spüren die Einheimischen</span></i><i><span data-contrast="auto">.&nbsp;</span></i><i><span data-contrast="auto">Aber es gibt durchaus noch Möglichkeiten für den Harz, sein Profil und sein Image weiter zu schärfen</span></i><i><span data-contrast="auto">, sagt </span></i><em>Matilde&nbsp;Sophie&nbsp;Groß</em><i><span data-contrast="auto">, Professorin an der Hochschule Harz</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;und Expertin für Touristische&nbsp;</span></i><i><span data-contrast="auto">Marktforschung. Sie sprach</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;am 24. Februar</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;vor dem H</span></i><i><span data-contrast="auto">arz Forum Zukunft im </span></i><i><span data-contrast="auto">Ettershaus</span></i><i><span data-contrast="auto">&nbsp;in Bad Harzburg.</span></i></p>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="327" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross-500x327.jpg" alt="" class="wp-image-5184" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross-500x327.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross-1024x670.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross-150x98.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross-768x503.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/matilde-gross.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption>Matilde S. Groß ist Professorin an der Hochschule Harz in Wernigerode, wo sie Touristische Marktforschung, Management von Freizeiteinrichtungen (nebst Gastronomie) sowie Gesundheitstourismus lehrt.</figcaption></figure>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<p><span data-contrast="auto">Matilde&nbsp;S.&nbsp;Groß zeigte sich gleich zu Beginn&nbsp;zuversichtlich für den Harz. Neue Trends wie das&nbsp;»Waldbaden«&nbsp;oder die aufgrund des Klimawandels möglicherweise zunehmende Flugscham, spielten dem Harz in die Karten. Aber&nbsp;sie ist als&nbsp;Wissenschaftlerin&nbsp;und Marktforscherin&nbsp;auch gewohnt, den Dingen auf den Grund zu gehen.&nbsp;Am Beispiel von Hütten und Waldgaststätten des Harzes&nbsp;zeigte sie Wege auf.</span></p>


</div></div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-motor-des-harztourismus">Der Motor des Harztourismus</h2>



<p><span data-contrast="auto">Was ist eigentlich der Motor des Harztourismus?</span><span data-contrast="auto">&nbsp;»Es sind im Wesentlichen sieben Bausteine</span><span data-contrast="auto">«, betont</span><span data-contrast="auto">e</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Groß. Der wichtigste Punkt</span><span data-contrast="auto">&nbsp;für den Urlaubsgenuss</span><span data-contrast="auto">&nbsp;sei der Wohnkomfort. Jeder Urlauber stelle sich zunächst die&nbsp;</span><span data-contrast="auto">F</span><span data-contrast="auto">rag</span><span data-contrast="auto">e</span><span data-contrast="auto">: Wo möchte ich gern&nbsp;</span><span data-contrast="auto">w</span><span data-contrast="auto">ohnen</span><span data-contrast="auto">?«</span></p>



<p><span data-contrast="auto">An zweiter Stelle der Rangliste folgt</span><span data-contrast="auto">&nbsp;bereits »Essen und Trinken«,</span><span data-contrast="auto">&nbsp;für manche sogar der schönste Grund, eine Reise zu machen.</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Dazu gehöre nicht&nbsp;</span><span data-contrast="auto">nur</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">das&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Speisen im Restaurant</span><span data-contrast="auto">, sondern auch die Erlebnis</span><span data-contrast="auto">gastronomie sowie Abendveranstaltungen mit Kabarett und Artistik</span><span data-contrast="auto">&nbsp;bis hin zu den immer beliebter werdenden Betriebsbesichtigungen</span><span data-contrast="auto">. Darüber hinaus fielen in diese Kategorie auch</span><span data-contrast="auto">&nbsp;alle</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Genussmärkte</span><span data-contrast="auto">&nbsp;sowie Bauern</span><span data-contrast="auto">&#8211; und W</span><span data-contrast="auto">eihnachtsmärkte</span><span data-contrast="auto">. Groß:</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">»Wir haben sogar eine Whisky-Messe im Harz.</span><span data-contrast="auto">«</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Zu den weiteren Bausteinen gehöre das Thema »Service</span><span data-contrast="auto">«, nicht nur in der Gastronomie und bei den Tourist-Informationen, sondern auch bei allen Freizeit</span><span data-contrast="auto">anbietern. An vierter Stelle stehe die Infrastruktur</span><span data-contrast="auto">&nbsp;mit ihren&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Kultur- und&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Freizeitmöglichkeiten. Darüber hinaus spielten der Ortscharakter</span><span data-contrast="auto">, die Landschaft sowie d</span><span data-contrast="auto">as Thema</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Verkehr</span><span data-contrast="auto">&nbsp;eine wichtige Rolle</span><span data-contrast="auto">.</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="blick-uber-den-tellerrand">Blick über den Tellerrand</h2>



<p><span data-contrast="auto">Als Ansatzpunkte, die Hüttenwirtschaft zunehmend im&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Bewusstsein</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">der Gäste zu verankern, sollte, so Matilde&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Groß,&nbsp;</span><span data-contrast="auto">»die eine oder andere Hütte noch mehr in Servicequalität und </span><span data-contrast="auto">-k</span><span data-contrast="auto">ultur investieren.</span><span data-contrast="auto">« Außerdem sei es ratsam, auch mal über den Tellerrand zu schauen</span><span data-contrast="auto">&nbsp;und von den Erfahrungen beispielsweise im Pfälzer Wald oder im Schwarzwald zu lernen.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">So stehe im Pfälzer Wald</span><span data-contrast="auto">&nbsp;hinter&nbsp;</span><span data-contrast="auto">100 Gasthäusern ein ehrenamtlich geführter Verein, der etwa die Hälfte der</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Häuser sogar selbst bewirtschaftet.</span><span data-contrast="auto">&nbsp;»Allerdings«, fügt Groß gleich hinzu</span><span data-contrast="auto">,</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">»</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">gibt es hier eine gewachsene sehr, sehr lange Tradition.«</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="hackus-knieste-und-runx-munx">Hackus &amp; Knieste und Runx Munx</h2>



<p><span data-contrast="auto">Hütten-Marketing lasse sich im </span><span data-contrast="auto">Übrigen</span><span data-contrast="auto">&nbsp;auch mit regionalen Spezialitäten machen.</span><span data-contrast="auto">&nbsp;So stehe im ganzen Land Brandenburg mit dem »Brandenburg Teller</span><span data-contrast="auto">« ein typisches Gericht auf der Karte</span><span data-contrast="auto">. Auch im Harz sei in dieser Richtung&nbsp;</span><span data-contrast="auto">v</span><span data-contrast="auto">ieles möglich</span><span data-contrast="auto">, so Matilde&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Groß</span><span data-contrast="auto">. Sie verwies auf längst vergessene Gerichte wie&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Hackus</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">&amp;&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Knieste</span><span data-contrast="auto">&nbsp;und&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Runx</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Munx</span><span data-contrast="auto">.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Ein weiteres Beispiel sind nach ihren Worten Maßnahmen, die den Individualtourismus anregen&nbsp;und den Gast dazu bewegen, von einer Stelle zur nächsten zu fahren oder zu wandern&nbsp;und in der einen oder anderen Hütte einzukehren. »Da sind wir mit der Harzer Wandernadel und&nbsp;Fernwanderwegen wie dem Hexenstieg und dem&nbsp;Baudensteig&nbsp;schon auf einem guten Weg.«</span></p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1130" data-id="5236" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1.jpg" alt="" class="wp-image-5236" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-453x500.jpg 453w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-928x1024.jpg 928w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-136x150.jpg 136w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-768x848.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1130" data-id="5235" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2.jpg" alt="" class="wp-image-5235" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2-453x500.jpg 453w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2-928x1024.jpg 928w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2-136x150.jpg 136w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_harzer-hexe-2-768x848.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Die Waldgaststätte Plessenburg, wenige Kilometer von Ilsenburg, ist schon in dritter Generation familiengeführt. Neben einem malerischen Forsthaus besteht die Plessenburg aus einem 1776 erbauten Jagdhaus, das heute als Gaststätte Wanderer und Mountainbiker erfreut.</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"></div></div>
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<p><span data-contrast="auto">Die Architektur der Gaststätten sei durchaus unterschiedlich.</span><span data-contrast="auto"> Neben überwiegend aus Holz gebauten Hütten</span><span data-contrast="auto">&nbsp;wie der </span><span data-contrast="auto">»</span><span data-contrast="auto">Steinberg Alm</span><span data-contrast="auto">«</span><span data-contrast="auto">&nbsp;oberhalb von Goslar und dem »Rinderstall</span><span data-contrast="auto">« bei St. Andreasberg gebe es auch</span><span data-contrast="auto">&nbsp;durchaus »luxuriöse Gebäude« wie die&nbsp;</span><span data-contrast="auto">»Steinerne Renne«</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">i</span><span data-contrast="auto">m&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Ostharz</span><span data-contrast="auto">.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Groß berichtete, dass es inzwischen&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Häuser</span><span data-contrast="auto">&nbsp;gebe, die von jungen Teams&nbsp;</span><span data-contrast="auto">betrieben würden</span><span data-contrast="auto">,&nbsp;</span><span data-contrast="auto">d</span><span data-contrast="auto">arunter einige&nbsp;</span><span data-contrast="auto">junge Menschen aus den Großstädten, die sich in der Natur&nbsp;</span><span data-contrast="auto">neu entfalten&nbsp;</span><span data-contrast="auto">und entwickeln wollten.</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="slow-food-und-typisch-harz">»Slow Food« und »Typisch Harz«</h2>



<p><span data-contrast="auto">Bereits seit Jahren gebe es im&nbsp;</span><span data-contrast="auto">H</span><span data-contrast="auto">arz ermutigende Signale</span><span data-contrast="auto">&nbsp;was&nbsp;</span><span data-contrast="auto">d</span><span data-contrast="auto">en Zukunftstrend der Nachhaltigkeit angehe</span><span data-contrast="auto">, sowohl bei Erzeugern als auch bei Restaurants</span><span data-contrast="auto">.</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Matilde</span><span data-contrast="auto">&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Groß hob</span><span data-contrast="auto">&nbsp;dabei im Besonderen die »Slow Food«-</span><span data-contrast="auto">Bewegung und das Label »</span><span data-contrast="auto">Typisch Harz« hervor.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Bei »Slow</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Food« ständen ökologisch verantwortliche Lebensmittel, bio-kulturelle</span><span data-contrast="auto">&nbsp;Vielfalt und vor allem das Tierwohl im Vordergrund. Als Beispiel nannte Groß</span><span data-contrast="auto">&nbsp;das Rote Harzer Höhenvieh, das vom Aussterben bedroht war und nun wieder auf einigen&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Bergwiesen</span><span data-contrast="auto">&nbsp;zuhause ist. Die Slow Food</span><span data-contrast="auto">-Bewegung werde inzwischen von neun Gastronomie</span><span data-contrast="auto">betrieben vertreten, darunter »Das Rodelhaus«</span><span data-contrast="auto">&nbsp;an der Mittelstation des Wurmberges</span><span data-contrast="auto">.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Für regionale Erzeugnisse stehe die Produktmarke »Typisch Harz«</span><span data-contrast="auto">. Dazu gehörten nicht nur qualitativ hochwertige Fleisch</span><span data-contrast="auto">&#8211;</span><span data-contrast="auto">&nbsp;und Fischangebote, sondern zum Beispiel</span><span data-contrast="auto">&nbsp;neben Bier, Obst- und Kräuterlikören auch Brotaufstriche und Backwaren.</span></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mehr-ubersicht-bitte">Mehr Übersicht bitte!</h2>



<p><span data-contrast="auto">Was aus der Sicht eines&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Harz-Gastes wirklich irritiert: Um sich einen Überblick über alle Hütten und Waldgaststätten im Harz zu verschaffen</span><span data-contrast="auto">,&nbsp;</span><span data-contrast="auto">m</span><span data-contrast="auto">usste Matilde&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Groß an drei verschiedenen Stellen im Internet recherchieren</span><span data-contrast="auto">. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aber das soll sich nun&nbsp;</span><span data-contrast="auto">ändern:&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Der Harzer Tourismusverband stellt auf seiner für den Sommer geplanten neuen Webseite einen kompletten&nbsp;</span><span data-contrast="auto">Überblick</span><span data-contrast="auto">&nbsp;in Aussicht.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Selbst mancher, der aus Goslar zum Harz Forum gekommen war, zeigte sich überrascht</span><span data-contrast="auto">&nbsp;von der unerwartet</span><span data-contrast="auto"> großen Zahl an Hütten und Waldgaststätten</span><span data-contrast="auto">.</span></p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Bilder, Videos und Gestaltung: Michael Hotop und Jochen Hotop</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-haben-sie-von-der-veranstaltung-huttenkultur-eine-chance-fur-den-harz-mitgenommen">Was haben Sie von der Veranstaltung »Hüttenkultur &#8211; eine Chance für den Harz« mitgenommen?</h2>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_matilde-gross.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong><a href="https://www.hs-harz.de/mgross/zur-person/">Matilde Groß</a>, Professorin an der Hochschule Harz, mit einem Fazit der Veranstaltung.</strong></p>


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<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_martin-burhartz.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Martin K. Burghartz (bita communications gbr) ist Veranstalter der Gesprächsrunde »Harz Forum Zukunft«.</strong></p>



<p></p>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_ralf-peter-jordan.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Ralf-Peter Jordan war früher Strafrichter am Amtsgericht Goslar und arbeitet heute als Rechtsanwalt. Er ist Stadtrat von Goslar und wirkte an mehreren Folgen als RTL-Fernsehrichter mit.</strong></p>


</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_anja-mertelsmann.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Anja Mertelsmann ist Geschäftsführerin des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Harz in Goslar.</strong></p>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_sabine-sternberg.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Sabine Sternberg betreibt als geschäftsf. Gesellschafterin die Jenko Sternberg Design GmbH in Apelnstedt im Landkreis Wolfenbüttel.</strong></p>


</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_claus-eberhard-roschanski.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Claus-Eberhard Roschanski ist Mitglied im Goslarer Stadtrat.</strong></p>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_judith-bothe.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Judith Bothe ist Inhaberin des Rodelhauses Braunlage an der Mittelstation des Wurmberges.</strong></p>


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<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<figure class="wp-block-video"><video controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-04_40mal-harz/harz-forum-zukunft_cosima-hettinger.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Cosima Hettinger ist Geschäftsführerin des »Atelier Cosi Alea« in Braunschweig.</strong></p>


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<h2 class="wp-block-heading" id="ein-bericht-aus-dem-braunschweiger-magazin-stadtglanz">Ein Bericht aus dem Braunschweiger Magazin »Stadtglanz«</h2>



<div class="wp-block-file"><a id="wp-block-file--media-4b929d99-8805-4141-983d-2a7db68813f4" href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/stadtglanz_harz-beat-2020-04.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Stadtglanz 04 2020</em></a><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/stadtglanz_harz-beat-2020-04.pdf" class="wp-block-file__button" download aria-describedby="wp-block-file--media-4b929d99-8805-4141-983d-2a7db68813f4">Herunterladen</a></div>
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		<title>Der Harz: ein starkes Pilzgebirge</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/pilze-sammeln-im-harz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 16:37:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind auf gut Glück zum ersten Mal zum Pilze sammeln in den Harz gefahren. Uns erwartete Ende Oktober bei einem Mix aus&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/pilze-sammeln-im-harz/">Mehr</a></p>
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<p><em>Wir sind auf gut Glück zum ersten Mal zum Pilze sammeln in den Harz gefahren. Uns erwartete Ende Oktober bei einem Mix aus kühleren Temperaturen und Sonnenschein ein abwechslungsreiches Naturerlebnis. Vor allem die Vielfalt der verschiedenen Arten hat uns überrascht.</em></p>



<p>Seit Jahren berichtet ein Bekannter von außergewöhnlich guten Fundstellen bei Bad Grund und zeigt uns regelmäßig seinen Korb mit herrlichen Steinpilzen, Maronen, Pfifferlingen und Rotkappen. Darüber hinaus betont er immer wieder, dass bei Walkenried im Südharz und Stolberg im Ostharz viele eher seltene Arten zuhause sind. Wir machen die Probe aufs Exempel und wählen einen touristisch eher weniger erschlossenen Laub-Mischwald im nordwestlichen Harz in der Nähe von Langelsheim.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-reiz-in-die-pilze-zu-gehen">»Der Reiz &#8218;in die Pilze&#8216; zu gehen«</h2>



<p>Worin besteht überhaupt der Reiz, »in die Pilze« zu gehen? Für Viktor Schmidt, der aus dem westfälischen Ledde in den Harz gekommen ist, steht das Naturerlebnis im Vordergrund – die Schönheit und der Geruch des Waldes, gerade in den Monaten September und Oktober.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="769" height="1024" data-id="5128" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647-769x1024.jpg" alt="Pilzsammler mit Parasol" class="wp-image-5128" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647-769x1024.jpg 769w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647-376x500.jpg 376w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647-113x150.jpg 113w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647-768x1022.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler-mit-parasol-e1644830774647.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 769px) 100vw, 769px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Viktor Schmidt aus Ledde bei Tecklenburg mit einem Parasol.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="5108" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze-768x1024.jpg" alt="Hallimasch-Pilze" class="wp-image-5108" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze-768x1024.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze-375x500.jpg 375w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze-113x150.jpg 113w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/hallimasch-pilze.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf einem vermoderten Baumstumpf wächst mit Vorliebe der Hallimasch.</figcaption></figure>
</figure>
</div></div>



<p>»Man fühlt sich ein wenig wie ein Schatzsucher, ist vollkommen konzentriert und schaltet komplett ab«, antwortet Christian aus Braunschweig auf die gleiche Frage, »wer nicht wie ein Spürhund den Boden abscannt und kleine Erhebungen im Herbstlaub prüft, der lässt sich Vieles entgehen.«</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"></div></div>



<figure class="wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" data-id="5125" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1.jpg" alt="Pilzsammler Christian" class="wp-image-5125" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_1-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Christian aus Braunschweig freut sich über den ersten Fund des Tages.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" data-id="5122" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1.jpg" alt="Maronen im Moos" class="wp-image-5122" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/maronen-im-moos_1-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Maronen lieben Moos.</figcaption></figure>
</figure>



<p>Schon beim Start der Wanderung werden die einzelnen Waldstücke genau in Augenschein genommen. Ein vermehrter Fichtenbestand spricht eher für Steinpilze und Maronen, die sich aber durchaus auch unter Eichen und Buchen wohl fühlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="schmackhaft-wie-ein-wiener-schnitzel">»Schmackhaft wie ein Wiener Schnitzel«</h2>



<p>Viktor Schmidt rückt gerade einem Parasol zu Leibe. »Wer einen Pilz unten am Stiel abschneidet oder vorsichtig herausdreht, schadet dem Myzel nicht«, sagt er und gibt zu, von den in Deutschland wachsenden etwa 14.000 Arten nur einen ganz kleinen Teil zu kennen. Er rät dringend davon ab, einen Pilz zu essen, den man nicht vorher anhand mehrerer ganz markanter Merkmale eindeutig bestimmen konnte. »Viele Arten sind giftig bis tödlich«, warnt Schmidt. Eine Pilz-App auf dem Handy könne da eine große Hilfe sein.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="5127" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-1024x768.jpg" alt="Pilzsammler auf der Suche" class="wp-image-5127" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzsammler_3.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nach einem kühlen Oktobermorgen tun die ersten Sonnenstrahlen dem Pilzsammler gut.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="5124" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-1024x768.jpg" alt="Korb mit Pilzen" class="wp-image-5124" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-11_starkes-pilzgebirge/pilzkorb-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Pilzkorb ist bereits nach kurzer Zeit gut gefüllt.</figcaption></figure>
</figure>
</div></div>



<p>»Der Parasol wird heute Abend paniert und in der Pfanne gebraten«, freut sich Viktor Schmidt auf den nussartig schmeckenden Leckerbissen, von dem manche behaupten, er schmecke wie ein Wiener Schnitzel. Im rohen Zustand ist der Parasol allerdings giftig, genauso wie der Hallimasch, von dem ebenfalls nur der Hut gegessen werden sollte. Beide Arten sind erst nach einer Röst- bzw. Garzeit von mindestens 15 Minuten genießbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="pilze-sammeln-im-harz-das-ganze-jahr-ist-pilzzeit">Pilze sammeln im Harz: »Das ganze Jahr ist Pilzzeit«</h2>



<p>Pilzsammler sind große Geheimniskrämer und verraten ungerne ihre Lieblingsreviere. Schon in der Morgendämmerung gehen viele auf Schatzsuche, damit ihnen niemand zuvorkommt. Natürlich ist es vorteilhaft, die einschlägigen Stellen zu kennen, aber auch wer, wie wir, einfach sein Glück versucht, wird im Harz nicht enttäuscht, vor allem, wenn es im September und Oktober bei mildem Wetter geregnet hatte. Pilze sammeln, sagen die Experten, ist eigentlich das ganze Jahr über möglich, so kann man selbst im Frühling oder Winter herrliche Speisepilze wie Morcheln, Schopftintlinge oder Maipilze finden.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Bilder und Gestaltung: Michael und Jochen Hotop</strong></p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Pilz-Eldorado Harz</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Warum ist der Harz ein so besonderes Eldorado für Sammler? Dies liegt an den vielen verschiedenen Gesteinsformationen und Böden, aber auch an den vielfältigen Laub- und Nadelwäldern. Allerdings: Im Nationalpark Harz, der etwa zehn Prozent der Fläche des nördlichsten deutschen Mittelgebirges ausmacht, ist das Sammeln verboten.</p>
</div></div>
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		<title>Faszinierende Inseln der Vielfalt: Bergwiesen von Hohegeiß im Südharz</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/faszinierende-inseln-der-vielfalt-bergwiesen-von-hohegeiss-im-suedharz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2019 10:43:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hohegeiß ist eine wunderbare Welt für Naturpflanzen-Liebhaber und Menschen, die ein Auge für die Vielfalt von Bergwiesen haben, ein Ort wie es ihn&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/faszinierende-inseln-der-vielfalt-bergwiesen-von-hohegeiss-im-suedharz/">Mehr</a></p>
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<p><em>Hohegeiß ist eine wunderbare Welt für Naturpflanzen-Liebhaber und Menschen, die ein Auge für die Vielfalt von Bergwiesen haben, ein Ort wie es ihn nur an wenigen Stellen im Harz gibt. Wo wachsen schon zahlreiche heimische Orchideen und insgesamt 30 Pflanzen von der Liste gefährdeter Arten?</em></p>



<p>Obwohl es in Hohegeiß viele interessante Lebensräume gibt, will ich in diesem Bericht in erster Linie die schützenswerten Berg-Mähwiesen vorstellen. Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach um gewöhnliche Wiesen, die sich am Berg befinden und gemäht werden. Hinter dem Begriff Wiese versteckt sich eine Vielzahl an Biotoptypen, die sich vom feuchten Borstgras-Magerrasen bis hin zur nährstoffreichen Bergwiese erstreckt &#8211; je nach Standort, Klima und Nutzung. Trotz der auf den ersten Blick irreführenden Namensgebung &#8222;Magerrasen&#8220;, die sich durch Nährstoffarmut der Böden auszeichnen, beherbergen gerade solche Flächen einen erstaunlich großen Reichtum an unterschiedlichen Tieren und Pflanzen. Im Gegensatz zu den gedüngten im Schatten liegenden „fetten“ Wiesen. Doch wie entstanden die Wiesen?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7897-1-1024x683.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Die ersten Sonnenstrahlen erreichen das Breitblättrige Knabenkraut, eine unserer heimischen Orchideen, und reflektiert die Wassertropfen des Morgentaus.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading" id="entstehung-einer-artenreichen-kultur-und-naturlandschaft">»Entstehung einer artenreichen Kultur- und Naturlandschaft«</h2>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--floatRight infobox--smallerFont" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#FFFFFF;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Wer kennt nicht das Gefühl ...</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>&#8230; barfuß durchs Gras zu gehen, die Halme zwischen den Zehen zu spüren, den Geruch frisch gemähter Wiesen, oder die Geräusche, welche von einer bunten Blumenwiese ausgehen? Das Summen und Brummen der Bienen, das Zirpen der Grillen und Heuschrecken, wenn sie ihre Hinterbeine aneinander reiben, das Rauschen der Grashalme im Wind. Und natürlich die kunterbunten Blüten der Blumen, die alle Farben des Spektrums widerspiegeln. All diese Merkmale assoziieren wir in der Regel mit einer ursprünglichen Wiese. Doch was ist das Besondere an diesem Grünland, wie die Wiesen im Allgemeinen auch genannt werden? Für ein halbes Jahr durfte ich das Wachstum und den Wandel der sehr gut erhaltenen Bergwiesen von Hohegeiß beobachten und fotografisch festhalten. Dabei eröffnete sich mir eine wunderbare, vielfältige Welt an Pflanzen und Tieren, wie es sie nur noch an sehr seltenen Orten so zahlreich gibt.</p>
</div></div>



<p>Hier könnte ich jetzt mit der Geschichte der Menschheit beginnen, als der Homo sapiens mit dem Rückgang der Gletscher begann, Lebensraum samt Wohnraum durch Waldrodung zu erschließen. Dörfer wurden erbaut und Vieh gezüchtet. So entstanden die ersten Blumenwiesen.</p>



<p>Auch die Bergwiesen von Hohegeiß, gehören zu einer durch jahrhundertelange Bewirtschaftung entstandenen Kulturlandschaft. Obwohl von Menschenhand erschaffen, sind sie Teil der Natur, die es zu erhalten gilt. Bis in die 1930er Jahre wurden die Wiesen für die Viehhaltung genutzt. Allerdings nicht zur Beweidung, hierzu wurden die Tiere in den Wald getrieben, sondern vorrangig als Heuwiesen für die Ernte des Winterfutters. Mit Aufkommen der Industrialisierung und Erschließung des Harzes für den Tourismus, ging die Zahl der Selbstversorger zurück. Der Einkauf frisch gelieferter Waren wurde kostengünstiger als der eigene Anbau. Immer mehr Bauern verzichteten daher auf die mühselige, unwirtschaftliche Nutzung der Bergwiesen und verkauften ihre Flächen nach und nach an die Forstverwaltung. Einige der Wiesen lagen jahrelang brach und der Wald eroberte die Gebiete schleichend zurück, indem er mit Buschwerk seine Grenzen immer weiter ausdehnte. Aber warum lassen wir nicht Natur Natur sein? Soll doch der Wald wachsen und sich ausbreiten!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-3-1024x683.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">In den frühen Morgenstunden sind die Insekten noch nicht so agil. Auch das kleine Kleewidderchen auf dem Teufelsabbiss wartet auf die wärmenden Sonnenstrahlen.</figcaption></figure></div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-5-1024x683.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Pflücken verboten! Wie alle heimischen Orchideen ist auch das Breitblättrige Knabenkraut geschützt.</figcaption></figure></div>


<p>Die Frage ist relativ einfach zu beantworten: Weil auch die Wiesen zu unserer Naturlandschaft gehören und sich einige Lebewesen auf diesen Lebensraum spezialisiert haben. Doch im Gegensatz zu den Wäldern benötigen die Wiesen unsere Unterstützung. Sie müssen gepflegt werden. Wie sieht nun so eine Pflege aus und auf was muss man dabei achten? Dazu müssen wir die Wiesen genauer in Augenschein nehmen. Denn wie oben schon angemerkt, ist Wiese nicht gleich Wiese.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wovon-hangen-der-wiesentyp-und-damit-seine-artenvielfalt-ab">»Wovon hängen der Wiesentyp und damit seine Artenvielfalt ab?«</h2>



<p>Wenn wir auf den Wanderwegen an den vielen Wiesenparzellen rund um Hohegeiß vorbeikommen fällt nicht nur dem geschulten Auge auf, dass sich die Vegetation unterscheidet. Auf vielen Bergwiesen ist im Frühjahr die Bärwurz dominant, deren intensiver Geruch uns sofort in die Nase steigt. Früher war diese Pflanze aus keiner Küche wegzudenken, galt sie doch als Grundlage vieler ursprünglicher Gemüsegewürze. Sie ist aber auch ein Indiz dafür, dass wir es hier mit einem Magerrasen zu tun haben.</p>



<p>Die Typisierung der Wiesen basiert auf einer systematischen, wissenschaftlichen Grundlage. Hierbei können die Wiesen grob in die Kategorien trocken, feucht sowie nährstoffarm (mager) und nährstoffreich (fett) unterteilt werden. Außerdem beeinflussen die Bodenzusammensetzung und die klimatischen Bedingungen den Artenbestand und somit auch den Wiesentyp. Die meisten Bergwiesen weisen mehrere unterschiedliche Biotope auf, so dass die Übergänge in der Regel fließend sind.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped aligncenter essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/bergwiese_hohegeiss-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="853" height="837" data-id="5444" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1-e1646232001958.jpg" alt="" class="wp-image-5444" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1-e1646232001958.jpg 853w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1-e1646232001958-500x491.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1-e1646232001958-150x147.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1-e1646232001958-768x754.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 853px) 100vw, 853px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/Bergwiese_Hohegeiss-6.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="853" height="837" data-id="5458" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/Bergwiese_Hohegeiss-6-e1646232249821.jpg" alt="" class="wp-image-5458" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/Bergwiese_Hohegeiss-6-e1646232249821.jpg 853w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/Bergwiese_Hohegeiss-6-e1646232249821-500x491.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/Bergwiese_Hohegeiss-6-e1646232249821-150x147.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/Bergwiese_Hohegeiss-6-e1646232249821-768x754.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 853px) 100vw, 853px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Links: Auch Insekten brauchen Nahrung. So erbeutete diese Veränderliche Krabbenspinne versteckt unter einer Margeritenblüte eine Biene: Diese Spinnenart kann ihre Körperfarbe zur Tarnung aktiv wechseln. Rechts: Bis in den Juni hinein können wir die Blütenstadien der Bach-Nelkenwurz bestaunen. Sie wachsen auch am Rand der Wanderwege in Bachnähe.</figcaption></figure>



<p>Bei einem Streifzug durch das Gebiet um Hohegeiß kommen wir mindestens an einer Parzelle vorbei, auf der wir diese Übergänge ganz gut beobachten können. Eine davon ist am Mittelberg zu beobachten. Wie viele Bergwiesen befindet sich diese in Hanglage. Talabwärts geht die eher trockene Wiese in ein Sumpfgebiet über, welches an den noch jungen Bärenbach angrenzt. Leicht kann man hier die unterschiedlichen Biotoptypen anhand der Vegetation erkennen. Einige Grünflächen besitzen Quellsümpfe, die entweder in den Bärenbach oder Wolfsbach münden. Daher sind diese Wiesen besonders vielfältig und bieten vielen bedrohten und gefährdeten Pflanzen einen Lebensraum, der ihnen nur noch bedingt zur Verfügung steht. Das gilt natürlich auch für Tiere, insbesondere Insekten, die sich auf bestimmte Lebensformen spezialisiert haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="blutenpracht-heimischer-orchideen">»Blütenpracht heimischer Orchideen«</h2>



<p>Ein Spaziergang im Frühjahr führt uns noch an sehr kargen, fast trostlos kurzgeschorenen Grünflächen vorbei. Die unschönen, offenen Stellen der Pflegemaßnamen fallen sofort ins Auge. Und obwohl die Grasnarben und aufgerissenen Böden unserer Vorstellung einer vollkommenen, naturnahen Wiese zunächst widersprechen, sind sie doch notwendig, um den Erhalt dieser Wiesen zu sichern. Aber davon später ein wenig mehr.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-6651-1024x683.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Das Breitblättrige Knabenkraut beginnt seine ersten Blüten zu öffnen, bevor es sich vom Boden erhebt.</figcaption></figure></div>


<p>Auf den ersten Blick wirken die Wiesen ziemlich verkümmert und wie abgestorben. Die Grashalme sind eher gelblich statt satt grün. Bei genauer Betrachtung können wir allerdings schon die ersten Blätter erkennen, aus deren Schoß in ein bis zwei Monaten Orchideenblüten hervorkommen. Interessanterweise ist eine der drei Orchideenarten auf verschiedenen Wiesenabschnitten besonders dominant. So verschönern das Breitblättrige Knabenkraut, das Stattliche Knabenkraut oder das etwas später blühende Gefleckte Knabenkraut, mit kräftigen rosa über hellrosa bis hin zu weißen Farbtupfen die Bergwiesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-bergwiesen-von-hohegeiss-viele-seltene-pflanzen-sind-hier-noch-zahlreich">»Die Bergwiesen von Hohegeiß: Viele seltene Pflanzen sind hier noch zahlreich«</h2>



<p>Verweilen wir noch ein wenig bei den ersten Blütenpflanzen, die hier auf einer Höhe von ca. 620 m, wachsen. In den Quellsumpfgebieten sowie an den Ufern des Wolfsbachs und Bärenbachs wächst die unscheinbare Bach-Nelkenwurz. Hier ist ihr Vorkommen noch so zahlreich, dass der Gedanke an eine gefährdete Art zunächst nicht aufkommen will. Auch das Breitblättrige und Stattliche Knabenkraut gehören zu den Frühblühern der Bergwiesen von Hohegeiß. Auf den Wiesen finden wir stellenweise eine Vielzahl dieser Orchideen. Sie beginnt mit der Blütenbildung bevor ihr Stiel hochgewachsen ist. Deshalb werden die zarten Knospen oft von der überall stark vertretenen Bärwurz zunächst verdeckt. Neben den dunkel- bis hellrosa Orchideen ist auch die Trollblume mit ihrem knallgelben Kugelkopf zu sehen. Auf das vollständige Öffnen ihrer Blütenblätter können wir lange warten, denn sie öffnet sich nie ganz. Nur kleine Insekten, Fliegen oder Käfer können durch die kleine Passage auf ihrer Kuppel in die Blüte schlüpfen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped aligncenter essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1278" height="853" data-id="5433" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002.jpg" alt="" class="wp-image-5433" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002.jpg 1278w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002-500x334.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002-1024x683.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-9002-768x513.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1278px) 100vw, 1278px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1279" height="853" data-id="5431" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554.jpg" alt="" class="wp-image-5431" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554.jpg 1279w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554-500x333.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554-1024x683.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-7554-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Links: Das Ampfer-Grünwidderchen hebt sich farblich schön von den Blüten der Sumpf-Kratzdistel ab. Rechts: Der 5 bis 7 Millimeter große Scheinbockkäfer sucht sich seinen Weg ins Innere der Trollblumenblüte. Ein nicht einfaches Unterfangen, da sich die Blüte dieser Pflanze nie ganz öffnet.</figcaption></figure>



<p>Mit den länger werdenden Tagen wird die Blütenpracht der Wiesen immer bunter. Je nach Typ gesellen sich Wiesen-Schaumkraut, Flockenblumen, Sumpf-Kratzdistel, Margerite, Kuckucks-Lichtnelke und viele weitere Arten dazu. Dafür verschwinden die schon verblühten Pflanzen ganz heimlich unter den Neuankömmlingen und machen diesen Platz. Aber uns interessieren besonders die gefährdeten Pflanzenarten. So finden wir im Frühsommer das Gefleckte Knabenkraut nicht nur auf den Wiesen, sondern häufig auch an den Wegrändern, wo es von jedem aufmerksamen Besucher betrachtet werden kann. Vereinzelt ist die Arnika, auch Berg-Wohlverleih genannt, zu sehen. Obwohl sie als Giftpflanze gilt, ist ihr Einsatz als Heilpflanze, vor allem bei Prellungen, Blutergüssen, Verstauchungen oder Muskel- und Gelenkbeschwerden, jedermann bekannt. In einigen Ländern, wie Belgien und Kroatien ist die Arnika bereits vom Aussterben bedroht. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste gefährdeter Arten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3500-tierarten-bewohnen-unsere-wiesen">»3500 Tierarten bewohnen unsere Wiesen«</h2>



<p>Mittlerweile ist es Sommer. Auf den Wiesen tummeln sich jede Menge Insekten, deren Aufgabe für die Pflanzen darin besteht, die Blüten zu bestäuben und damit den Artbestand im Folgejahr zu sichern. An die 3500 Tierarten bewohnen unsere Wiesen, darunter Kleinlebewesen, wie Heuschrecken, Zikaden, Ameisen und farbenprächtige Käfer. Hummeln, Bienen und Schwebefliegen sind fleißig am Werk, aber auch Schmetterlinge und Widderchen fliegen die Pflanzen ab und sorgen dabei für die Befruchtung der Pflanzensamen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2878-1024x682.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Auch Rotfüchse tummeln sich auf den Bergwiesen. Finden Sie hier doch genügend Nahrung für sich und ihre Jungtiere.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading" id="die-mahd-eine-wichtige-arbeit-fur-den-erhalt-der-wiesen">»Die Mahd &#8211; eine wichtige Arbeit für den Erhalt der Wiesen«</h2>



<p>Mitte Juni haben die meisten Blumen und Gräser ihre Samen mit Hilfe des, für die Berglandschaft typisch vorherrschenden Windes ausgestreut. Für einen Teil der Wiesen ist es nun Zeit für die Mahd. Doch bestimmte Wiesen-Inseln, auf denen der Artbestand noch etwas Zeit für die Fortpflanzung braucht, dürfen stehen bleiben. Hier wird der gewöhnliche Teufelsabbiss noch von den fleißigen Nektarsammlern besucht und bestäubt und die Schmetterlinge finden noch genügend Plätze für die Eiablage. Wie die Orchideen stehen auch der Teufelsabbiss, die Kugelige Teufelskralle, Mücken-Händelwurz, Großer Wiesenknopf und weitere 20 Pflanzen, die wir in diesem Schutzgebiet finden können, auf der Roten Liste. Ende August ist es auch für die letzten Wiesen Zeit für den pflegenden Schnitt.</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-4-1024x527.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Im Hochsommer sind viele Pflanzen schon verblüht. Die Zeit der Mahd steht bevor.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading" id="warum-die-pflege-der-bergwiesen-so-wichtig-ist">»Warum die Pflege der Bergwiesen so wichtig ist«</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683"/><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Kleewidderchen halten sich tapfer an den Grassamen fest während der Wind durch die Wiese fegt.</figcaption></figure></div>


<p>Gerade Bergwiesen benötigen regelmäßige Pflege, damit die Pflanzen im Folgejahr wieder zahlreich und in voller Pracht gedeihen können. Dazu gehört in erster Linie die Mahd. Also das Mähen der Grünfläche. Wiesenpflanzen besitzen nämlich die erstaunliche Fähigkeit zur völligen Regeneration. Damit vertragen es die Gewächse nicht nur jedes Jahr „abrasiert“ zu werden, sie benötigen diese Maßnahme sogar zwingend! Anschließend treiben sie von Grund auf neu aus und werden so groß und stark wie zuvor. Alle Parzellen um Hohegeiß werden einmal im Jahr gemäht. Allerdings nicht alle gleichzeitig. Der Termin für den Schnitt richtet sich immer nach den vorhandenen Arten und deren Lebenszyklus, besonders derjenigen, die auf der Roten Liste stehen. Auch das Wetter spielt für den richtigen Zeitpunkt eine große Rolle. So findet die Mahd erst dann statt, wenn die Fläche ohne Schäden an der Vegetation und dem Boden, durchgeführt werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="besonderheiten-der-beweidung">»Besonderheiten der Beweidung«</h2>



<p>Einige Wiesen können wegen ihrer Lage, z.B. bei extrem steilen Hängen oder unebenem Boden, nicht mit Maschinen gemäht werden. Hier kommt die extensive Beweidung, durch Rinder und Schafe, zum Tragen. Ein Vorteil der Beweidung gegenüber der Mahd liegt darin, dass es, durch den selektiven Fraß der Tiere, für die kleinen Wiesenbewohner weiterhin genügend Rückzugsmöglichkeiten gibt. Dadurch finden Tagfalter und andere Insekten immer noch ausreichend Pflanzen zum Saugen des energiespendenden Nektars und für ihre Eiablage. Ab Mitte Juni können wir deshalb auch Weidetiere auf den Grünflächen rund um Hohegeiß beobachten.</p>



<p>Aber zur Pflegemaßnahme gehört auch das Zurückschneiden oder Entfernen von Buschwerk, damit der Wald die Gebiete nicht wieder zurückerobert und den empfindlichen Blumen den Platz zum Wachsen und den Zugang zum lebenswichtigen Sonnenlicht verwehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ein-netz-zum-schutz-der-biodiversitat">»Ein Netz zum Schutz der Biodiversität«</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5445" width="512" height="768" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2-683x1024.jpg 683w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2-334x500.jpg 334w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2-100x150.jpg 100w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2-768x1151.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-08-inseln-der-vielfalt/bergwiese_hohegeiss-2.jpg 853w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Braune Feuerfalter aus der Familie der Bläulinge. Sie<br>ist mit über 100 Arten in Europa vertreten.</figcaption></figure></div>


<p>Das Naturschutzgebiet bei Hohegeiß gehört zum Netz „Natura 2000“, welches 1992 von der Europäischen Union errichtet wurde. Durch den Verbund einzelner FFH-Gebiete (Flauna-Flora-Habitat-Gebiete) soll ein länderübergreifender Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten, sowie deren natürlicher Lebensräume gewährleistet werden. Außerdem dient es dazu, das von der EU beschlossene Ziel, den Schutz der biologischen Vielfalt von Arten und Lebensräumen, umzusetzen.</p>



<p>Das FFH-Gebiet &#8222;Bergwiesen und Wolfsbachtal bei Hohegeiß&#8220; trägt mit insgesamt 244 ha zu diesem Schutz bei. Davon sind ca. 82,8 ha im Besitz der Niedersächsischen Landesforsten, was ca. 34% der gesamten FFH-Gebietsfläche entspricht. Die anderen Flächen befinden sich größtenteils in Privatbesitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="kleinod-im-sudharz">»Kleinod im Südharz«</h2>



<p>Das FFH-Gebiet um Hohegeiß hat aber mehr zu bieten als nur die schützenswerten Bergwiesen. Auch die Wälder ringsum enthalten vielfältige Biotoptypen, die Seltenheitswert besitzen. Der Luchs frequentiert das Gebiet und es wird vermutet, dass es hier ein oder mehrere Wildkatzenreviere gibt.</p>



<p>Für interessierte Besucher wurde ein informativer Rundweg über die Bergwiesen mit ca. 3 km Länge angelegt. Von der Geschichte bis zum Artenbestand kann man auf Infotafeln viel erfahren.</p>



<p>Aus meiner Sicht ist es im Südharz gelungen, ein Gebiet mit unterschiedlichsten Lebensräumen und &#8211; formen unter Schutz zu stellen und mit schonenden Eingriffen durch den Menschen zu erhalten. Auch wir Besucher tragen für den Erhalt eine große Verantwortung. Trittschäden können nachfolgende Pflanzengenerationen, besonders bei Orchideen, zerstören. Daher sollten wir das in Naturschutzgebieten generell geltende Wegegebot einhalten. Doch gerade um Hohegeiß finden wir immer wieder Bänke am Rand der Bergwiesen, bei denen wir kurz innehalten und die Atmosphäre dieser besonderen Landschaft auf uns wirken lassen können. Von diesen Standorten aus, haben wir auch einen wunderschönen Blick auf die Vielfalt der vor uns liegenden Bergwiese.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/ilsetal_fotografin-anni-wilhelm-1024x424.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Anni Wilhelm widmet sich seit einigen Jahren in ihrer Freizeit der Naturfotografie, kleinen Lebewesen, wie Insekten, Vögeln und anderen Tieren, die in europäischen Gebieten zu finden sind. Aber auch verschiedene Lebensräume mit besonderen Pflanzenarten und Landschaften faszinieren die Nürnbergerin. Mehr dazu unter <a href="http://www.anniwilhelm.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.anniwilhelm.de</a>.</figcaption></figure></div>


<p>Die Fotos in diesem Beitrag entstanden mit Genehmigung des Niedersächsischen Forstamts Lauterberg. Für dessen Unterstützung und die des für dieses Gebiet zuständigen Försters für Waldökologie möchte ich mich herzlich bedanken.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text und Fotos: Anni Wilhelm</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/faszinierende-inseln-der-vielfalt-bergwiesen-von-hohegeiss-im-suedharz/">Faszinierende Inseln der Vielfalt: Bergwiesen von Hohegeiß im Südharz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frühling im Tal, Neuschnee auf dem Brocken</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/brocken-fruehling-und-neuschnee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 14:49:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg von Bad Harzburg zum Torfhaus erwartete den Wanderer am 4. Mai dieser reizvolle Kontrast. Während am Marienteich der Frühling Einzug&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/brocken-fruehling-und-neuschnee/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/brocken-fruehling-und-neuschnee/">Frühling im Tal, Neuschnee auf dem Brocken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><i><span data-contrast="auto">Auf dem Weg von Bad Harzburg zum Torfhaus erwartete den Wanderer</span></i><i><span data-contrast="auto"> am 4. Mai dieser reizvolle Kontrast. Während am Marienteich der Frühling Einzug hielt, war auf dem Brocken im Harz Neuschnee gefallen.</span></i></p>



<p><span data-contrast="auto">Die beiden Standorte von denen die Bilder gemacht wurden, lagen nur wenige Schritte voneinander entfernt. Für das Bild vom Brocken hat der Fotograf Heinz-Helmut Heidenbluth allerdings mit Teleobjektiv gearbeitet.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Der Weg von Bad Harzburg (Parkplatz&nbsp;Taternbruch) zum Marienteich führt überwiegend leicht bergauf, zunächst durch das&nbsp;Radautal, dann durch das sehr schöne Tal der Baste</span><span data-contrast="auto">, in dem immer wieder kleine Wasserfälle auftauchen. Vom Marienteich sind es nur wenige Minuten bis zur Marienteichbaude. Dazu muss man allerdings die vielbefahrene B4 überqueren.</span></p>



<p><span data-contrast="auto">Der 120 Meter breite und etwa genauso lange Marienteich, der durch einen aufgeschütteten Damm entstanden ist</span><span data-contrast="auto">, wird durch den Marienbach gespeist.</span><span data-contrast="auto"> Er entspringt im südlich gelegenen Hochmoor Marienbruch.</span></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="370" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich-1024x370.jpg" alt="" class="wp-image-5288" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich-1024x370.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich-500x180.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich-150x54.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich-768x277.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05_fruehling-und-neuschnee/marienteich.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text und Gestaltung: Michael und Jochen&nbsp;Hotop</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/brocken-fruehling-und-neuschnee/">Frühling im Tal, Neuschnee auf dem Brocken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der schönste Weg zum Brocken führt durch das Ilsetal</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/durch-das-ilsetal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2019 16:50:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herrliche, sonnenbeschienene Buchenwälder und ein munteres Flüsschen, das sich zwischen mächtigen Granitbrocken seinen Weg bahnt: Es gibt nur wenige Täler im Harz, die&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/durch-das-ilsetal/">Mehr</a></p>
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<p><em>Herrliche, sonnenbeschienene Buchenwälder und ein munteres Flüsschen, das sich zwischen mächtigen Granitbrocken seinen Weg bahnt: Es gibt nur wenige Täler im Harz, die so wildromantisch und abwechslungsreich sind. Zu recht hat Heinrich Heine dem Ilsetal in seiner »Harzreise« ein literarisches Denkmal gesetzt und darin auch die Sage von der Prinzessin Ilse anklingen lassen. Es ist der wohl schönste Weg zum Brocken, jedenfalls was den ersten Teil, die Wanderung durchs Ilsetal, angeht. Den weiteren Aufstieg zum höchsten Harzgipfel nehmen wir allerdings nicht in Angriff, sondern biegen hinter den Oberen Ilsefällen an der Roten Brücke ab zur Plessenburg. Von dort geht es über den Ilsestein zurück nach Ilsenburg.</em></p>



<p>Tausende machen sich im Laufe eines Jahres auf den Weg zum Brockengipfel, dem meistbesuchten Berg Deutschlands. Wie kommt man zum malerischen Heinrich-Heine-Wanderweg? Nach einer kurzen Fahrt durch den Luftkurort Ilsenburg, ist man schnell am Parkplatz »Erlebniswald Ilsetal« und folgt</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="769" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-1024x769.jpg" alt="" class="wp-image-5479" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-768x577.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_herbstmorgen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">An einem solchen Herbstmorgen kann Wandern wirklich glücklich machen.</figcaption></figure>



<p>für rund einen Kilometer auf einem angenehmen Fußweg der nichtöffentlichen Straße, vorbei an Hotels, Ferienhäusern und einem Wohnmobilstellplatz in üppiger Natur. Der Heinrich-Heine-Weg beginnt dann am Hotel »Am Ilsestein«.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Einmalige Lichtstimmung«</h2>



<p>Nun taucht man endgültig ein in ein Tal der Sagen und Mythen, genießt die Lichtstimmung in den Baumwipfeln und das Glitzern des Wassers. Der Weg führt etwa vier Kilometer am Ufer der Ilse entlang. Wer die Flussseite wechseln möchte, hat durch verschiedene Brücken immer wieder die Möglichkeit. Eine nahe, fest ausgebaute Talstraße wird gern von Mountainbikern genutzt sowie von Wanderern, die schnell voran kommen möchten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Rendezvous mit einer Wasseramsel«</h2>



<p>Wir dagegen bleiben dicht am Ufer, bewundern die erstaunlichen Felsformationen und freuen uns über die urwüchsige, manchmal wilde Natur, etwa, wenn drei bis vier Baumstämme mikado-mäßig übereinander liegen, darunter das tosende Wasser der Ilse.</p>



<p>An einer anderen Stelle wartet ein Fotograf geduldig auf ein Rendezvous mit einer Wasseramsel, die es hier zahlreich gibt. »Sie liebt es in der Ilse zu baden und nach Fliegenlarven zu tauchen», erzählt der Fotograf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Warum Waldspaziergänge so gesund sind«</h2>



<p>Die Natur mit ihren vielen Sinneseindrücken war nicht nur für Heinrich Heine eine Quelle der Inspiration, vor allem, wenn man wandernd unterwegs ist. Dies unterstreicht Goethe mit den Worten: »Nur wo du zu Fuß warst, da bist du wirklich gewesen.« Heinrich Heine ging im September 1824 zu Fuß von Göttingen über Northeim, Osterode, Clausthal und Goslar zum Brocken und ins Ilsetal. Die wohltuenden Wirkungen der Natur auf Körper, Geist und Seele entdecken heute zunehmend auch junge Leute wieder. Das zeigen uns die Begegnungen während unserer Tour durchs Ilsetal.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Der sagenumwobene Ilsestein«</h2>



<p>Einst &#8211; so geht die Sage – soll es auf dem mächtigen Gipfel des Ilsesteins eine Burg gegeben haben, in der ein König mit seiner lieblichen Tochter Ilse lebte und in die sich ein Junker verliebte. Eben diesen Junker hatte aber auch eine reiche, missgünstige Zauberin für ihre Tochter – bekannt für ihre bösen</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped alignwide essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" data-id="5506" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772.jpg" alt="" class="wp-image-5506" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_ilsestein-nah_1-e1645613004772-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="959" data-id="5478" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten.jpg" alt="" class="wp-image-5478" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten-150x112.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten-768x575.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_granitschichten-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Schnell ist man am üppig bewachsenen Ilsestein vorbeigelaufen, ohne überhaupt Notiz zu nehmen. Eine Nahaufnahme zeigt die geologisch interessante Schichtung des Granitfelsens.</figcaption></figure>



<p>Augen und ihre gehässigen Reden – als Mann erkoren. Mit ihrer ganzen Zauberkraft soll sie ein unbeschreibliches Unwetter herauf beschworen haben, so dass vom Brocken verheerende Wassermassen zu Tal stürzten und Klippe um Klippe sowie die Burg und ihre Bewohner hinab in die Tiefe rissen.</p>



<p>Mehrere Köhler sahen das grausige Schauspiel und bemerkten aber auch, als Ilse langsam hinabsank, dass eine mächtige Gestalt die Prinzessin aufhob und forttrug. Am Schluss der Sage heißt es dann: »Die holde Königstochter wohnt noch immer im Ilsestein, und vorzeiten hat sie mancher gesehen, wenn sie im schimmernden Gewande, die Krone auf den blonden Haaren, aus dem Felsspalt hervorgetreten ist. Dann hat sie sich im Wasser der Ilse gebadet und ist mit Sonnenaufgang wieder verschwunden.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped alignwide essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="853" data-id="5501" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander.jpg" alt="" class="wp-image-5501" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander-500x333.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander-1024x682.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_salamander-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="853" data-id="5500" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen.jpg" alt="" class="wp-image-5500" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen-500x333.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen-1024x682.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_eichhoernchen-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Nicht nur die Bäume machen einen wilden Wald aus, sondern auch die kleinen, im Laub verborgenen, Bewohner, wie hier der Salamander im Ilsetal. Das Eichhörnchen braucht sich keine Sorgen um seine Wintervorräte machen. (Fotos: Anni Wilhelm)</figcaption></figure>



<p>Alle aber, welche sich der Prinzessin keuschen Herzens nähern, überschüttet sie mit Wohltaten; demjenigen dagegen, der unreinen Herzens die Badende überraschen will, sprengt sie Wasser in die Augen und verwandelt ihn in eine alte, zottige Tanne.«</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Ein ganz Großer der Waldwirtschaft«</h2>



<p>Kurz hinter dem Ilsestein liegt der Zanthierplatz, eine kleine Lichtung mit einem Hinweis auf den im 18. Jahrhundert gelebten Oberforstmeister Hans Dietrich von Zanthier. Statt gleichgültig mit den Schultern zu Zucken, sollte man hier eigentlich eine Gedenkminute einlegen, denn Zanthier gründete in Ilsenburg die erste forstliche Lehranstalt Deutschlands und gilt als Wegbereiter moderner, nachhaltiger Waldbewirtschaftung (Foto siehe unten in der Bildergalerie).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5591" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mikado-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Natur spielt im Ilsetal Mikado.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">»Der Weg der Ilse zur Nordsee«</h2>



<p>Auf dem Weg durchs Ilsetal begleiten den Wanderer zahlreiche Hinweistafel. So erfahren wir, dass die Ilse im Brockenbett in 1000 Metern Höhe entspringt, nach etwa 30 Kilometern bei Börßum in die Oker mündet, die wiederum in die Aller fließt. Diese vereinigt sich bei Verden mit der Weser, so dass das Wasser der Ilse schließlich bei Bremerhaven in die Nordsee gelangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Die Unteren und Oberen Ilsefälle«</h2>



<p>Poetischer als Heinrich Heine in seiner »Harzreise« hat wohl kaum jemand dem Flüsschen Ilse gehuldigt: »Es ist unbeschreiblich, mit welcher Fröhlichkeit, Naivität und Anmut die Ilse sich hinunterstürzt über die abenteuerlich gebildeten Felsstücke, die sie in ihrem Laufe findet, sodass das Wasser hier wild emporzischt oder schäumend überläuft, dort aus allerlei Steinspalten, wie aus tollen Gießkannen, in reinen Bögen sich ergießt und unten wieder über die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen. Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft. Wie blinkt im Sonnenschein ihr weißes Schaumgewand!«</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped alignwide essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="960" data-id="5489" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle.jpg" alt="" class="wp-image-5489" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_untere-ilsefaelle-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="959" data-id="5486" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1.jpg" alt="" class="wp-image-5486" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1-150x112.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1-768x575.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_obere-ilsefaelle_1-790x593.jpg 790w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Die Unteren Ilsefälle (links) gehen nahtlos in die Oberen über.</figcaption></figure>



<p>Vor den Unteren Ilsefällen wechseln wir auf die Ostseite des Flüsschens. Der schmale Weg führt jetzt über kleine Felsstufen und wird auf 1200 Metern deutlich anspruchsvoller. Dabei gehen die Unteren Ilsefälle nahtlos in die Oberen über. Gut vorstellbar, dass die Ilse nach der Schneeschmelze im Frühjahr zu einem tosenden Ungeheuer wird, wie es einer der Wanderer formulierte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="422" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1-1024x422.jpg" alt="" class="wp-image-5493" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1-1024x422.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1-500x206.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1-150x62.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1-768x317.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sabine und Karsten Muhlert sind bereits zum 12. Mal hier. Sie kommen aus Hannover und wollen zum Brocken. Das Ilsetal ist einfach »traumhaft«, sagen sie.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped aligncenter essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="356" data-id="5483" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334-500x356.jpg" alt="" class="wp-image-5483" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334-500x356.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334-1024x730.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334-150x107.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334-768x547.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch-e1645610172334.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-medium"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="356" data-id="5484" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1-500x356.jpg" alt="" class="wp-image-5484" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1-500x356.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1-1024x730.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1-150x107.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1-768x547.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_mountainbiker-koch_1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Michael Koch fährt mit dem Mountainbike das Ilsetal hoch und biegt dann ab zur Plessenburg. Von dort geht es zum Ottofelsen und dann wieder zurück nach Ilsenburg, insgesamt 20 Kilometer. Koch: »Wo finden Sie sonst so viel Abwechslung und eine so super-klare Luft. Es macht einfach Riesenspaß.«</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="611" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274-1024x611.jpg" alt="" class="wp-image-5494" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274-1024x611.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274-500x298.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274-150x90.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274-768x458.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_wanderer_2-e1646294463274.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Maike Boß und Maximilian Lux sind zum ersten Mal im Harz und wollen hier eine Woche wandern. Sie kommt aus Bonn, er aus Chemnitz. Die beiden haben sich im letzten Jahr auf dem Jakobsweg kennengelernt.</figcaption></figure>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/ilsetal_fotografin-anni-wilhelm-1-1024x424.jpg" alt="" class="wp-image-5476"/><figcaption class="wp-element-caption">Anni Wilhelm fotografiert aus privatem Interesse die letzten Urwälder Deutschlands und will nach dem Ilsetal auch noch ins Bodetal. An ihrem ersten Tag hat Wilhelm, die in Nürnberg Software-Entwicklerin ist, den Brocken bei Sonnenaufgang erlebt, mit einem Wolkenmeer unter sich. »Fantastisch!«</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Kontrastprogramm«</strong></h2>



<p>Während der Weg durchs Ilsetal vor allem durch Buchenwälder geprägt ist, dominiert Richtung Plessenburg der Tannenwald. Immer wieder gibt es dabei reizvolle Ausblicke ins Ilsetal. Am Wegesrand zuweilen mächtige Granitfelsen.</p>



<p>Wer bei dem Namen Plessenburg eine Trutzburg, ein Felsennest, erwartet, wird enttäuscht. Der heimelige Flecken, der nach einem Herrn von Pleß benannt wurde, besteht aus einem Forsthaus sowie einem 1776 erbauten Jagdhaus, das heute als Waldgaststätte den Wanderer erfreut.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="928" height="1024" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-928x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5236" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-928x1024.jpg 928w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-453x500.jpg 453w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-136x150.jpg 136w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1-768x848.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_plessenburg_1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 928px) 100vw, 928px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein perfekter Tag an der Plessenburg.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">»Paternosterklippe mit einer malerischen Kulisse«</h2>



<p>Unser nächstes Ziel ist die Paternosterklippe. Um diese schön gelegene Felsattraktion zu erreichen, gehen wir von der Plessenburg zunächst ein Stück auf einer Forststraße nach Nordwesten, bis wir zu einem großen Wegekreuz gelangen. Von dort nehmen wir einen</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5487" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_paternoster-klippe.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zu den markanten Naturschönheiten des Ilsetals gehört auch die Paternosterklippe.</figcaption></figure>



<p>horizontal verlaufenden, sehr bequemen Pfad, bewundern die Drachenflieger und sehen zwischen den Bäumen ab und an den Brockengipfel. Der markante Fels der Paternosterklippe fällt sofort ins Auge und ergibt zusammen mit dem Herbstkleid der Buchen eine malerische Kulisse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Mit phantastischen Reizen geschmückt: Der Ilsestein«</h2>



<p>Nach weiteren zwei Kilometern Fußmarsch, sind wir schließlich am Ilsestein, den die Natur nach den Worten Heinrich Heines mit phantastischen Reizen geschmückt hat. Kann es wirklich sein, dass hier einmal eine Burg gestanden hat? Offensichtlich hatte auch Heinrich Heine 1824 seine Zweifel, denn er</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5477" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_gipfelkreuz-auf-ilsestein.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem 473 Meter hohen Ilsestein steht das wohl schönste Gipfelkreuz des Harzes.</figcaption></figure>



<p>schreibt: »Der Ilsefelsen ist ein ungeheurer Granitfelsen, der sich lang und keck aus der Tiefe erhebt. Von drei Seiten umschließen ihn die hohen, waldbedeckten Berge, aber die vierte, die Nordseite, ist frei, und hier schaut man in das unten liegende Ilsenburg und die Ilse, weit hinab ins niedere Land. Auf der turmartigen Spitze des Felsens steht ein großes eisernes Kreuz, und zur Not ist da noch Platz für vier Menschenfüße.«</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5583" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-11_durch-das-ilsetal/ilsetal_blick-auf-ilsenburg-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auch Heinrich Heine genoß schon die Aussicht vom Ilsestein – mit einem schönen Blick auf Ilsenburg.</figcaption></figure></div>


<p>Allerdings hat man auf dem Südharz des Ilsesteins bei Ausgrabungen wahrhaftig die Grundmauern einer Burg entdeckt. Vermutlich handelte es sich dabei aber lediglich um einen 1033 errichteten Turm mit einem Schutzwall. Anders als in der Sage durch eine böse Hexe, soll die Burg 1107 aber auf Geheiß des Papstes zerstört worden sein.</p>



<p>Voll praller Eindrücke machen wir uns auf den Rückweg vom 473 Meter hohen Ilsestein durch herrlichen Buchenwald zurück nach Ilsenburg, das auf einer Höhe von rund 300 Metern liegt.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>


<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#FFFFFF;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Ilsenburg lebt nicht nur vom Tourismus</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Neben dem Fremdenverkehr hat Ilsenburg auch eine lange Industrietradition, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, als in der Region Eisen gewonnen und verarbeitet wurde. Und heute? In dem Gewerbegebiet vor der Stadt sind Werke der ThyssenKrupp AG und der Ilsenburger Grobblech, einer Tochter der Salzgitter AG, ansässig.</p>
<p>In einem aktuellen Ranking der Größten Unternehmen Sachsen-Anhalts, belegt Thyssen mit über 1900 Mitarbeitern, davon 1000 in Ilsenburg, Platz 14, während die Salzgitter-Tochter mit knapp 800 Beschäftigten auf den 35. Platz kommt. »Wir haben in Ilsenburg die Vollbeschäftigung erreicht«, freut sich Bürgermeister Dennis Loeffke und geht auch für die kommenden Jahre von einer gleichbleibend guten Entwicklung aus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wanderung in Bildern:<br>Ilsenburg – Ilsetal – Ilsefälle &#8211; Rote Brücke – Plessenburg – Paternosterklippe – Ilsestein – Ilsenburg</h2>


<div style="min-height: 535px;; " class="ub_image_slider swiper-container wp-block-ub-image-slider" id="ub_image_slider_4659534b-6932-4fa9-a87d-2c368f6c1da9" data-swiper-data='{"speed":300,"spaceBetween":20,"slidesPerView":1,"loop":false,"pagination":{"el": null , "type": "bullets", "clickable":true},"navigation": {"nextEl": ".swiper-button-next", "prevEl": ".swiper-button-prev"}, "keyboard": { "enabled": true }, "effect": "slide","simulateTouch":false}'>
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		<title>»Hohegeiß: Die Hauptstadt der ältesten Bäume im Harz«</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/hohegeiss-aelteste-baeume-im-harz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 13:55:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sind Riesen aus einer längst vergangenen Zeit. Sie überragen mit ihren 50 Metern alle anderen Bäume im Wolfsbachtal bei Hohegeiß im südlichen&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/hohegeiss-aelteste-baeume-im-harz/">Mehr</a></p>
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<p><em>Es sind Riesen aus einer längst vergangenen Zeit. Sie überragen mit ihren 50 Metern alle anderen Bäume im Wolfsbachtal bei Hohegeiß im südlichen Harz. Die »Dicken Tannen« &#8211; wie sie genannt werden – sind mindestens über 300 Jahre alt, kommen aber langsam an ihre Altersgrenze. 18 von ihnen gibt es noch. Das Wolfsbachtal ist ein einzigartiges Biotop, in dem sich »kleine Urwälder« mit Bergwiesen abwechseln. Wer die absolute Stille sucht – nur unterbrochen durch das Klappern des Schwarzstorchs, das Klopfen des Spechts und das Gurren der Hohltaube – für den ist der etwa vier Kilometer lange Wanderweg ein Erlebnis der besonderen Art. Für Touristen, die die Geheimnisse des Waldes erkunden wollen, ist Hohegeiß ein »Geheim-Tipp«. Das wird in einem Gespräch mit dem dortigen Revierförster Matthias Lüttgau deutlich.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-1024x768.jpg" alt="Knorrige Äste" class="wp-image-5466" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_knorrige-aeste.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>In den knorrigen Ästen finden Spechte einen reich gedeckten Tisch – kleine Raupen und andere Insekten.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="im-tal-der-dicken-tannen-hohegeiss-im-harz">Im Tal der Dicken Tannen: Hohegeiß im Harz</h2>



<p>Die Riesen des Wolfsbachtals, von denen es 1893 noch 119 (1978 noch 58) gab, sind über eine Fläche von vier Hektar verstreut. Ihr genaues Alter, so Matthias Lüttgau, läßt sich nicht eindeutig bestimmen. Sie könnten sogar bis zu 400 Jahre alt sein.</p>



<p>Wenn man von »Dicken Tannen« spricht, sei das eigentlich nicht ganz korrekt. Der Volksmund verwende für die Fichten des Harzes häufig den Begriff Tanne und ältere Harzer hätten die Fichte zuweilen als Rottanne bezeichnet.</p>



<p>Sind die »Dicken Tannen« die höchsten Bäume des Harzes? Lüttgau will sich nicht festlegen. »Auf jeden Fall die ältesten.« In Westerhof zwischen Seesen und Gandersheim habe es auch einmal ziemlich hohe Tannen gegeben. »Ob die Exemplare in Hohegeiß höher sind, hat wohl noch niemand gemessen.«</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5467" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_talblick.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Obwohl die »Dicken Tannen« im Tal stehen, überragen sie gleichaltrige Bergahorne, Buchen, Eschen und Ulmen um ein ganzes Stück. Dies wird besonders deutlich, wenn die Laubbäume keine Blätter haben.</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading" id="bis-zu-5-meter-umfang">»Bis zu 5 Meter Umfang«</h2>



<p>Obwohl die Dicken Tannen von Hohegeiß im Harz tief im Wolfsbachtal stehen, überragen sie die gleichaltrigen Bergahorne, Buchen und Eschen um ein ganzes Stück. Die stärksten haben einen Umfang von fünf Metern. Offensichtlich ist es ihnen gelungen, die letzten Orkane unbeschadet zu überstehen…. »Leider nicht«, entgegnet Lüttgau, »auch beim Sturm ›Friederike‹ sind wieder welche umgebrochen. Die Fichten sind inzwischen an einer Altersgrenze angelangt.« Manche würden dann in der Förstersprache »innen ein wenig rotfäulig« sagen. Auslöser können zum Beispiel der Hallimasch-Pilz oder an jüngeren Fichten das Rotwild durch Schälen der Rinde sein. Andererseits habe es bei Friederike auch einen kerngesunden Baum mit wunderbar weißem Holz erwischt. »Er wurde bei einer starken Böe regelrecht abgedreht.«</p>



<p>Das ein trocken gewordener Riese fällt, dazu braucht es zuweilen nicht mal einen Sturm. Lüttgau: »Ich saß an einem windstillen Sommertag mit meiner Frau auf der Terasse, als eine dicke Fichte umgefallen ist. Es krachte dermaßen, dass man es bis hinauf nach Hohegeiß spüren konnte. Ich bin dann sofort ins Tal gefahren, um nachzusehen.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="uraltes-prachtexemplar">»Uraltes Prachtexemplar«</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_dicke-tanne-375x500.jpg" alt="" class="wp-image-5462" width="375" height="500" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_dicke-tanne-375x500.jpg 375w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_dicke-tanne-768x1024.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_dicke-tanne-113x150.jpg 113w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_dicke-tanne.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px" /><figcaption>Auch nach 300 Jahren von der Spitze bis zum Boden noch ein volles Nadelkleid.</figcaption></figure></div>


<p>Aber es gibt durchaus noch kerngesunde, uralte Fichten. So steht am Eingang des Wolfsbachtals in der Nähe des Hotel-/Restaurants »Wolfsbachmühle« ein wunderschönes Exemplar, das von der Spitze bis zum Boden ein herrliches Nadelkleid trägt. Von der einen Seite hat man einen überraschenden Blick auf das arm-dicke Astwerk, ein Lieblingsplatz der Spechte, die hier einen reich gedeckten Tisch vorfinden.</p>



<p>Ein Förster wie Lüttgau, der für insgesamt 1620 Hektar Wald verantwortlich ist, kennt natürlich den Grund für das prächtige Nadelkleid: Die Fichte wird früher als Solitärbaum auf einer Wiese gestanden haben, kriegte immer genügend Licht und konnte sich ohne den Konkurrenzdruck anderer Bäume gut entwickeln. Den Fichten, die ja eigentlich sauren Boden lieben, bekommt es ganz gut, dass sie in einem Mischwald stehen. Der Laubfall sorgt für ein reichhaltiges Nährstoff-Spektrum.</p>



<p>Wie kommt es, dass die Fichten nie auf dem Radarschirm der Sägewerke gelandet sind? Das Tal, vermutet Matthias Lüttgau, ist im 17. und 18. Jahrhundert noch unzugänglich gewesen, zumal der Abtransport von Stämmen damals mit Pferden erfolgte. Später seien sie für die Holzwirtschaft dann uninteressant geworden, da sie aufgrund ihres Umfangs nicht mehr in das Sägegatter passten. Irgendwann sei dann jemand auf die Idee gekommen, die Bäume unter Schutz zu stellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="pflege-des-okologischen-erbes">»Pflege des ökologischen Erbes«</h2>



<p>Für wertvolle Lebensräume wie das Wolfsbachtal sind Schutzmaßnahmen eine Selbstverständlichkeit. So dachte 1989 auch der Landkreis Goslar und erklärte das Gebiet »Dicke Tannen« wegen seiner »Seltenheit, Eigenart und Schönheit« zum Naturdenkmal. »Leider wurde diese Entscheidung 2008 wieder zurückgenommen«, bedauert Lüttgau, »da die Sicherung der Wanderwege etwa vor herabfallenden Ästen den Landkreis viel Geld gekostet hat.« Heute liege die Schutzfunktion wieder bei der Forstverwaltung.</p>



<p>Revierförster &#8211; das ist eine ihrer Hauptaufgaben – gehen leicht und locker mit Fachbegriffen wie Prozessschutz, FFH-Richtlinie, Landschaftsschutzgebiet Harz, Hotspot und Natürliche Waldentwicklung um. Für den Außenstehenden ist es da nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten. Welche dieser Maßnahmen sind nun für das Wolfsbachtal von Bedeutung, Herr Lüttgau? Auf europäischer Ebene greift zunächst die FFH-Richtlinie, nach der Pflanzen (Flora), Tiere (Fauna) und Lebensräume (Habitate) geschützt werden können. Und auf Landkreisebene gibt es die Verordnung »Landschaftsschutzgebiet Harz«. Aus Sicht von Matthias Lüttgau aber hat das Programm der Landesforsten »Natürliche Waldentwicklung 10« einen sehr hohen Stellenwert. Die Gebiete, die durch dieses Programm geschützt sind, werden nicht mehr angetastet. Hier herrscht im Fachjargon »absoluter Prozessschutz«, das heißt, es finden keinerlei forstliche Maßnahmen mehr statt. Umgefallene Bäume bleiben einfach liegen, abgestorbene einfach stehen. Lediglich Wanderwege werden geräumt und vor herabfallenden Ästen bewahrt, genauso Bachläufe, damit das Wasser nicht angestaut wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5465" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_gefallene-riesen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wild und mystisch geht es im Wolfsbachtal zu. Das Totholz der gefallenen Riesen ist heute der Lebensraum, zum Beispiel für Bakterien, Moose, Pilze und viele Kleintiere.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-schutzenswerteste-hiess-fruher-hotspot">»Das Schützenswerteste hieß früher Hotspot«</h2>



<p>Matthias Lüttgau gehört zu denjenigen, die den flächendeckenden Prozessschutz eines ausgesuchten Gebiets – früher wurden nur Einzelbäume und Baumgruppen unter Schutz gestellt – von Anfang an befürwortet haben. »So entsteht in der Alterungs- und Zerfallphase des Waldes ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.« Einen konsequenten Prozessschutz könne man heute an vielen Stellen des Harzes beobachten. Die 4,2 Hektar große Habitat-Baumfläche im Wolfsbachtal sei im übrigen der Grund für die enorme Artenvielfalt dieses Lebensraumes. Lüttgau: »Früher hätte man für eine derartige Fläche den Begriff ›Hotspot‹ verwendet, als Umschreibung für das Höchste, Schützenswerteste überhaupt.«</p>



<p>Kommt es durch den Prozessschutz nicht zu Konflikten mit der Holzwirtschaft und zu Einnahmeverlusten beim Fiskus? Für Matthias Lüttgau ist diese Sichtweise nicht stichhaltig. Es gibt, so der Revierförster, überall genügend Waldflächen, die forstwirtschaftlich genutzt werden können. Und die Niedersächsischen Landesforsten, die in Braunschweig ansässig sind, hätten bei der Erreichung der Umsatzziele durchaus auch den Naturschutz im Auge. Die Forderung, eine bestimmte Prozentzahl des Waldes unter Schutz zu stellen, sei ja aus dem Landtag gekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="50-gefahrdete-pflanzenarten">»50 gefährdete Pflanzenarten«</h2>



<p>Als Förster ist Matthias Lüttgau immer wieder begeistert von der Artenvielfalt des Wolfsbachtals: »Es ist sozusagen ein Nationalpark im Kleinen. Spechte finden hier Insekten im Übermaß und in alten Spechthöhlen brütet dann wiederum die Hohltaube. In kaum einer Ecke des Harzes gibt es so viele Buntspechte wie hier.« Durch die Bergwiesen und vielen Bäche sei auch der Schwarzstorch gern im Revier und als ganz seltener Gast der Wanderfalke, dessen Brutplätze Lüttgau aber aus gutem Grund nicht verraten will.</p>



<p>Ins Schwärmen gerät der Revierförster auch, wenn er auf die Vielzahl an seltenen Pflanzenarten zu sprechen kommt, darunter die Mondviole von der roten Liste. Sie fühlt sich in feuchten Bachtälern besonders wohl und hat ein mondförmiges Blatt, das im Herbst einen transparenten, silbrigen Ton annimmt. Auf den Bergwiesen von Hohegeiß findet man 50 weitere gefährdete Pflanzenarten, darunter sechs verschiedene Orchideenarten sowie Arnika, Trollblume, Bärwurz, Storchenschnabel, Feuerlilie und Herbstzeitlose.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-5471" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle-1024x686.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle-500x335.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle-150x101.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle-768x515.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_wolfsbachmuehle.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Idylle pur: Das Waldgasthaus Wolfsbachmühle.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="blickfang-wolfsbachmuhle">»Blickfang: Wolfsbachmühle«</h2>



<p>Der Name des Wolfsbachtals und des Wolfsbergs erinnern daran, dass es hier vor rund 250 Jahren noch Wölfe gab. Lüttgau: »Der letzte wurde 1756 zwischen Hohegeiß und Zorge erlegt.«</p>



<p>Wer im Ortskern von Hohegeiß seine Wanderung beginnt, kann nach etwa 800 Metern im Waldgasthaus »Wolfsbachmühle« einkehren – weltentrückt in einer Idylle pur. Für die hier gebotene Hausmannskost findet Matthias Lüttgau nur lobende Worte (»Super-Essen, nette Bedienung, reelle Preise«). Auch Forelle und Wild ständen manchmal auf der Karte.</p>



<p>Das Gebäude sei kurz nach 1700 erbaut und 200 Jahre lang als Getreidemühle betrieben worden. Seit der Stilllegung wird es als Hotel und Ausflugsgaststätte genutzt.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5110" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-09_begegnung-in-zorge/hohegeiss.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auf dem ausgeschilderten Rückweg nach Zorge kommen wir nach einem Abstecher zur Schutzhütte »Nordhäuser Blick« an eine Stelle, wo im Nordosten auf einem Hochplateau Hohegeiß (Foto) zu sehen ist.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="durch-den-tourismus-ist-hohegeiss-gut-ausgelastet">»Durch den Tourismus ist Hohegeiß gut ausgelastet«</h2>



<p>Wodurch zeichnet sich Hohegeiß heute aus? Matthias Lüttgau muss nicht lange überlegen: Es ist mit 1000 Einwohnern der mit 642 Metern höchstgelegene Kur- und Wintersportort im Harz. Ein altes Bergdorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, von dem man weit ins Thüringer Bergland schauen kann.</p>



<p>Hohegeiß lebe heute überwiegend vom Tourismus, von Menschen, die die Stille der Natur genießen wollen, wandern oder Mountainbiken. Eine Zeit lang sei der Ort auf einem absteigenden Ast gewesen. Dies habe sich nach der Grenzöffnung durch das größere Einzugsgebiet – Halle, Leipzig und vor allem Thüringen – aber geändert. Lüttgau: »Ferienwohnungen und Hotels sind jetzt wieder ganz gut ausgelastet. Und: Immer mehr Holländer legen sich hier ein Häuschen zu.« Ob dies bereits mit der Angst der Küstenorte vor dem Klimawandel oder eher mit den günstigen Hauspreisen zusammenhängt, lässt Lüttgau dahingestellt. Zu einem Punkt äußert er sich in diesem Zusammenhang aber dennoch: »Während sich viele im Flachland über das heiße Sommerwetter beklagt haben, ist es in Hohegeiß drei bis vier Grad kühler und damit erträglicher gewesen.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="panoramic-nicht-alle-wunsche-sind-in-erfullung-gegangen">»Panoramic: Nicht alle Wünsche sind in Erfüllung gegangen«</h2>



<p>Nicht immer gehen im Tourismus alle Wünsche in Erfüllung. Als das Panoramic-Hotel 1972 in Hohegeiß gebaut wurde, so Lüttgau, habe man dem Ort sozusagen als Gegenleistung ein Kurhaus versprochen. »Die heutige Realität hat mit den Hoffnungen von damals allerdings nur noch wenig zu tun. Das Kurhaus war lange geschlossen. Inzwischen hat sich ein neuer Pächter gefunden. &nbsp;Einer der beiden Türme des Panoramic ´s beherbergt heute Ferienwohnungen, der andere wird zwar als Hotel genutzt, hat aber mehrere Verwalterwechsel hinter sich. Das ist sehr schade, zumal der Komplex vor einem herrlichen Waldpanorama steht. Von den oberen Etagen hat man einen tollen Blick über den Harz«, findet Matthias Lüttgau und hofft auf eine erfolgreichere Zukunft mit nachhaltigen Ideen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wanderungen-auf-der-alten-bobbahn">»Wanderungen auf der alten Bobbahn«</h2>



<p>Rund um Hohegeiß gibt es eine Vielzahl interessanter Wanderwege. Zum Beispiel auf der alten Bobbahn, wo nach 1900 mit dem Rodelschlitten sogar Wettbewerbe ausgetragen worden sind. Sie liegt im Südosten von Hohegeiß und reicht fast bis nach Zorge hinunter.</p>



<p>Sehr beliebt ist auch der sogenannte Briefträgerweg, den der Postzusteller von Braunlage kommend genutzt hat. Die Zeit vergeht der Name Briefträgerweg ist geblieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="blick-bis-zum-eichsfelder-dom">»Blick bis zum Eichsfelder Dom«</h2>



<p>Wann hat Matthias Lüttgau, der aus Vienenburg stammt, sein Herz für Hohegeiß und den Wald entdeckt? Eine Geschichte sei ihm immer plastisch in Erinnerung geblieben. Als Neunjähriger habe er gemeinsam mit Vater, Mutter und zwei Bekannten aus Düsseldorf die dickste Tanne des Wolfsbachtals umarmt. Außerdem sei er ein paarmal mit der Schule in Hohegeiß gewesen. »Vermutlich ist meine Begeisterung für den Wald in dieser Zeit entstanden.«</p>



<p>Wenn Lüttgau auf der Terrasse seines Forsthauses steht, schweift sein Blick nicht nur über herrliche Bergwiesen, sondern er kann als kleinen Punkt am Horizont auch den etwa 60 Kilometer entfernten Eichsfelder Dom in Mühlhausen sehen.</p>


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<figure class="aligncenter size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="375" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-500x375.jpg" alt="" class="wp-image-5464" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2018-10_hauptstadt-der-aeltesten-baeume/hohegeiss_foersterbuero.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption>Revierförster Matthias Lüttgau in seinem Försterei-Büro.</figcaption></figure></div>


<p>Die Herausforderungen in der Revierförsterei sind alles andere als einfach. In diesem Jahr mußten aufgrund von Sturmschäden rund 12 500 Festmeter Holz sowie aufgrund der Trockenheit 20 000 Festmeter »Borkenkäferholz« bewegt werden. Dies entspricht einem dreijährigen Jahreseinschlag. Während Lüttgau früher mit eigenen Leuten gewirtschaftet hat, werden die Arbeiten heute mit Lohnunternehmern erledigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="rotwild-hat-sich-stark-vermehrt">»Rotwild hat sich stark vermehrt«</h2>



<p>Zur Hege und Pflege der forstwirtschaftlichen Flächen gehört auch die Beobachtung des Wildbestandes. So habe sich im Besonderen das Rotwild in den letzten Jahren in seinem Revier stark vermehrt. Jedes Jahr müßten daher 80 bis 100 Stück erlegt werden. Die Vermarktung des Wildbrets erfolge über das Forstamt in Bad Lauterberg. Es werde überwiegend an Wildhändler verkauft, aber auch Privatleute kämen durchaus zum Zug. Sie würden das Wildbret in Zorge abholen, wo es eine spezielle Kühlkammer gebe.</p>



<p>Lüttgau macht dabei gleichzeitig deutlich, dass es ihm bei der Dezimierung des Bestandes um die Vermeidung von Wildschäden gehe. »Wir brauchen das Rotwild, wollen nur etwas weniger haben. Ein Wald ohne Wild ist kein Wald!«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="mountainbike-rennen-mit-250-teilnehmern-im-revier">»Mountainbike-Rennen mit 250 Teilnehmern im Revier«</h2>



<p>Mountainbike-Fahrer stören Matthias Lüttgau nicht. »Sie sind leise und machen keinen Dreck«, bringt er das Problem mit einem Satz auf den Punkt, »und sie fahren nur auf bestimmten Waldwegen.« Im Frühjahr habe es in seinem Revier sogar ein Mountainbike-Rennen mit 250 Teilnehmern gegeben. »Alles, was nicht stinkt und knattert, unterstützen wir gern.« Er ist froh, dass im Gegensatz zu anderen Ecken des Harzes die Wanderer in Hohegeiß nur ganz selten durch Motoren-Lärm belästigt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="besser-als-drei-jahre-biologie-unterricht">»Besser als drei Jahre Biologie-Unterricht«</h2>



<p>»Eine Stunde mit einem Revierförster im Wald ist effektiver als drei Jahre Biologie-Unterricht, wenn es um das Verstehen von ökologischen Zusammenhängen geht«, möchte man nach dem Gespräch mit Matthias Lüttgau ausrufen. Den Jugendlichen die Natur wieder näher zu bringen, sieht Lüttgau als wichtige Aufgabe. In Hohegeiß gebe es mehrere Landschulheime und man mache auch bei dem Projekt »Erlebnistage Harz« mit. Der Revierförster berichtet von einer Schulklasse aus Brudstadt in Bremen. »Die jungen Menschen waren im Dunkeln noch nie im Wald. Das war für sie ein besonderes Erlebnis, das sie nicht vergessen werden.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="bergwiesen-das-charakteristische-von-hohegeiss-im-harz">»Bergwiesen: Das Charakteristische von Hohegeiß im Harz«</h2>



<p>Wie ein roter Faden tauchen die »Bergwiesen« im Gespräch mit Matthias Lüttgau immer wieder auf. »Sie sind das Charakteristische von Hohegeiß«, sagt er und verweist darauf, dass in Richtung Nordhausen alle Wiesen erhalten geblieben sind. Auch in St. Andreasberg und Clausthal-Zellerfeld gebe es viele Wiesen, die naturnah bewirtschaftet werden.</p>



<p>Da viele Bergwiesen aufgrund ihrer Hanglage nicht befahren und gemäht werden können, werden sie in Hohegeiß – so wie eh und je – mit Kühen und Ziegen abgeweidet. »Im Besonderen Ziegen«, schwärmt Lüttgau, »machen ›reinen Tisch‹.« Auch junge Ahornbäume verschmähten sie nicht. Nur so ließen sich die Wiesen in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.</p>



<p>Aber es gibt auch andere Flächen, die zwingend von Kühen abgegrast werden müssen. Lüttgau zeigt auf eine Wiese auf der sechs verschiedene Orchideenarten zuhause sind. »Die Kühe fressen genau die Pflanzenarten heraus, die die Orchideen sonst verdrängen würden«, erläutert er. Insgesamt gebe es auf dieser Fläche 11 bedrohte Pflanzenarten, die auf der roten Liste stehen. Und begeistert fügt er hinzu: »Eine dolle Sache wie die Natur das regelt.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="bergwerks-pingen-als-fledermaus-quartiere">»Bergwerks-Pingen als Fledermaus-Quartiere«</h2>



<p>Dass im Wolfsbachtal früher nach Eisenerz gegraben worden ist, davon zeugen einige alte Bergwerks-Pingen – bis zu 20 Meter lange Gänge. Sie sind heute vergittert, weil sie von Fledermäusen als Winterquartiere genutzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ein-comeback-fur-den-harz">»Ein Comeback für den Harz«</h2>



<p>»Das geheime Leben der Bäume« schaffte es auf Platz 1 der Bestseller-Listen. Zeitschriften springen auf den Trend auf und bringen lange Geschichten über den »Kraftort Wald«, ja es ist sogar die Rede vom »Wald baden«. Für Matthias Lüttgau ist das alles kein Zufall: »In Zeiten von Digitalisierung und zunehmender Beschleunigung sehnen sich die Menschen nach Stille und Natur, um wieder zur Besinnung und zur Achtsamkeit zu finden. Auch die Jüngeren werden die Liebe zum Wandern und zum Naturerlebnis wieder entdecken. Davon bin ich überzeugt. Der Harz steht vor einem Comeback.«</p>



<p><strong>Text, Fotos und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>


<div class="su-box su-box-style-noise" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Infobox</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<h2>Wie der Name »Hohegeiß« entstand</h2>
<p>Es gab 1444 noch keinen Ort, als Mönche des 11,5 Kilometer entfernten Klosters Walkenried in der Waldeinsamkeit eine kleine Kirche errichteten und ihr den lateinischen Namen »Alta Capella« (»hohe Kapelle«) gaben. Generationen später wurde daraus »hohe Geiß«. Der Grund: »capella« stand im Lateinischen nicht nur für Kapelle, sondern auch für Geiß, also Ziege. Lateinschüler gaben bei der Übersetzung offensichtlich der Ziege den Vorzug. So prägt das Wappen von Hohegeiß statt der »hohe-geistlichen« Kirche heute der Ziegenbock.</p>
<h2>»Der Nonnenbanksweg«</h2>
<p>Nonnen und Mönche sind damals regelmäßig zur Kapelle hochgepilgert. Auf ihrem Weg standen zwei Bänke. Eine Bank für die Nonnen, die andere für die Mönche. »Sie durften natürlich nicht zusammen auf einer Bank sitzen«, schmunzelt Matthias Lüttgau. »Dass es so war, ich glaub&#8217;s nicht.« Den Weg gibt es immer noch. Er wird heute als Nonnenbanksweg bezeichnet.</p>
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