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	<title>Anziehungspunkte Archive &#8211; Harz Beat</title>
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		<title>Nicky Gardner: »Eine wunderschöne Reise mit der Schmalspurbahn«</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/wunderschoene-reise-mit-der-schmalspurbahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2025 08:32:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die dampfbetriebene Fahrt von Wernigerode über Drei Annen Hohne zum Brocken ist nicht nur die Touristenattraktion im Harz, sondern auch die wohl bekannteste&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/wunderschoene-reise-mit-der-schmalspurbahn/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/wunderschoene-reise-mit-der-schmalspurbahn/">Nicky Gardner: »Eine wunderschöne Reise mit der Schmalspurbahn«</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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<p class="has-large-font-size"><em>Die dampfbetriebene Fahrt von Wernigerode über Drei Annen Hohne zum Brocken ist nicht nur <strong>die </strong>Touristenattraktion im Harz, sondern auch die wohl bekannteste Strecke auf den höchsten Gipfel Norddeutschlands. Eher weniger bekannt ist die Fahrt von Nordhausen zum Brocken, von der die englische Eisenbahn-Expertin Nicky Gardner ganz begeistert ist.</em></p>



<p>Während die Brockenfahrt von Wernigerode etwa 1 Stunde und 40 Minuten dauert, sind es von Nordhausen mehr als drei Stunden. Im Besonderen den 90minütigen Abschnitt von Ilfeld nach Drei Annen Hohne bezeichnet Gardner als »wunderschön« und fügt hinzu: »Meiner Meinung nach ist dieser Teil der Strecke sogar noch schöner als der abschließende steile Aufstieg zum Gipfel.« Ihre Reportage erschien 2023 in der englischen Tageszeitung The Guardian. Der Anlass: Das 125jährige Jubiläum der Eröffnung der Bahnstrecke zum Brocken.</p>



<p>Für alle Strecken, die den Brocken einbeziehen, so Gardner, würden Premiumpreise verlangt. Andere Tarife seien dagegen deutlich günstiger. So gebe es Drei-Tage-Tickets zum Erkunden des gesamten Netzes für 69 Euro.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Bahnstrecke des Monats«</h2>



<p>Die Harzer Schmalspurbahnen haben es in der Guardian-Ausgabe vom 1. Februar 2023 zur »Bahnstrecke des Monats« geschafft. Nicky Gardner würzte ihre Reportage mit sehr persönlichen Eindrücken, vom Brockenschnaps bis zur Missbilligung der ersten Züge 1898 durch die literarische Elite und zitiert darüber hinaus einen Lokführer mit den Worten: »Wir sind nicht nur für die Touristen wichtig. Mit unseren ganzjährigen Verbindungen sind wir eine Lebensader für die abgelegenen Gemeinden in den Harzer Bergen.«</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos, Video und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="672" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-1024x672.jpg" alt="Bahnstrecken der HSB im Harz" class="wp-image-6421" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-1024x672.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-500x328.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-150x98.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-768x504.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-1536x1008.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-2048x1344.jpg 2048w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb-bahnstrecken-im-harz-1440x945.jpg 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bahnstrecken der HSB im Harz (Quelle: HSB)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls poster="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/ankunft-drei-annen-1_thumb1.jpg" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/ankunft-drei-annen-1.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center wp-element-caption has-small-font-size">Vom Bahnknotenpunkt Drei Annen Hohne geht es sowohl für die Züge aus Richtung Wernigerode als auch aus Nordhausen weiter zum Brocken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="680" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4-1024x680.jpg" alt="Dampflok Eisfelder Talmühle" class="wp-image-6430" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4-1024x680.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4-500x332.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4-768x510.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2025-02-nicky-gardeners-harzreise/hsb_eisfelder-talmuehle-2010-4.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein historischer Dampfzug hält an dem kleinen Bahnhof Eisfelder Talmühle. Hier sind Harzquer- und Selketalbahn verknüpft/verbunden. Der Bahnhof liegt in einem waldreichen Tal zwischen Nordhausen und Wernigerode und ist besonders bei Dampflok-Fans und Wanderern beliebt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Email aus Bad Zwischenahn</strong></h2>



<p>Natürlich bin ich begeistert, wenn in einer englischen Tageszeitung so positiv über die Harzer Schmalspurbahnen berichtet wird, denn in England gibt es ja noch viel mehr Eisenbahn-Fans als in Deutschland. Vermutlich wird die Reportage den einen oder anderen in den Harz locken.</p>



<p>Der klassische Harzquerbahn-Abschnitt von Nordhausen nach Drei Annen Hohne ist landschaftlich sicher reizvoll, ganz besonders ab Ilfeld, wenngleich nicht so idyllisch wie die Selketalbahn. Ob er schöner ist, als die Brockenbahn, ist Geschmackssache.</p>



<p>Die Aussage, dass die Bahn eine Daseinsfunktion für die Harzdörfer erfüllt, halte ich für längst (seit 1990) überholt, dazu ist sie mit 32 km/h auch zu langsam. Die Leute nutzen dank guter Straßen ihr Auto. Mag sein, dass man mal bei Schnee auf die Schiene wechselt, aber dann fahren auch meist keine Züge mehr.</p>



<p>Leider liegt die Selketalbahn immer im Schatten von Harzquer- und Brockenbahn. Je weniger Leute damit fahren, desto unattraktiver wird der Fahrplan: ein Teufelskreis trotz des attraktiven Ausgangspunktes Quedlinburg!</p>



<p class="has-text-align-right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong>Heinz-Helmut Heidenbluth</strong></p>
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		<title>Geheimtipp im November: Der Brocken</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/geheimtipp-im-november-der-brocken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 15:23:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter 800 Metern neblig und kalt, darüber sonnig und warm. Vom Brocken schaut man auf ein Wolkenmeer, aus dem Wurmberg, Achtermann und Torfhaus&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/geheimtipp-im-november-der-brocken/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/geheimtipp-im-november-der-brocken/">Geheimtipp im November: Der Brocken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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<p class="has-large-font-size"><em>Unter 800 Metern neblig und kalt, darüber sonnig und warm. Vom Brocken schaut man auf ein Wolkenmeer, aus dem Wurmberg, Achtermann und Torfhaus hervorlugen. Es sind sogenannte inverse Wetterlagen, die in manchen Wintern gar nicht so selten auftreten.</em></p>



<p>Als wir am 9. November dieses Ereignis miterleben durften, kündigte der Wetterbericht schon am Vortag im Harzvorland einen nebligen, grauen Tag an, mit dem Brocken als Sonnen-Insel. Wer also vom Torfhaus oder von Schierke aufgebrochen ist, wanderte den ganzen Tag im Sonnenschein.</p>



<p>Wir wissen nicht, ob die Erstsemester-Studenten der TU Clausthal, denen wir oben auf dem Brockenplateau begegnet sind, beim Brockenwirt eine Erbsensuppe und ein, zwei Bierchen genossen haben. Dem ersten Anschein nach waren alle gut drauf. So oder so hatten sie den richtigen Tag erwischt, hieß es doch früher, als die Sommer noch kühler waren: Clausthal ist nicht nur die höchstgelegene deutsche Universität, sondern auch die einzige Uni mit zwei Wintersemestern. Ein Bericht in Bildern.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos, Video und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="899" height="1024" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-899x1024.jpg" alt="Harzhotel auf Brocken" class="wp-image-6365" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-899x1024.jpg 899w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-439x500.jpg 439w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-132x150.jpg 132w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-768x875.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken-1024x1166.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/harzhotel-auf-brocken.jpg 1124w" sizes="(max-width: 899px) 100vw, 899px" /></figure>
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</div>



<p class="wp-caption-text">Das Brockenhotel und die Sendeanlagen, unter anderem für 13 Rundfunk- und drei Fernsehsender. Bild rechts: Der höchstgelegene Bahnhof aller dampfbetriebenen Schmalspurbahnen in Deutschland.</p>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-1024x576.jpg" alt="Brockenblick aufs Torfhaus" class="wp-image-6362" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-1536x864.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-2048x1152.jpg 2048w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-1440x810.jpg 1440w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-torfhaus-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-caption-text">Blick auf den Ort Torfhaus in sechs Kilometern Entfernung (leicht herangezoomt). Deutlich zu erkennen der neue Harzturm, dem mit 65 Metern höchsten Aussichtsturm Deutschlands. Er wurde vor einem Jahr eröffnet. An besonders klaren Tagen soll man vom Brocken sogar die Nordsee sehen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="402" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein-1024x402.jpg" alt="Brockenstein" class="wp-image-6364" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein-1024x402.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein-500x196.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein-150x59.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein-768x301.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenstein.jpg 1423w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-caption-text">Um ein Foto mit dem Brockenstein zu ergattern, muss man zuweilen schon mal Schlange stehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="679" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-1024x679.jpg" alt="Brockenblick auf Wurmberg-Turm" class="wp-image-6363" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-1024x679.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-500x332.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-150x99.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-768x509.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-1536x1019.jpg 1536w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-2048x1358.jpg 2048w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2024-11_brocken/brockenblick-wurmberg-turm-e1731850797268-1440x955.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-caption-text">Der Wurmberg-Turm bei Braunlage vor einem Meer aus Wolken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Per Email aus Braunschweig: Ein Erfahrungsbericht</h2>



<p>Sehr schöne Eindrücke vom höchsten Gipfel Norddeutschlands! Ein Wink mit dem Telegrafenmasten, da müssen wir auch mal wieder hoch! Vor weit mehr als 10 Jahren hatten wir ebenfalls so ein Erlebnis bei einem Büroausflug auf den Brocken kurz vor Weihnachten (ab Schierke mit der Brockenbahn hoch und zu Fuß bis Schierke runter).</p>



<p>Angekündigt waren auf dem Brocken ca. -10 Grad und wegen Wind gefühlt -20 Grad und all die Stubenhocker ohne feste Ausrüstung hatten sich bei Aldi noch schnell für kleines Geld Thermo-Hosen und Jacken besorgt. Und dann gab es eine Inversionswetterlage und auf dem Brocken war es sonnig und angenehm temperiert, viel angenehmer als unter der Wolkendecke in Bad Harzburg, Ilsenburg, Wernigerode etc.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Ulrich Hassels</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/geheimtipp-im-november-der-brocken/">Geheimtipp im November: Der Brocken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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		<title>Der &#8222;schnarchende&#8220; Goethe: Die wundersamen Schnarcherklippen zwischen Elend und Schierke</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/wundersame-schnarcherklippen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 14:17:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Herzen des Harzes, zwischen den malerischen Orten Elend und Schierke, verbirgt sich eine faszinierende geologische Formation, die als die Schnarcherklippen bekannt ist.&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/wundersame-schnarcherklippen/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-regular-font-size"><em>Im Herzen des Harzes, zwischen den malerischen Orten Elend und Schierke, verbirgt sich eine faszinierende geologische Formation, die als die Schnarcherklippen bekannt ist. Diese beiden imposanten Felstürme ragen etwa 25 bis 30 Meter hoch in den Himmel und sind nur etwa 20 Meter voneinander entfernt. Doch wie haben sie ihren eigenartigen Namen erhalten?</em></p>



<p>Der Legende nach entstehen zwischen den Klippen schnarchähnliche Geräusche, wenn der Wind aus einer bestimmten Richtung durch sie hindurchweht. Diese vermeintlichen Schnarchgeräusche haben im Laufe der Zeit zu dem Mythos der Schnarcherklippen geführt. Heutzutage hört man zuweilen eher das Schnarchen erschöpfter Wanderer, die sich an diesem Ort eine Pause gönnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Was hat Goethe damit zu tun?«</strong></h2>



<p>Doch was hat der berühmte Dichter Johann Wolfgang von Goethe mit den Schnarcherklippen zu tun? Goethe war nicht nur als einer der größten Dichter der Welt bekannt, sondern auch ein bedeutender Naturwissenschaftler. Während seiner dritten Harzreise im Jahr 1784 besuchte er auch die Schnarcherklippen, die bereits damals diesen Namen trugen. Es war jedoch nicht er selbst, der schnarchte!</p>



<div class="su-box su-box-style-noise infobox--redBorder infobox--floatRight" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Naturphänomen Schnarcherklippen</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">Die Schnarcherklippen sind ein wahrhaft faszinierendes Naturphänomen, das nicht nur die Aufmerksamkeit von Wanderern und Naturfreunden auf sich zieht, sondern auch eine interessante Verbindung zur Geschichte und Literatur besitzt. Wenn du dich auf den Weg machst, sei bereit, in die wundersame Welt der Klippen einzutauchen und dich von ihrer Schönheit und Geschichte verzaubern zu lassen.</div></div>



<p>Während seines Aufenthalts an den Klippen machte der neugierige Goethe eine interessante Entdeckung. Er bemerkte, dass sich der Nordpfeil eines Kompasses in der Nähe der Klippen ablenkte. Die Felsen enthalten Magnetit, auch bekannt als Magneteisen, das die magnetische Wirkung auf den Kompass verursachte. Diese Entdeckung verewigte er sogar auf einem Stein an der nordöstlichen Klippe.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Die Schnarcherklippen und Goethes Faust«</strong></h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe-768x1024.jpg" alt="Der große, begehbare Bruder der beiden Schnarcherklippen auf dem Barenberg." class="wp-image-6283" width="384" height="512" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe-768x1024.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe-375x500.jpg 375w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe-113x150.jpg 113w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/grosse-schnarcherklippe.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der große, begehbare Bruder der beiden Schnarcherklippen auf dem Barenberg.</figcaption></figure>
</div>


<p>Goethe war so fasziniert von den Schnarcherklippen, dass er sie sogar in seinen Werken verewigte. In seinem berühmten Drama &#8222;Faust&#8220; beschrieb er die Klippen in eindrucksvollen Worten: &#8222;Seh die Bäume hinter Bäumen, wie sie schnell vorüberrücken, und die Klippen, die sich bücken, und die langen Felsennasen, wie sie schnarchen, wie sie blasen!&#8220; Diese Zeilen finden sich im ersten Teil von &#8222;Faust&#8220;.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Die Besteigung der beiden Klippen«</strong></h2>



<p>Die größere der beiden Klippen kann über eine sichere Treppe bestiegen werden und bietet einen atemberaubenden Blick über den Harz bis zum Brocken und zum Wurmberg, wenn das Wetter klar ist. Der kleinere Bruder hingegen erfordert Kletterkünste und ist nur für erfahrene Kletterer zugänglich. Beide Klippen befinden sich entlang des Teufelsstiegs, der sich genau zwischen ihnen hindurchschlängelt.</p>



<p>Wenn du die beeindruckenden Granitfelsen entdecken möchtest, ist es am besten, von den Orten Elend oder Schierke aus zum Barenberg aufzusteigen. Er ist mit einer Höhe von 695 Metern das perfekte Ziel für deine Erkundungstour. Neben den Schnarcherklippen ragen dort auch die etwas kleineren Mäuseklippen empor.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe-1024x831.jpg" alt="Goethe-Eintrag mit Kompass (rechts) an der Großen Schnarcherklippe." class="wp-image-6286" width="512" height="416" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe-1024x831.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe-500x406.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe-150x122.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe-768x623.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/an-der-schnarcherklippe.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Goethe-Eintrag mit Kompass an der Großen Schnarcherklippe.</figcaption></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Keine durchgängige Beschilderung«</strong></h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook-363x500.jpg" alt="Wegewart Helmut Pook." class="wp-image-6284" width="182" height="250" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook-363x500.jpg 363w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook-742x1024.jpg 742w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook-109x150.jpg 109w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook-768x1059.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/helmut-pook.jpg 928w" sizes="auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wegewart Helmut Pook.</figcaption></figure>
</div>


<p>In Schierke trafen wir auf einen freundlichen Wegewart namens Helmut Pook, der uns nicht nur den richtigen Weg wies, sondern uns auch ein Wanderbuch über den Landkreis Wernigerode schenkte. Herr Pook erklärte uns, dass es aufgrund von Sturmschäden und des Klimawandels schwierig sei, neue Wanderschilder anzubringen, da viele Bäume gefällt werden mussten. Die Beschilderung zu den Klippen ist daher nicht immer durchgängig vorhanden. Doch Herr Pook gibt sein Bestes und nutzt sogar umgestürzte Bäume, um Wegweiser anzubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»In der Ferne das Schnaufen der Schmalspurbahn«</strong></h2>



<p>Während unseres Aufstiegs hörten wir in der Ferne immer wieder das laute Tuten und sahen die schwarzen Dampfwölkchen der Schmalspurbrockenbahn, die auf ihrem Weg zum Brocken an den Bahnhöfen in Elend und Schierke Halt macht. Wir hingegen stapften müde den Berg hinunter zurück nach Elend. Auf dem Rückweg nach Leipzig passierten wir die sehenswerte Fachwerkstadt Wernigerode.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschließend ein Zitat aus Goethes &#8222;Faust&#8220;:</h2>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="su-quote su-quote-style-default su-quote-has-cite"><div class="su-quote-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<p>Walpurgisnacht</p>



<p>Harzgebirg</p>



<p>Gegend von Schierke und Elend</p>



<p>Faust. Mephistopheles.</p>



<p>Mephistopheles:</p>



<p>Verlangst du nicht nach einem Besenstiele?</p>



<p>Ich wünschte mir den allerderbsten Bock.</p>



<p>Auf diesem Weg sind wir noch weit vom Ziele.</p>



<p>Faust:</p>



<p>Solang ich mich noch frisch auf meinen Beinen fühle,</p>



<p>Genügt mir dieser Knotenstock.</p>



<span class="su-quote-cite">Goethes Faust</span></div></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right has-large-font-size"><strong>Text und Fotos: Claus Kintzinger</strong></p>





<div style="height:22px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="gb-block-image gb-block-image-ed98119f"><img loading="lazy" decoding="async" width="325" height="500" class="gb-image gb-image-ed98119f" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen-325x500.jpg" alt="Wegweiser Schnarcherklippen" title="wegweiser-schnarcherklippen" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen-325x500.jpg 325w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen-665x1024.jpg 665w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen-97x150.jpg 97w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen-768x1183.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-07_schnarcherklippen/wegweiser-schnarcherklippen.jpg 831w" sizes="auto, (max-width: 325px) 100vw, 325px" />
<figcaption class="gb-headline gb-headline-6c2cb652 gb-headline-text">Ein Wegweiser in Elend.</figcaption>
</figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/wundersame-schnarcherklippen/">Der &#8222;schnarchende&#8220; Goethe: Die wundersamen Schnarcherklippen zwischen Elend und Schierke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Die geheimnisvollen Sandsteinhöhlen von Blankenburg</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/die-geheimnisvollen-sandsteinhoehlen-von-blankenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2023 06:59:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sandsteinhöhlen in der Nähe von Blankenburg sehen aus wie der Spielplatz von Riesen, haben die Größe eines Fußballplatzes und liegen mitten in&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/die-geheimnisvollen-sandsteinhoehlen-von-blankenburg/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Sandsteinhöhlen in der Nähe von Blankenburg sehen aus wie der Spielplatz von Riesen, haben die Größe eines Fußballplatzes und liegen mitten in einem ausgedehnten Kiefernwald. Wer sie nach einer Wanderung von 20 Minuten besucht, staunt über die Kraft der Natur. Die Germanen sollen sie als Versammlungsort genutzt haben. Es ist offensichtlich ein magischer Ort.</em></p>



<p>Die mächtigen Sandsteinfelsen sind beeindruckend und erinnern auf den ersten Blick ein wenig an die Kreidefelsen von Rügen. Erstaunlich: In manchen Reiseführern wird dieses Kulturdenkmal nicht einmal erwähnt. Dabei sind sie längst kein Geheimtipp mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Mein erster Besuch der Sandsteinhöhlen«</strong></h2>



<p>Erste Überraschung: Nur 35 Minuten von Salzgitter. Kurzer Weg von der Autobahnabfahrt, teilweise etwas rustikal über Kopfsteinpflaster. Zweite Überraschung: Meine größte Sorge, dass der herrliche Kiefernwald &#8211; wie große Teile des Oberharzes &#8211; unter der Trockenheit der letzten Jahre gelitten hat, war unbegründet. Es erwartete mich ein kühler (3°), wunderbarer Morgen mit einem Wolken-Sonne-Mix, ideal zum Fotografieren.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--smallFontSize" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Traumstädte wie auf einer Perlenkette</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Ich liebe die Nordharz-Autobahn, besonders im Frühjahr in der ersten Morgensonne. Der Harz liegt so unglaublich klar und kompakt vor einem, dass man sofort aussteigen und auf ihn zuwandern möchte.</p>
<p>So nah wie der Harz, so nah liegen an der Nordharz-Autobahn auch die Traumstädte beieinander &#8211; wie auf einer Perlenkette. Wer Stadttouren liebt und einen Blick für den mittelalterlichen Charme hat, findet am Harz eine unglaubliche Auswahl: Ilsenburg, Wernigerode, Halberstadt, Blankenburg und Thale. Zusammen mit Goslar und Bad Harzburg am Westharz-Rand bilden sie &#8211; Jahrhunderte alt &#8211; ein einzigartiges Städte-Ensemble. Alle in wenigen Autominuten erreichbar.</p>
</div></div>



<p>Mein Begleiter Marko Schüren (35) von der Blankenburger Tourist-Info sprudelte nur so vor Detailwissen. Man merkte, dass er neben vielen anderen Aufgaben einen aufmerksamen Blick auf die Wege und Wegweiser hat. Später stellte sich heraus: Die Sandsteinhöhlen sind sein Lieblingsplatz in Blankenburg.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Einmalige Naturkulisse mit Strandgefühl«</strong></h2>



<p>Die Besucher, so Schüren, würden die Sandsteinhöhlen als einmalige Naturkulisse empfinden. »Man rechnet einfach nicht damit, einen großen weißen Fleck mit Höhlen tief im Kiefernwald zu finden, der noch dazu sehr fotogen ist und ein Strandgefühl auslöst.« Allerdings, so Schüren weiter, wer die Sandsteinhöhlen genießen will, für den ist ein Besuch in der Woche vormittags perfekt. Sogar bei bedecktem Himmel lohne es sich.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="360" style="aspect-ratio: 640 / 360;" width="640" controls preload="auto" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/marko-schueren-zur-frage-nach-seinem-lieblingsplatz-in-blankenburg.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center"><strong>Marko Schüren zur Frage nach seinem Lieblingsplatz in Blankenburg.</strong></p>



<p>Kaum zu glauben, dass die gesamte Grundfläche des Areals früher zwei Meter tiefer gelegen war. Durch den durch Wind und Wetter abgetragenen feinen Sand sei sie immer mehr in die Höhe gewachsen.</p>



<p>Von der Burgruine Regenstein sind die Sandsteinhöhlen als kurioser weißer Fleck inmitten des Kiefernwaldes, dem sogenannten »Heers«, zu sehen. Im Heers, erläutert Schüren, gebe es hier untertage eine Bundeswehrkaserne, die voll in Betrieb sei. »Es ist vermutlich die größte Untertage-Apotheke der Welt.«</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Toll für Kinder«</strong></h2>



<p>Eine Besucherin aus der Region Gifhorn, die mit ihrer Tochter und drei weiteren Kindern eigentlich über das Ecker-Loch zum Brocken wollte, kam wegen des unsicheren Wetters zu den Sandsteinhöhlen. Wir fragten die Tochter nach ihren Eindrücken und sie brachte es trotz ihres jugendlichen Alters journalistisch perfekt mit drei Worten auf den Punkt: »Toll für Kinder.« An einer Stelle, ergänzt Schüren, könnten sich Kinder durch einen Felsspalt zwängen und würden dann in einem »riesengroßen« Höhlenraum stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Kleiner und großer Rundweg«</strong></h2>



<p>Neben dem direkten Weg zu den Sandsteinhöhlen (20 Minuten, 1,2 Kilometer) gibt es noch den von uns erwanderten fünf Kilometer langen Rundweg (1,5 Stunden), sowie einen weiteren über zehn Kilometer (3 Stunden), der aber keine neuen Sehenswürdigkeiten enthält. Wer noch einen großartigen Blick ins Harzvorland genießen möchte, wandert anschließend zur Burgruine Regenstein, die relativ entspannt in 1,5 Stunden zu erreichen ist.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--smallFontSize" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Viele Grenzsteine Braunschweig/Preußen</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-6219" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited-1024x682.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited-500x333.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited-150x100.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited-768x512.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg-grenzstein-edited.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Als jemand, der aus der Braunschweiger Region kommt, ist mir natürlich bekannt, dass Blankenburg früher zu Braunschweig gehörte. Das merkt man auf dem Wanderweg zu den Sandsteinhöhlen auf Schritt und Tritt. Immer wieder begegnet man Grenzsteinen, die auf der einen Seite ein »B« für Braunschweig haben und auf der anderen ein »P« für Preußen.</p>


</div></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Entstehung der Blankenburger Sandsteinhöhlen«</strong></h2>



<p>Auch wenn die Erosion durch Wind und Regen an den Sandsteinhöhlen nagt, entstanden sind sie durch Menschenhand. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts nutzte man den feinen Quarzsand zusammen mit Seife und Soda als Scheuermittel, um Steinfußböden, Dielen und Holztische zu schrubben. Durch den Sand wurden die Schmutzpartikel gut aufgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Drehort Sandsteinhöhlen«</strong></h2>



<p>Inzwischen hat die Film- und Fernsehwelt die Sandsteinhöhlen auch als Drehort entdeckt, etwa 2016 für den Märchenfilm »Das singende, klingende Bäumchen« oder 2021 für die Folge »Hexen müssen brennen« des Polizeirufs 110 aus Magdeburg.&nbsp;Darüber hinaus wurden Teile des Kinderfilms »Bibi und Tina« hier gedreht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Blankenburgs Vielfalt«</strong></h2>



<p>Marko Schüren sieht die besondere Attraktivität Blankenburgs in der Mischung aus Natur und kulturellen Attraktionen. »Wir haben neben den Sandsteinhöhlen die Teufelsmauer und die markante Burg Regenstein. Und wir haben ein Schloss mit vier verschiedenen barocken Park- und Schlossgärten.« Als besonderen Tipp erwähnt er noch Deutschlands einziges Herbergsmuseum, das sich &#8211; gut ausgestattet &#8211; mit den wandernden Handwerksgesellen befasst.</p>



<p>Aber er geht auch nicht über die Probleme Blankenburgs mit leichter Hand hinweg und spricht die Entwicklung in der Innenstadt an, die »leider nicht die touristisch schöne Ausstrahlung wie in Wernigerode« habe. Eine Herausforderung, mit der wegen der vielschichtigen Problematik viele andere deutsche Städte zu kämpfen hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>»Wiedersehen in 30 Jahren«</strong></h2>



<p>Als wir fast schon wieder am Parkplatz waren, kreuzte ein gut gelauntes Paar aus Bremen unseren Weg. Am Ende unseres Gesprächs über das Tannensterben im Oberharz versprachen wir uns augenzwinkernd, uns in 30 Jahren wieder zu treffen, wenn der Harz als Mischwald-Gebirge wieder ergrünt ist.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong><em>Text, Fotos, Video und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</em></strong></p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Gesprächsfetzen</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<ul class="wp-block-list">
<li>Blankenburg hat knapp 20.000 Einwohner.</li>



<li>Was die Besucherströme angeht, liegt Wernigerode an erster Stelle, dann folgen Goslar und kurz dahinter Quedlinburg.</li>



<li>Der Oktober ist der Monat mit den höchsten Besucherzahlen.</li>



<li>Von den Freunden der Harzer Wandernadel wurden die Sandsteinhöhlen als »Schönste &nbsp; Stempelstelle des Jahres 2009« ausgewählt.</li>
</ul>


</div></div>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="787" data-id="6235" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited.jpg" alt="" class="wp-image-6235" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited.jpg 1400w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_waldweg-edited-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Herrlicher, duftender Kiefernwald, der noch vollkommen gesund ist und die im Besonderen für das Immunsystem so wertvollen Terpene absondert. Dazu der weiche Waldboden. Wanderer, was willst du mehr…</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="787" data-id="6238" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited.jpg" alt="" class="wp-image-6238" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited.jpg 1400w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_2-edited-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Regensteinmühle hat eine wechselvolle Geschichte und wurde erstmals in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Der Mühlengraben hatte eine Länge von 2000 Metern. (Foto: Peter Pohl)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="6236" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-6236" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited-800x450.jpg 800w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_burgruine-regenstein-edited.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Überraschung kurz vor den Sandsteinhöhlen &#8211; fast eilt man vorbei. Die Burgruine Regenstein ist zwischen den Kiefern deutlich zu erkennen (leicht herangezoomt).</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="788" data-id="6237" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited.jpg" alt="" class="wp-image-6237" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited.jpg 1400w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/burgruine-regenstein-edited-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schon von der Autobahn, aus einiger Entfernung gut sichtbar und für viele überraschend: Die mittelalterliche Burgruine auf dem Regenstein. Hier ein Blick vom Sandsteinhöhlen-Wanderweg, der in einer Variante direkt unterhalb des Felsens vorbeiführt. Vom Regenstein-Parkplatz ist die Burgruine in einer Stunde gut zu erreichen.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="609" data-id="6193" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz-1024x609.jpg" alt="" class="wp-image-6193" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz-1024x609.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz-500x297.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz-150x89.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz-768x456.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2023-04_sandsteinhoehlen/sandsteinhoehlen-blankenburg_parkplatz.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Parkplatz Regenstein, von dem es sowohl zu den Sandsteinhöhlen als auch zur Burgruine geht, ist an manchen Tagen längst zu klein geworden und soll erweitert werden. Der Blick schweift über Blankenburg zum Harz.</figcaption></figure>
</figure>
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		<title>Wo Wilhelm Busch zuhause war: Mechtshausen</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/wo-wilhelm-busch-zuhause-war-mechtshausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2022 09:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wilhelm Busch hatte viele Talente und ist eine Art Markenzeichen von Niedersachsen. Seine tragisch-komischen Bildgeschichten wie die von »Max und Moritz«, der »Witwe&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/wo-wilhelm-busch-zuhause-war-mechtshausen/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Wilhelm Busch hatte viele Talente und ist eine Art Markenzeichen von Niedersachsen. Seine tragisch-komischen Bildgeschichten wie die von »Max und Moritz«, der »Witwe Bolte« und der »Frommen Helene« machten ihn zu einem der Väter des modernen Comics. In dem kleinen Dorf Mechtshausen, das zur Stadt Seesen am Harz gehört, lebte der weltberühmte Zeichner, Maler und Dichter von 1898 bis zu seinem Tod 1908.</em></p>



<p>Der sparsame Zeichenstil und sein Talent, die Bilder ebenso sparsam in Versform zu kommentieren, brachten ihm so viel Ruhm ein, das Kaiser Wilhelm II. zum 70. Geburtstag gratulierte. Die Kehrseite seiner satirischen Bildgeschichten, die den Zeitgeist entlarvten: Sie kosteten ihn so viel Zeit, dass andere Arbeiten, die er für wichtiger hielt, zu kurz kamen, zum Beispiel die Malerei von Motiven aus seiner niedersächsischen Heimat. In diesem Bereich seiner künstlerischen Schaffenskraft war er im Gegensatz zu seinen humorvoll-ironischen Bildgeschichten ganz der romantische Künstler.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="424" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen-1024x424.jpg" alt="Wilhelm Busch Haus Mechtshausen" class="wp-image-5917" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen-1024x424.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen-500x207.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen-150x62.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen-768x318.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/wilhelm-busch-haus_mechtshausen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wilhelm Busch bei einem Glas Rotwein in der Garten-Grotte, die es nach wie vor gibt und die einer seiner Lieblingsplätze war. Von ihm stammt auch das Bon Mots „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben“.  Das Wilhelm Busch Haus in Mechtshausen liegt heute wie damals in einem verwunschenen Waldgarten.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="0-%C2%BBkein-spa%C3%9Fmacher-eher-ein-pessimist%C2%AB">»Kein Spaßmacher, eher ein Pessimist«</h2>



<p>Wilhelm Busch galt als ernster und verschlossener Mensch, der gern zurückgezogen in der Provinz lebte. Häufig wurde er als Spaßmacher missverstanden. Wie das böse Ende von »Max und Moritz« zeigt, war er aber alles andere als das, sondern wohl eher ein Pessimist mit schwarzem Humor, bei dem der Einfluss des Philosophen Arthur Schopenhauer spürbar war.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Mechtshausen: Ein Dorf mit Herz zwischen Harz und Heber</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
Zu Zeiten von Wilhelm Busch war Mechtshausen noch eine 500-Einwohner-Gemeinde. Heute sind es zwar nur noch 350, die aber sehr aktiv und füreinander da sind. Der Ort schmiegt sich im Westen an den Höhenzug Heber. Von einer Bank am Waldrand hat Wilhelm Busch gern hinüber zum Harz geschaut. Der 2 Kilometer lange Wilhelm Busch Wanderweg führt hier vorbei. Durch die Nähe zur Autobahn A7 ist ein Abstecher nach Mechtshausen von der Abfahrt aus in wenigen Minuten möglich.</div></div>



<p>Mit scharfer Beobachtungsgabe griff er in seinen Bildergeschichten die Eigenarten bestimmter Menschen oder Gesellschaftsgruppen auf wie die Selbstzufriedenheit und Doppelmoral des Spießbürgers. Dabei erzielte er die Hauptwirkung durch eine Mischung von Bekanntem mit Unerwartetem sowie Überspitzungen. Wilhelm Busch, so heißt es, soll auch andere humoristische Dichter inspiriert haben, etwa Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Eugen Roth und Heinz Ehrhardt.</p>


<div class="su-quote su-quote-style-default"><div class="su-quote-inner su-u-clearfix su-u-trim">
<h3>Geflügelte Worte von Wilhelm Busch</h3>
<p>»Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr«</p>
<p>»Eins, zwei, drei. Im Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit«</p>
<p>»Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben«</p>
<p>»Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung«</p>
<p>»Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt«</p>
<p>»Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich«</p>
<p>»Es ist ein Brauch von alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör«</p>
<p> »Stets findet Überraschung statt, Da wo man´s nicht erwartet hat«</p>
<p>»Das Ewige ist stille, laut die Vergänglichkeit; schweigend geht Gottes Wille über den Erdenstreit«</p>
<p>»Wenn andre klüger sind als wir, das macht uns selten nur Pläsier,<br />
doch die Gewissheit, dass sie dümmer, erfreut fast immer«</p>
<p>»Bist Du wütend,<br />
zähl bis vier, hilft das nicht,<br />
dann explodier!«<br />
</div></div>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ein weiteres Museum gibt es in seinem Geburtshaus in Wiedensahl, zwischen Hannover und Minden, wo Wilhelm Busch 1832 als ältestes von sieben Kindern auf die Welt gekommen ist. Die meisten Exponate des Künstlers befinden sich in Hannover in einem Museum mit dem langen Namen »Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur &amp; Zeichenkunst«.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 style="font-size: 58px;font-size: 3.625rem;">Hat Wilhelm Busch die Kirschbäume noch selbst gepflanzt?</h2>



<p><em>So geht jedenfalls das Gerücht in dem kleinen Dorf Mechtshausen. Hier hat Wilhelm Busch in dem damaligen Pfarrhaus die letzten zehn Jahre seines Lebens von 1898 bis 1908 gewohnt. Das Grundstück: Ein damals wie heute verwunschener Waldgarten. Der Blick, den Wilhelm Busch so genossen hat, geht im Osten hinüber zum Harz und im Westen zum Höhenzug Heber. Wie viele Besucher kommen heute in das Wilhelm Busch Haus? Gibt es Anekdoten aus dem damaligen Dorfleben? Welche Pläne gibt es, um das Museum noch attraktiver zu machen?&nbsp; Wir sprachen mit <strong>Reinhard Skott</strong>, Mitglied des Fördervereins des Wilhelm Busch Hauses.</em></p>



<p><strong>Harz-Beat: Herr Skott, schon bei der Anreise nach Mechtshausen fühlt man sich in die damalige Zeit versetzt. Die Straße führt durch Lindenalleen an dem Flüsschen Nette entlang und der Ort selbst strahlt durch die üppige Natur Ruhe und Gelassenheit aus.</strong></p>



<p>Dieser Eindruck ist auch deshalb richtig, weil wir keinen Durchgangsverkehr haben. Die Straße endet hier bei uns. Und noch etwas ist besonders: Unter den heute 350 Einwohnern gibt es ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.</p>


<div class="su-row">
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</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"><strong>Reinhard Skott&#8217;s</strong> Lieblingsgeschichte von Wilhelm Busch und sein Lieblingsplatz im Harz. Er ist Mitglied des Fördervereins des Wilhelm Busch Hauses.</p>


</div></div>
</div>



<p><strong><strong>Harz-Beat: </strong>Hat Wilhelm Busch noch Fans, die regelmäßig nach Mechtshausen kommen?</strong></p>



<p>Vor Corona hatten wir vier Jahre nacheinander im Garten eine Open-Air-Ausstellung der namhaftesten deutschsprachigen Karikaturisten. Die Veranstaltung haben wir gemeinsam mit der Berliner Cartoon Fabrik organisiert. Bei der abendlichen Eröffnung war jeder mit einer Taschenlampe bewaffnet und es war schon ungewöhnlich von den verschiedensten Stellen des Waldgartens vielfältiges Gelächter zu hören. Es kann sein, dass wir diese Veranstaltungsreihe wieder aufleben lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="1-%C2%BBschlaraffen-sorgen-f%C3%BCr-einen-hauch-karneval%C2%AB">»Schlaraffen sorgen für einen Hauch Karneval«</h2>



<p>Und einmal im Jahr kommen die sogenannten »Schlaraffen« zu uns. Eine kunterbunte Truppe, die einen besonderen Humor pflegt und in Mechtshausen für einen Hauch von Karneval sorgt. Es sind überwiegend hoch-honorierte Leute, darunter Abgesandte von Universitäten. Sie machen hier bei uns einen Wilhelm-Busch-Trail, gehen ins Haus, wandern auf dem zwei Kilometer langen Wilhelm-Busch-Pfad, besuchen die Grabstätte auf unserem Friedhof und treffen sich zum Abschluss in unserer Dorfkneipe.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Wie viele Besucher kommen durchschnittlich im Jahr und wie stark ist das Medieninteresse?</strong></p>



<p>Vor der Corona-Zeit waren es 1300 bis 1800 Besucher. Viele erreichen uns über die nahe Autobahn, weil sie zufällig ein Hinweisschild gesehen haben. Auch zu bestimmten Feierlichkeiten kommen viele. Zu »150 Jahre Hans Huckebein«, dem Unglücksraben, gab es sogar einen internationalen Zuspruch. Es kamen Gäste aus Japan und ein Fernsehteam aus Tschechien. Max und Moritz gibt es ja in 200 Übersetzungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="2-%C2%BBwie-bescheiden-er-lebte-beeindruckt-viele%C2%AB">»Wie bescheiden er lebte, beeindruckt viele«</h2>



<p>Im Übrigen ist das Interesse aus den ostdeutschen Bundesländern besonders stark. Viele verfügen über ein recht umfangreiches Wissen, da in den Haushalten das »dicke Wilhelm Busch Buch« zur Ausstattung gehörte. Darüber hinaus kennen die ostdeutschen Besucher Wilhelm Busch aus ihrer Schulzeit. Teilweise hat man ihn zu DDR-Zeiten ja auch als Revolutionär mit vereinnahmt. Viele fühlen sich von der Art und Weise unseres kleinen Museums angesprochen und sie sind beeindruckt, dass dieser bekannte Mann in so bescheidenen Verhältnissen gelebt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3-lieblingsgeschichte-von-wilhelm-busch-und-lieblingsplatz-im-harz-"><strong>Lieblingsgeschichte von Wilhelm Busch und Lieblingsplatz im Harz</strong></h2>


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<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">


<p><strong data-rich-text-format-boundary="true">Sidney Grownica</strong><br />

</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">


<p><strong>Heide Lühr-Hassels</strong><br />

</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">


<p><strong>Ulrich Hassels</strong><br />

</div></div>
</div>



<p><strong>Harz-Beat: Womit befasste sich Wilhelm Busch als er 1898 ins Mechtshausener Pfarrhaus einzog?</strong></p>



<p>Zwar malte und zeichnete er nicht mehr, aber er schrieb rund 100 Gedichte. Darüber hinaus ist in über 400 Briefen dokumentiert, was ihn auf seiner letzten Lebensstation bewegte. So setzte er sich viel mit philosophischen Fragen auseinander, vor allem mit der Philosophie Schopenhauers. Sein reger Briefwechsel und seine Gedichte spiegeln diese philosophischen Gedankengänge wider. In Mechtshausen vollendete er auch sein lyrisches Werk »Schein und Sein«.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Sie sind selbst auch künstlerisch tätig, Herr Skott. Hat Wilhelm Busch Sie in irgendeiner Weise inspiriert?</strong></p>



<p>Ich habe einmal versucht, seine Figuren in einem Bild zu erfassen, aber schnell gemerkt, dass man unwahrscheinlich lange daran arbeiten muss, um den Charakter der Figuren überhaupt nur annähernd wiederzugeben. Die Art und Weise der Technik seiner Zeichnungen ist für mich ein Phänomen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="4-%C2%BBdrei-herausragende-begabungen-scharfe-beobachtungsgabe-sowie-zeichen-und-dichtkunst%C2%AB">»Drei herausragende Begabungen: Scharfe Beobachtungsgabe sowie Zeichen- und Dichtkunst«</h2>



<p>Und seine scharfe Beobachtung aller unserer menschlichen Schwächen, ist natürlich eine ganz besondere Begabung, die wir heute nur bei unseren besten Karikaturisten und Komödianten wiederfinden. Das begeistert mich total. Ist es nicht wunderbar wie er den Alkoholmissbrauch in der »Frommen Helene« aufspießte: »Es ist ein Brauch von alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör.« Wilhelm Busch war aus meiner Sicht mit gleich drei herausragenden Begabungen gesegnet, seiner scharfen Beobachtungsgabe sowie seiner Zeichen- und Dichtkunst.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--smallerFont" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Dorfbewohner auf falscher Fährte</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<p><strong>Wilhelm Busch galt als Einzelgänger. Dazu erzählt Reinhard Skott folgende Geschichte:</strong></p>



<p>Die Leute im Dorf haben lange nicht gewusst, wer hier eigentlich lebt. Irgendwann ist ihnen dann über den damaligen Lehrer »Max und Moritz« zu-gespielt worden. In ihrem ersten Eindruck haben die Dorfbewohner angenommen, dass es wohl Personen aus dem Dorf sein müssten, die hier karikiert worden sind. Und dann haben sie den Schmid von Mechtshausen, der gleichzeitig auch der Friseur des Ortes war, animiert, »wenn er zu dir kommt, frag ihn, wen er damit im Einzelnen gemeint hat«. Das hat er dann wohl auch versucht, musste aber feststellen, je mehr er Wilhelm Busch bedrängte, Auskunft zu geben, desto schweigsamer wurde dieser und desto geringer fiel das Trinkgeld aus. Fragte er dagegen nicht, gab es ein höheres Trinkgeld. Darauf hin hat er die ihm übertragene Aufgabe anders geregelt.</p>


</div></div>



<p><strong>Harz-Beat: Wer das alte Pfarrhaus erlebt, stellt fest, dass die Räume großzügig konzipiert worden sind.</strong></p>



<p>Man wusste eben 1880, als das Haus etwa erbaut wurde, dass die Pfarrer viele Kinder haben. Die Räume von Wilhelm Busch mit Blick auf den Heber sind zum größten Teil original-getreu erhalten geblieben. Sie bestehen aus einem Wohnzimmer und einem Schlafzimmer, wo er auch gestorben ist.</p>


<div class="su-row">
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</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"><em>Im Originalzustand: Das Wohn- und das Schlafzimmer von Wilhelm Busch.</em></p>


</div></div>
</div>



<p>Wenn Schülergruppen zu uns kommen, werden wir meistens gefragt, wo er denn sein Badezimmer hatte, und wir zeigen dann auf einen Wasserkrug und eine größere Schüssel in der Ecke.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Wie war es in dieser Zeit finanziell um Wilhelm Busch bestellt?</strong></p>



<p>Als er hier einzog und hier lebte war er bereits ein vermögender Mann, davor hat er allerdings lange Durststrecken erleben müssen. Aber er war mit Max und Moritz und allem was danach kam sehr erfolgreich. Er hat nicht nur die Pfarrerskinder bildungsmäßig gefördert, sondern auch in Hannover viel Geld spendiert für die Betheler Anstalten und ein weiteres Krankenhaus.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Wilhelm Busch ist in Wiedensahl geboren und hat dort lange gelebt. Wodurch ist er nach Mechtshausen gekommen?</strong></p>



<p>Ja, er hat in Wiedensahl die längste Zeit seines Lebens verbracht. Nach Studienaufenthalten in Antwerpen und Düsseldorf kam er immer wieder in das dortige Haus der Familie, in dem er auch geboren ist, zurück. 1872 zog er dann zu seiner Schwester nach Wiedensahl. Sie war mit einem Pastor verheiratet. Als dieser starb, wechselte Wilhelm Busch mit seiner Schwester und ihren drei Jungen ins Pfarrwitwenhaus und kümmerte sich auch um die Ausbildung der Kinder: einer wurde Lehrer, zwei studierten Theologie. Sein Neffe Otto Nöldeke bekam dann 1898 die Pfarrstelle in Mechtshausen und nahm seine Familie samt Mutter und Onkel Wilhelm mit.</p>



<p>Die meisten Exponate seiner Schaffenszeit befinden sich aber in Hannover im »Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur &amp; Zeichenkunst«. Wir haben sogar einen Teil unserer Exponate von dort zur Verfügung gestellt bekommen.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Er soll Zeit seines Lebens bedauert haben, viel zu wenig die von ihm so geliebte niedersächsische Landschaft gemalt zu haben, weil er Geld verdienen musste.</strong></p>



<p>Das ist die eine Sache. Eine andere: Er meinte, wie so viele Künstler vor und nach ihm, nicht genügend Talent zu besitzen. Er war ja durch seinen Aufenthalt in Antwerpen stark an den holländischen alten Meistern orientiert. Das sieht man auch an einigen seiner Werke. Im Grunde hat er sich aber deren hohe Malkunst nicht zugetraut.</p>



<p><strong>Harz-Beat: Wie sehen die Zukunftspläne für das Wilhelm Busch Haus aus?</strong></p>



<p>Die Außenfassade und das Dach sind im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz gerade restauriert worden. Der nächste Schritt ist der Ausbau und die Restaurierung von bisher als Abstellflächen genutzter Räume. Hier sollen schon in Kürze Workshops mit Kindern stattfinden. Und wir können uns auch vorstellen, dass Kunst-Stipendiaten hier leben und arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-gallery aligncenter has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="720" data-id="6019" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen.jpg" alt="Ulrich Hassels" class="wp-image-6019" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/ulrich-hassels_mechtshausen-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="720" data-id="6018" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen.jpg" alt="Heide Lühr Hassels" class="wp-image-6018" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-500x281.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-1024x576.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-150x84.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-768x432.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-1260x709.jpg 1260w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/heide-luehr-hassels_mechtshausen-800x450.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="5-%C2%BBausstellung-der-k%C3%BCnstlergilde-harz%C2%AB">»Ausstellung der Künstlergilde Harz«</h2>



<p>Die ehemaligen Wohnräume der Pastorenfamilie Nöldeke werden schon lange für Ausstellungen genutzt. So findet hier noch bis zum 15. August 2022 eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlergilde Harz statt. Ob im Haus oder im Garten, zu unserem Programm gehören viele unterschiedliche Veranstaltungen.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Fotos, Videos, Interviews und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--smallerFont" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#ffffff;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Öffnungszeiten</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<p><strong>Do., Fr., Sa., So. 15 -17 Uhr</strong></p>



<p><strong>Pastor-Nöldeke-Weg 7<br>38723 Seesen-Mechtshausen</strong></p>



<p><strong>Tel. 05384-90886 und 05384-612</strong><br><strong>Email: post@wilhelm-busch-haus.de</strong></p>


</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="6-nicht-f%C3%BCr-touristen-im-gespr%C3%A4ch-unter-besuchern-aufgeschnappt">Nicht für Touristen (im Gespräch unter Besuchern aufgeschnappt)</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es ist so typisch für den Harz, dass Vieles gar nicht publik gemacht wird. Immer gibt man sich bescheiden und möchte eigentlich gar nicht entdeckt werden, während man in Bayern jeden Stein blau-kariert anstreicht und als 8. Weltwunder hinstellt.</li>



<li>Wilhelm Busch würde sich als Lehrstoff an der Schule eignen. Aber selbst in der Grundschule des Nachbarortes Rhüden taucht er nicht auf, trotz des Identifikationspotentials für die Jugend.</li>
</ul>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="776" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch-1024x776.jpg" alt="Wilhelm Busch mit Else und Otto Nöldeke sowie deren Kindern" class="wp-image-6107" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch-1024x776.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch-500x379.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch-150x114.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch-768x582.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-otto-noeldeke-mit-wilhelm-busch.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wilhelm Busch mit Else und Otto Nöldeke sowie deren Kindern Ruth, Martin und Anneliese.<br>Foto: Rudolf Dührkoop, Hamburg</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="760" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen-1024x760.jpg" alt="Wilhelm Busch im Kreise der Familie Nöldeke" class="wp-image-6106" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen-1024x760.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen-500x371.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen-150x111.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen-768x570.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2022-07_wilhelm-busch-haus/familie-noeldeke_efeugrotte-mechtshausen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wilhelm Busch (2. v.r.) 1899 in der Efeugrotte in Mechtshausen im Kreise der Familie Nöldeke.</figcaption></figure>
</div>

<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Blick in die Medien</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<h2>Katharina Thalbach ist Wilhelm Busch Fan</h2>
<p>Für die Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach ist Wilhelm<br />
Busch der Erfinder des deutschen Comics. »Ich mag seine Helden: ungezogene Kinder, streitende Paare, versoffene Kleriker, Männer auf Brautschau oder ein Rabe, der nur Zerstörung hinterlässt«, sagte sie in der Ausgabe vom 4. Januar 2026 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.</p>
<p>Thalbach verweist auf ein musikalisches Wilhelm-Busch-Programm, an der<br />
auch ihr Bruder Pierre Besson und der Komponist Torsten Rasch mitwirken.<br />
Das Stück heißt »Sauerkohl und Missetaten« und hat am 20. Januar 2026 an der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin Premiere.</p>
<p>Es handelt sich, so Katharina Thalbach, um neue Lieder, die aus Buschs<br />
Gedichten entstanden sind. Seine makabre Komik erinnere sie oft an<br />
britischen Humor. »Es ist mir immer noch sehr präsent, wie mir meine Mutter<br />
und meine Oma als Max und Moritz in schlabbrigen Männerunterhosen aus<br />
dem riesigen Buch, das wir zu Hause hatten, Geschichten vorgetragen<br />
haben«, macht Thalbach deutlich, wie eng Wilhelm Busch in ihrer Familie<br />
verwurzelt war.</div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/wo-wilhelm-busch-zuhause-war-mechtshausen/">Wo Wilhelm Busch zuhause war: Mechtshausen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Hat der Harz eine Zukunft? Wir fragen Hotelier Thomas Rust aus Hohegeiß</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/hat-der-harz-eine-zukunft-fragen-an-thomas-rust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 13:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.harz-beat.de/?p=4389</guid>

					<description><![CDATA[<p>Er ist Hotelier in Hohegeiß im Südharz und Betreiber von drei Liftanlagen sowie verschiedenen Loipen für den Wintersport. Sein Blick richtet sich nicht&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/hat-der-harz-eine-zukunft-fragen-an-thomas-rust/">Mehr</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Er ist Hotelier in Hohegeiß im Südharz und Betreiber von drei Liftanlagen sowie verschiedenen Loipen für den Wintersport. Sein Blick richtet sich nicht nur auf seine eigenen Betriebe, sondern auch auf die Weiterentwicklung von Hohegeiß und den Harz insgesamt. Was er anfasst, kennt er aus dem Eff-Eff. Er hat in 30 Jahren immer schwarze Zahlen geschrieben und sprüht vor Ideen. Wir sprachen mit ihm über die Folgen von Corona, die Anziehungskraft des Harzes, die Macht der Hotelportale und das Baumsterben.</em></p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder infobox--floatRight" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Thomas Rust</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Betreibt das Viersterne-Hotel Rust in Hohegeiß im Südharz seit über 30 Jahren. Er hat Ausbildungen in allen Bereichen des Hotelbetriebs gemacht, als Kellner (heute Restaurant-Fachmann), in der Küche und im Kaufmännischen. Um einen Geschäftsführer einzustellen sei ein Hotel mit 58 Betten zu klein, sagt er und fügt gleich hinzu: »Vielleicht ist es gerade das, was so einen Betrieb auszeichnet, was ihn stark macht, wirtschaftlich, personell und persönlich.«</p>
</div></div>



<p><strong>Herr Rust, der Harz ist in den letzten Monaten bei vielen wieder stärker ins Bewußtsein geraten und die düsteren Wolken aufgrund von Corona scheinen sich langsam aufzulösen. Nur ein Drittel der Deutschen plant normalerweise den Haupturlaub im eigenen Land. Viele Veranstalter rechnen damit, dass es dieses Jahr doppelt so viele werden könnten. Ist der Harz dem Ansturm gewachsen?</strong></p>



<p>Das Comeback des Harzes wird es auf jeden Fall geben. Ich denke, heftiger als wir alle vermuten. Wir freuen uns darauf und sind darauf vorbereitet.</p>



<p>Natürlich gibt es noch erhebliche Unwägbarkeiten, aber die Situation wird für Hotels und Restaurants von Woche zu Woche besser. Wir merken das schon an steil-steigenden Reservierungen. »Können wir kommen, Herr Rust? Haben wir ein Zimmer?« Diese Anfragen, ob per Telefon oder Email, kommen permanent.</p>



<p>Und, dass nach einer aktuellen Studie 45 Prozent der 18- bis 25-Jährigen öfter wandern, ist auch eine sehr gute Nachricht für den Harz. Ich habe überhaupt den Eindruck, dass viele Harzurlauber auch aufgeschlossen für Veränderungen sind. Als unser Restaurant geschlossen war, haben wir unseren Gästen einen Picknickkorb für zwei Personen zusammengestellt , mit allem, was dazugehört. Das wurde überraschend häufig in Anspruch genommen.</p>



<p><strong>Ihre Mitarbeiter haben Sie teilweise mit dem Bau eines Hüttendorfes für die Außengastronomie beschäftigt. Was planen Sie genau?</strong></p>



<p>Wir erwarten, dass die Außengastronomie in den nächsten Monaten einen starken Aufschwung erlebt. Also bauen wir viele kleine »Hüttchen« für zwei Personen, die sich dann je nach Bedarf zu einem Hüttendorf zusammenstellen lassen.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hohegeiss_bergwiesen.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hohegeiss_bergwiesen.jpg" alt="Harzer Bergwiesen in Hohegeiß"/></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hotel-rust-e1644917917930.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hotel-rust-e1644917917930.jpg" alt="Harzer Hotel Rust in Hohegeiß"/></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Das Bergdorf Hohegeiß ist der mit 642 Metern höchstgelegene Kur- und Wintersportort im Harz. Foto: Anni Wilhelm. Rechts: Das Viersterne-Hotel Rust liegt auf einem kleinen Bergrücken mit Panoramablick sowohl nach Osten als auch nach Süden. Nach umfangreichen Investitionen ist der Betrieb auf dem neuesten Stand mit Möbeln im alpinen Stil. Foto: oh.</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"></div></div>



<p><strong>Was haben Sie an finanziellen Ausgleichshilfen in der Coronazeit erhalten?</strong></p>



<p>Da wir im November des Vorjahres das Hotel umgebaut haben und im Dezember Betriebsferien hatten, waren die Ausgleichszahlungen – 75 Prozent des Umsatzes in diesen beiden Monaten – kaum der Rede wert.</p>



<p><strong>Wieviel Prozent der Hotels und Restaurants im Harz werden nach Ihrer Vermutung aufgrund von Corona aufgeben müssen?</strong></p>



<p>Natürlich wird jeder versuchen, wieder zu öffnen. Aber viele Betriebe haben Anträge auf Stundung von Forderungen gestellt, bei den Banken, beim Finanzamt, bei der Kommune. Was passiert, wenn diese Forderungen dann in einem halben Jahr fällig gestellt werden, kann Ihnen niemand sagen. Ich kann nur das Beste hoffen, auch für eine weitere gedeihliche Entwicklung im Harz.</p>



<p><strong>Sie sind dafür bekannt, dass Sie sich mit Ihren Ideen und Ihren Netzwerken intensiv für Hohegeiß einsetzen. Über welche aktuelle Entwicklung freuen Sie sich ganz besonders?</strong></p>



<p>In den letzten vier Jahren hat sich viel getan in Hohegeiß. Es wurde wieder investiert, was jahrelang gar nicht der Fall war. Allein im letzten halben Jahr haben vier Hotels den Besitzer gewechselt und es sind Gaststätten und neue Geschäfte in Räumlichkeiten eröffnet worden, die lange leer standen. Sehr viele Leute, auch jüngere, aus den Ballungszentren haben hier etwas erworben, so dass der Immobilienmarkt zur Zeit komplett leergefegt ist.</p>



<p><strong>Wer durch den Oberharz fährt, dem verschlägt es die Sprache. Statt des herrlichen Fichtenhochwaldes, zum Beispiel am Oderteich, sieht man kilometerweit abgestorbene Bäume. Wie reagieren Ihre Gäste darauf?</strong></p>



<p>Jeder zweite Gast, der hier bei uns an der Rezeption steht, fragt mich »Herr Rust, was ist da passiert?« Hier bei uns in Hohegeiß werden kranke Bäume abgeholzt, im Nationalpark lässt man sie stehen. Ich schlage den Gästen vor, zum Torfhaus zu fahren und mit den Rangern eine Begehung im Nationalpark zu machen. Ob sie das Problem dann verstanden haben, ist eine ganz andere Frage. Aber das Baumsterben ist ja nichts harz-typisches, sondern ein deutschland-weites Problem in den Mittelgebirgen.</p>



<p>Im Südharz haben wir einen sehr großen Bestand an Buchen, die anscheinend mit trockeneren Jahren besser zurecht kommen. Auch im Ostharz gibt es viele Laubbäume.</p>



<p><strong>Wandern ist nach einer neuen Studie für viele eine Mischung aus Fitness, Entspannung, Naturerleben und Geselligkeit. Würden Ihre Gäste das bestätigen?</strong></p>



<p>Das bringt die Sache genau auf den Punkt. 40 Millionen Deutsche wandern. Wir haben diese Zielgruppe nie aus den Augen verloren. Das Wandergebiet von Hohegeiß ist im Grunde ein Verbundsystem. Wenn ich hier losgehe, könnte ich durch den ganzen Harz wandern. Alles ist ausgeschildert, verzweigt, vernetzt.</p>



<p><strong>Wo kommen Ihre Gäste zum überwiegenden Teil her?</strong></p>



<p>Grob gesagt aus einem Umkreis von 300 Kilometern, also zum Beispiel aus Bremen, Hamburg, Berlin, Leipzig bis zur Weißwurstgrenze.</p>



<p><strong>Als Hotelbetreiber erreichen Sie über Internetportale Urlauber auf der ganzen Welt. Welche Erfahrungen haben Sie mit der großen Reichweite und den damit verbundenen Konditionen der Internetkonzerne gemacht? Geht es überhaupt noch ohne die Portale?</strong></p>



<p>Nein, ohne die Portale wie zum Beispiel Booking.com, HRS oder Expedia geht es heute nicht mehr. Die Größe eines Hotels ist dann entscheidend, wieviele Zimmer zur Verfügung gestellt werden können und ob man bereit ist, entsprechende Provisionszahlungen zu leisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ohne-die-hotelportale-geht-es-nicht"><span style="color: #c83737; font-size: 24pt;">»Ohne die Hotelportale geht es nicht«</span></h2>



<p>Für ein Hotel in unserer Größenordnung mit 58 Betten ist es wichtig, überhaupt vertreten zu sein, so dass man auf den Portalen gefunden wird. Oftmals kann bei uns aber nur ein einziges Zimmer gebucht werden. Der Gast, der nun ein zweites benötigt, etwa für die Kinder, ruft dann direkt bei uns an.</p>



<p><strong>Mit wieviel Hotelportalen arbeiten sie zusammen?</strong></p>



<p>Wir sind so ziemlich in jedem Portal vertreten, aber immer nur mit einem oder zwei Zimmern, da wir sehr viele Stammgäste haben, die wir auf keinen Fall vernachlässigen wollen. Das Kontingent, das ich den Portalen zur Verfügung gestellt habe, war eigentlich vor Corona ständig ausgebucht. Als Hotelier muss man ja immer auch die wirtschaftliche Seite und damit die Auslastung im Auge behalten und bemüht sein, auch neue Gäste zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, auf den Portalen präsent zu sein.</p>



<p><strong>Was stellen die Hotelportale für ihre Dienstleistung in Rechnung?</strong></p>



<p>Ich zahle bei Booking.com eine Standardprovision von 12 Prozent. Bei anderen Portalen sind es 10 Prozent plus Mehrwertsteuer, was ungefähr auf das Gleiche herauskommt. Wenn man bereit ist, mehr Provision zu zahlen, steigt man im Ranking natürlich immer weiter nach oben und steht dann auf Platz 1, 2 oder 3. Ich bin mit der Standardprovision aber immer gut gefahren.</p>



<p>Darüber hinaus arbeite ich mit einem Reiseunternehmen zusammen. Das funktioniert nicht auf Provisionsbasis, sondern ich gehe mit dem Zimmerpreis etwas runter, brauche mich dafür aber um nichts zu kümmern.</p>



<p><strong>Welche Rolle spielen bei den Hotelportalen gute Fotos?</strong></p>



<p>Eine überragende Rolle. Einen guten Fotografen zu suchen, lohnt sich. Die Luftaufnahme habe ich noch vom Hubschrauber aus gemacht. Das geht aber heute mit Hilfe einer Drohne viel einfacher.</p>



<p><strong>Vor Corona hatten Sie eine hervorragende Zimmerauslastung. Wieviele Ihrer Gäste kamen über Ihre Internetseite oder meldeten sich als Stammgast bei Ihnen?</strong></p>



<p>Etwa zwei Drittel! Ein Drittel kommt über andere Vertriebswege wie die Hotelportale oder Reiseunternehmen mit denen wir zusammenarbeiten.</p>



<p><strong>Welche Erfahrungen haben Sie mit den regionalen Portalen wie dem Online-Buchungskanal des Harzer Tourismusverbandes oder der Internetseite harz.de gemacht?</strong></p>



<p>Auf diesen Portalen bin ich heute nicht mehr vertreten, weil es nicht der klassische Vertriebsweg ist, wo der Gast nach einem Urlaubsquartier sucht. Entweder er stößt direkt auf die Internetseite unseres Hotels, wobei das Ranking bei Google eine wichtige Rolle spielt, oder er landet auf einem der Hotelportale.</p>



<p><strong>Ein anderes Thema sind die Bewertungsportale. Wie ernst nehmen Sie die dort geäußerte Kritik?</strong></p>



<p>Wir nutzen verschiedene Wege, um unsere Gäste zu animieren, ihre Kritik unmittelbar zu äußern, damit wir Mängel sofort abstellen können. Aus Gesprächen mit anderen Hoteliers weiß ich aber, dass dort manchmal einfach irgendetwas ohne Hand und Fuß hineingeschrieben wird. Das trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Portale bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="aufenthaltsdauer-steigt"><span style="color: #c83737; font-size: 24pt;">»Aufenthaltsdauer steigt«</span></h2>



<p><strong>Wie hat sich bei Ihnen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste entwickelt?</strong></p>



<p>Während sie früher immer weiter auf etwas über drei Nächte zurückgegangen ist, liegen wir erfreulicherweise inzwischen wieder bei fast fünf Nächten.</p>



<p><strong>Der Wintersport ist in Hohegeiß ein wesentliches Standbein des Tourismus. Wenn man die&nbsp; teuren Pistenraupen sieht, ahnt man, dass bei Ihnen auch eine Menge Idealismus mitschwingt.</strong></p>



<p>Das ist natürlich ein reines Zuschussgeschäft, aber letztlich profitiert der ganze Ort von unseren Liftanlagen und Langlaufloipen. Wenn wir im Winter einen Nachtabfahrtslauf mit einer sehr großen Flutlichtanlage anbieten, kommen die Leute sogar aus Halle, um hier für zwei Stunden Ski zu laufen. Durch die neue Autobahn über Nordhausen sind sie ja in einer Stunde bei uns.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wintersport-wichtiges-standbein"><span style="color: #c83737; font-size: 24pt;">»Wintersport wichtiges Standbein«</span></h2>



<p>Auch den Langläufern haben wir etwas zu bieten. So gibt es hier im Ort zwei größere Rundloipen, von denen eine beleuchtet ist. Sehr beliebt ist auch unser Rodellift. Überhaupt ist Rodeln ein Thema was noch ausbaufähig wäre.</p>



<p><strong>Einige Harzer Hotels sind bereits bei Instagram vertreten. Ist das auch für Sie ein Thema?</strong></p>



<p>Ja, diese Entwicklung wird sicher weitergehen. Aber es ist eben auch sehr zeitaufwändig, wenn man auf gute Bilder und informative, nicht nur belanglose Texte wert legt. Bei mir gibt es zwei junge Leute, die sehr bewandert sind mit den Sozialen Medien. Die werden diese Aufgabe sicher gern übernehmen.</p>



<p><strong>Ihre Stieftochter schließt in diesem Jahr ihre Ausbildung als Hotelkauffrau ab. Wird sie danach direkt in Ihren Betrieb einsteigen? Raten Sie ihr überhaupt, in der Hotellerie zu bleiben?</strong></p>



<p>Vor Corona hätte ich gesagt »ja«. Allerdings gehört zu den Schattenseiten unserer Branche ein heftiger Preiskampf nach dem Motto »immer billiger, bei immer mehr Komfort«. Hinzu kommt in der Gastronomie das Personalproblem. Manche Betriebe müssen schließen, weil sie kein Personal bzw. Fachpersonal bekommen. Man ist daher gut beraten, eigenen Nachwuchs heranzuziehen.</p>



<p>Ich empfehle ihr, erst einmal über den Tellerrand zu schauen und Erfahrungen in anderen Hotels zu sammeln.</p>



<p><strong>Ein Problem vieler Hotels mit Restaurantbetrieb haben Sie elegant gelöst.</strong></p>



<p>Viele Leute haben eine seltsame Schwellenangst, in das Restaurant eines Hotels zu gehen. Wir haben also umgebaut und nennen es jetzt Hüttencafe. Seitdem funktioniert es. Gäste einer Ferienwohnung oder vom Campingplatz kommen nun zu uns zum Frühstück oder zum Mittag- und Abendessen. Wir haben von morgens ab 8 durchgehend Küche.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="viele-regionale-produkte"><span style="color: #c83737; font-size: 24pt;">»Viele regionale Produkte«</span></h2>



<p><strong>Sie haben sich vor einigen Jahren entschieden, konsequent auf regionale Produkte umzustellen. Geht das?</strong></p>



<p>Nicht bei allen Produkten, das funktioniert nicht, aber doch bei sehr vielen. Mineralwasser kommt aus Bad Harzburg, das Bier aus Altenau, die Spirituosen von der Whiskydestillerie aus Zorge, Wurst, Käse, Fleisch, Forellen und Wildprodukte von einem bäuerlichen Familienbetrieb in Walkenried, der in Hohegeiß auch die Bergwiesen pflegt.</p>



<p><strong>Von welchen touristischen Angeboten fühlen sich Ihre Gäste besonders angesprochen?</strong></p>



<p>Da sind natürlich die High Lights wie Brockenbahn, Harzquerbahn, Hängeseilbrücke, Teufelsmauer, Baumwipfelpfad usw. In einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometern liegen die berühmten Fachwerkstädte Goslar, Quedlinburg, Stolberg und Wernigerode. Wir haben die bekannten Stollen und Höhlen sowie die zahlreichen Stauseen. Es gibt so viele teils spektakuläre Freizeitmöglichkeiten wie in keinem anderen Mittelgebirge. Übrigens: Unser täglich erscheinender Newsletter hat in jeder Ausgabe auch einen Ausflugstipp. Der letzte empfahl zum Beispiel einen Besuch des Luftfahrt Museums Wernigerode.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="zahlreiche-heimische-orchideenarten"><span style="color: #c83737; font-size: 24pt;">»Zahlreiche heimische Orchideenarten«</span></h2>



<p><strong>Gibt es in Hohegeiß neben den vielfältigen Wander- und Mountainbike-Möglichkeiten sowie dem herrlich gelegenen Freibad noch Überraschungen, die im Reiseführer nur selten zu finden sind?</strong></p>



<p>Ja, zum Beispiel die Bergwiesen mit ihrer Vielfalt an Naturpflanzen. Wo sonst im Harz wachsen schon so viele heimische Orchideenarten. Mit einem Bergwiesenportal wollen wir darauf hinweisen. Es ist sozusagen ein Pfad durch die Bergwiesen, bei dem Experten erklären, welche seltenen Pflanzen und Kräuter bei uns heimisch sind.</p>



<p><strong>Das sogenannte Dreiländereck, bei dem die Landesgrenzen von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammentreffen, ist nur wenige Kilometer vom niedersächsischen Hohegeiß entfernt. Macht sich das für den Ort eher positiv oder eher negativ bemerkbar?</strong></p>



<p>Natürlich begrüßen wir es, wenn auf der Ebene der Bundesländer gute Entscheidungen für den Harz getroffen werden, aber wenn vier verschiedene Landkreise auf engem Raum zuständig sind, kommt es naturgemäß zu länderübergreifenden Problemen. Das fängt bei den Busfahrplänen an und hört bei den unterschiedlichen Fördermitteln auf.</p>



<p>Auf der Ebene der Kommunen allerdings funktionieren die Kontakte: Benneckenstein liegt in Sachsen-Anhalt, Rothesütte als nördlichster Ort Thüringens gehört zur Stadt Ellrich und Hohegeiß zu Braunlage. Vor Corona hat es regelmäßig Stammtische der drei Orte gegeben und man hat sich bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützt. Das länderübergreifende Spuren der Langlaufloipen funktioniert zum Beispiel auf dem kleinen Dienstweg.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Ansturm auf einen Rückzugsort im Grünen</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>»Seit der Corona-Krise verzeichnen wir einen wirklichen Ansturm auf Ferienhäuser«, zitiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer Ausgabe 19/21 einen Vertreter des Unternehmens Ostharz Immobilien. Die Preise seien im Ostharz im Schnitt um 25 bis 30 Prozent gestiegen. Hätten die Käufer vor ein paar Jahren für ein Wochenendhäuschen rund 50.000 Euro bezahlt, lägen sie inzwischen bei 70.000 bis 100.000 Euro.</p>
<p>Der Verkauf eines Objekts habe vor fünf Jahren manchmal sechs Monate gedauert, heute lägen nach drei Tagen zuweilen bereits 40 Anfragen vor. Einen Rückzugsort im Grünen suchten nicht nur Käufer aus einem Umkreis von 200 Kilometern, sondern auch Leute aus der Nähe. Der Harz habe sein altbackenes Image mittlerweile abgestreift. Im westlichen Teil des Mittelgebirges seien noch Schnäppchen möglich.</p>
</div></div>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Bilder und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hotel-rust-kleine-huetten.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/hotel-rust-kleine-huetten.jpg" alt="Kleine Harz Hütten"/></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/bergwiese_hohegeiss-7897-e1644918152578.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-06_comeback-des-harzes/bergwiese_hohegeiss-7897-e1644918152578.jpg" alt="Harz Orchidee auf Bergwiese"/></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Mit kleinen Hütten für zwei Personen hat sich das Hotel Rust auf einen starken Aufschwung der Außengastronomie eingestellt. (Foto: oh). Rechts: Auf den Bergwiesen von Hohegeiß blühen stellenweise eine Vielzahl heimischer Orchideen. (Foto: Anni Wilhelm).</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow"></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/hat-der-harz-eine-zukunft-fragen-an-thomas-rust/">Hat der Harz eine Zukunft? Wir fragen Hotelier Thomas Rust aus Hohegeiß</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Torfhaus ohne Menschentrauben</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/torfhaus-ohne-menschentrauben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2021 13:39:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.harz-beat.de/?p=4341</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hotspot im Harz, Hochburg des Harztourismus, Superrummelplatz – der Höhenluft- und Wintersportort Torfhaus kann sich an schönen Wochenenden des Ansturms normalerweise kaum erwehren.&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/torfhaus-ohne-menschentrauben/">Mehr</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/torfhaus-ohne-menschentrauben/">Torfhaus ohne Menschentrauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Hotspot im Harz, Hochburg des Harztourismus, Superrummelplatz – der Höhenluft- und Wintersportort Torfhaus kann sich an schönen Wochenenden des Ansturms normalerweise kaum erwehren. Wir nutzten die Einschränkungen durch Corona, um Fotos ohne Menschentrauben zu machen.</em></p>



<p>8 Grad am Torfhaus. Sonne mit klarem Blick auf den Brocken. Drei Biker, die gerade aus Berlin eingetroffen sind, machen Dehnübungen. Die Lederkombi schützt offensichtlich nur bedingt vor der Kälte. Einen heißen Kaffee bekommen sie nur an einem Kiosk. Alle anderen Betriebe sind geschlossen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="was-macht-torfhaus-so-attraktiv">Was macht Torfhaus so attraktiv?</h2>



<p>Wer den Ort Torfhaus von früher kennt, wundert sich nicht, dass er in den letzten 15 Jahren zu einem solchen Anziehungspunkt geworden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="1-das-panorama">1. Das Panorama</h2>



<p>Torfhaus gehört zur Bergstadt Altenau und ist mit 811 Metern einer der höchsten Harzgipfel. Von hier aus genießt man bei klarer Sicht zu jeder Jahreszeit ein eindrucksvolles Panorama, da der Brocken nur rund fünf Kilometer Luftlinie entfernt ist.</p>



<p>Die Teilung Deutschlands war bis zur Grenzöffnung am 3. November 1989 gerade hier hautnah zu spüren. Der Brocken, Norddeutschlands höchster Berg, wurde 1961 Grenzgebiet&nbsp; und militärisches Sperrgebiet. DDR-Truppen, die Sowjetarmee und ein Betonklotz mit Kuppeldach als Horchposten bestimmten das Bild auf der Brockenkuppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="2-beruhmt-durch-goethe">2. Berühmt durch Goethe</h2>



<p>Von Torfhaus führen verschiedene Routen zum Brocken, darunter auch der beliebte, acht Kilometer lange Goetheweg. Deutschlands bekanntester Dichter machte den Brocken, auch Blocksberg genannt, als Hexenberg weltberühmt, indem er die Erfahrungen seiner Harzreisen im »Faust I« in der Walpurgisnachtszene verarbeitete. So erhob er den Brocken zum Sehnsuchtsziel für Romantiker.</p>



<p>Von Torfhaus aus hat Goethe den 1141 Meter hohen Brocken dreimal bestiegen. Zudem war er der erste, der den Aufstieg im Winter wagte. Nach erheblichen Strapazen im tiefen Schnee und bei Nebel fasste er &#8211; oben angekommen – sein Glücksgefühl in Worte: »Ich hab´s nicht geglaubt bis zur obersten Klippe. Alle Nebel lagen unten, und oben war herrliche Klarheit.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="3-vierzig-kilometer-loipen">3. Vierzig Kilometer Loipen</h2>



<p>Neben einem Rodel- und einem Skilift werden im Winter bei ausreichend Schnee 40 Kilometer Langlaufloipen gespurt. Dafür nehmen Skifahrer sogar Tagestouren von Hannover, Celle und sogar Hamburg in Kauf.</p>



<p>Nirgends im Harz gibt es &nbsp;aufgrund der Höhenlage ein so dichtes Loipennetz wie zwischen Torfhaus, Braunlage und Schierke. Orientierungspunkte wie Dreieckiger Pfahl, Hopfensäcke und Quitschenberg sind vielen Langläufern und natürlich Wanderern ein Begriff.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--floatRight infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Ein Ort, der »Torfhaus« heißt</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Die Torfgewinnung in den umliegenden Hochmooren stand Pate bei der Namensgebung. Sie wurde im 18. Jahrhundert aufgenommen, weil das Holz im Harz durch den Bergbau knapp geworden war und der Torf als Ersatzbrennstoff dienen sollte: Es entstand ein Haus für die Torfstecher. Alsbald stellte sich aber heraus, dass die abgestochenen Soden einfach nicht trockneten, so dass der Abbau unrentabel war und 1786 eingestellt werden musste. Das 30 Hektar große, 10 000 Jahre alte Naturreservoir Torfhausmoor mit seinen seltenen Pflanzen blieb so erhalten. Auch Goethe erlebte den Torfabbau noch.</p>
<p>Während am Torfhaus heute der Brockentourismus tobt, war es zu Zeiten Goethes nichts als ein einsamer Flecken in der Wildnis.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="4-das-nationalpark-besucherzentrum">4. Das Nationalpark-Besucherzentrum</h2>



<p>Hier werden den Besuchern viele Nationalpark-Themen näher gebracht: Über die verschiedenen Lebensräume im Harz informiert im Erdgeschoss ein interaktives dreidimensionales Landschaftsmodell und die Entstehungsgeschichte der Moore wird im Obergeschoss erlebbar gemacht, zum Beispiel indem mit moderner Technik die verschiedenen Phasen der Siedlungsgeschichte verdeutlicht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="5-rangelei-um-die-bavaria-alm">5. Rangelei um die Bavaria Alm</h2>



<p>Um die 2006 eingeweihte Bavaria Alm hat es im Vorfeld ein ziemliches Gerangel in den Medien gegeben. Viele Harzer fanden, dass der Name und das Gebäude im alpenländischen Stil nicht zu einem so exponierten Ort im Harz passt. Aber zur Wahrheit gehört eben auch, dass Torfhaus vor den umfangreichen Investitionen ein eher trostloser Ort mit ein paar heruntergekommenen Häusern war, geprägt von einer aus der Zeit gefallenen Gastronomie, zu der eher das Prädikat »ungastlich« passte.</p>



<p>Inzwischen kommt die Bavaria Alm mit ihrem alpenländischen Charme, der bayrisch-österreichischen Küche und den moderaten Preisen bei den Touristen so gut an, dass es an manchen Tagen ohne Reservierung schwer ist, einen der vielen Innen- und Außenplätze zu ergattern.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-2 is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="887" data-id="5136" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm.jpg" alt="" class="wp-image-5136" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm-500x346.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm-1024x710.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm-150x104.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_bavaria-alm-768x532.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="886" data-id="5138" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571.jpg" alt="" class="wp-image-5138" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571-500x346.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571-1024x709.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571-150x104.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_expo-2000-denkmal-e1644832305571-768x532.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Die Bavaria Alm mit alpenländischem Charme; rechts das Nationalpark-Denkmal: Blöcke mit drei Harzgesteinen höchster Qualität – Diabas, Gabbro und Granit. Dazu im Halbkreis die Weltkugel. Das Denkmal entstand zur Expo 2000.</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading" id="6-das-harzresort">6. Das Harzresort</h2>



<p>Es ist eine kleine Siedlung für sich, die 2013 eröffnet wurde, mit schindelverkleideten Ferienhäusern im Hüttenstil sowie einem Hotel. Zu den Annehmlichkeiten der Häuser gehören unter anderen Kamin und Sauna.</p>



<figure class="wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-2 is-cropped essgrid-gallery-harz-beat-masonry wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1365" data-id="5242" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2.jpg" alt="" class="wp-image-5242" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2-375x500.jpg 375w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2-768x1024.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ndr-sendemast-2-113x150.jpg 113w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1365" data-id="5241" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2.jpg" alt="" class="wp-image-5241" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2-375x500.jpg 375w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2-768x1024.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_ferienhaeuser-im-huettenstil-2-113x150.jpg 113w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Der 279 Meter hohe Sendemast des NDR ist für Wanderer ein gut sichtbarer Orientierungspunkt; rechts schindelverkleidete Ferienhäuser im Hüttenstil.</figcaption></figure>



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<h2 class="wp-block-heading" id="7-biker-flanieren-gern">7. Biker flanieren gern</h2>



<p>Der Großparkplatz von Torfhaus ist ein beliebter Treff für Biker. An manchen Tagen reihen sich unzählige Motorräder aneinander. Warum ist Torfhaus so attraktiv für Biker? Die Bundesstraße 4 von Bad Harzburg nach Torfhaus mit ihren Kurven und zum Teil deutlichen Steigungen ist es wohl eher nicht. Durch zunehmende Unfälle gibt es inzwischen so viele Tempolimits und Kontrollen, dass Biker sich auf das Fahrerlebnis kaum noch konzentrieren können. Die B4 ist sozusagen zu einer »Hochsicherheitsstraße« geworden.</p>



<p>Aber was ist es dann? Das Panorama? Das Fachsimpeln? Die Gastronomie? Wer Bikern genau zuhört, erfährt noch etwas anderes. Motorrad-Fans lieben es nämlich, an den Bikes entlang zu flanieren und sich an den oft »aufgemotzten« Exemplaren zu erfreuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="und-dann-ist-da-noch">Und dann ist da noch …</h2>



<p>Wer aus südlicher Richtung nach Torfhaus fährt und früher den wunderschönen Fichtenhochwald bewundert hat, sieht heute weite Flächen abgestorbener Bäume. Ob durch Klimawandel oder andere Ursachen, der Oberharz hat sein Gesicht in geradezu verstörender Weise verändert. Was ist nur aus dem von Wäldern früher so zauberhaft umrahmten Oderteich geworden? Manche Förster empfehlen, statt mit anpassungsfähigeren Bäumen schnellstmöglich wieder aufzuforsten, die abgestorbenen Bereiche sich selbst zu überlassen. Da fällt einem Goethe und sein Faust wieder ein: »Du Geist des Widerspruchs! Nur zu! Du magst mich führen.«</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="auf-dem-weg-zum-torfhaus">Auf dem Weg zum Torfhaus …</h2>



<p>… von Bad Harzburg taucht nach wenigen Autominuten rechter Hand die Waldgaststätte Marienteichbaude auf, wo zu normalen Zeiten Wildgerichte und andere Harzer Spezialitäten genossen werden können. Weiter in Richtung Torfhaus fällt der Blick des aufmerksamen Autofahrers für einen kurzen Moment auf Rotes Höhenvieh vor der Kulisse des Brockens.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Bilder und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="1195" data-id="5121" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude.jpg" alt="" class="wp-image-5121" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude-500x467.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude-1024x956.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude-150x140.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/marienteich-baude-768x717.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="1194" data-id="5140" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken.jpg" alt="" class="wp-image-5140" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken.jpg 1280w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken-500x466.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken-1024x955.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken-150x140.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2021-05_torfhaus-ohne-menschentrauben/torfhaus_hoehenvieh-vor-brocken-768x716.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">Die Waldgaststätte Marienteichbaude; rechts Rotes Höhenvieh vor der Kulisse des Brockens.</figcaption></figure>



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		<title>Die Kirche der Wikinger im Harz</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/das-kirche-der-wikinger-im-harz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2020 15:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie ist immer noch beliebt als »Hochzeitskirche« für nah und fern. Wer einmal dort war, kann das gut verstehen. Die norwegische Stabkirche in&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/das-kirche-der-wikinger-im-harz/">Mehr</a></p>
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<p><em>Sie ist immer noch beliebt als »Hochzeitskirche« für nah und fern. Wer einmal dort war, kann das gut verstehen. Die norwegische Stabkirche in Hahnenklee im Harz ist komplett aus Holz mit vielen wundersamen, zum Teil heidnischen Verzierungen. Wie alle 30 in Norwegen noch erhaltenen Stabkirchen, erinnert auch sie an die Bauweise der Wikingerschiffe.</em></p>



<p>Stabkirchen wurden in Skandinavien vor allem im 12. und 13. Jahrhundert in der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum errichtet. Beim Bau der Hahnenkleer Stabkirche ist weder ein Nagel, noch eine Schraube verwendet worden. Mit etwas Fantasie kann man sich das Kirchenschiff als umgedrehtes Wikingerboot vorstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Böse Geister und Zeichen für die Ewigkeit«</h2>



<p>Die deutlich sichtbaren Drachenköpfe an den Giebeln, sollten böse Geister fernhalten, während die Midgardschlangen am Dachfirst als Zeichen für die Ewigkeit fungierten. Und auch der Innenraum der Kirche ist nicht nur durch seine Schnitzereien etwas ganz Besonderes. So erinnert ein ungewöhnlicher Kronleuchter an ein Steuerrad und die Fenster über der Empore sehen aus wie Bullaugen. Eine Kostbarkeit ist auch der Glockenturm. Hier sorgen 49 Bronzeglocken mit einem Gesamtgewicht von 2,5 Tonnen für ein außergewöhnliches Glockenspiel.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-12_kirche-der-wikinger/2017_hahnenklee-stabkirche_4.jpg"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-12_kirche-der-wikinger/2017_hahnenklee-stabkirche_4.jpg" alt="" class="wp-image-4916"/></a><figcaption>Ein Musterbeispiel mittelalterlicher Holzbaukunst. Foto: Heinz-Helmut Heidenbluth.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">»Größer als andere Stabkirchen«</h2>



<p>Die Stabkirche in Hahnenklee ist mit seinen 350 Sitzplätzen größer als viele der 30 in Norwegen noch erhaltenen Exemplare. In manchen Reiseführern wird von Deutschlands einziger Stabkirche gesprochen, was nicht ganz korrekt ist. Eine deutlich kleinere Stabkirche gab es noch in Albrechtshaus im Harzer Selketal. Sie wurde sorgfältig abgebaut und soll bis 2024 im wenige Kilometer entfernten Stiege neu errichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">»Was Hahnenklee sonst noch zu bieten hat«</h2>



<p>Hahnenklee hat ein sogenanntes Reizklima, dass der Gesundheit zuträglich sein soll. Der Kurort und seine zahlreichen Hotels leben heute vom Fremdenverkehr. Zu den weiteren Attraktionen neben der Stabkirche gehören der 7 Kilometer lange Liebesbankweg und der 726 Meter hohe Bocksberg mit seiner Kabinenseilbahn und seinen Ski- und Bobabfahrten. Darüber hinaus gilt Hahnenklee als Radler- und Mountainbike-Paradies. Musik-begeisterte Touristen können dem Grab des Komponisten Paul Lincke (»Berliner Luft«), der hier seinen Lebensabend verbrachte, einen Besuch abstatten.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong><em>Text und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</em></strong></p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#950404;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#c83737;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Wie es zum Bau der Stabkirche kam</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Bei einer Studienreise nach Skandinavien war der Architekt und kirchliche Baumeister Karl Mohrmann von den Stabkirchen so entzückt, dass er 1907 in Hahnenklee nach dem Vorbild der norwegischen Kirche von Borgund ebenfalls eine Stabkirche errichten ließ, die allerdings deutlich größer ist als ihr Pendant in Norwegen. Holz für den Bau stiftete der begeisterte Norwegen-Fahrer Kaiser Wilhelm II.</p>
<p>Eingeweiht wurde die Gustav-Adolph Stabkirche, benannt nach dem schwedischen König, nach 10-monatiger Bauzeit 1908. Vor wenigen Jahren ist sie aufwendig restauriert worden. Sie gilt als eines der interessantesten Bauwerke Niedersachsens.</p>
</div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2020-12_kirche-der-wikinger/2008_hahnenklee-stabkirche_innen.jpg" alt=""/><figcaption>Nach dem Vorbild der Stabkirche im norwegischen Borgund aus Harzer Fichtenholz gebaut und außen wie innen mit vielen Schnitzereien geschmückt: Die Stabkirche in Hahnenklee. Fotos: Heinz-Helmut Heidenbluth.</figcaption></figure>
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		<title>»80 glückverheißende Orte« im Harz</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/achtzig-gluecksorte-im-harz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 09:22:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sehnsucht des Menschen nach dem Paradies in Form von glückverheißenden Orten findet im Harz ständig neue Nahrung. Das beweist André Niedostadek mit&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/achtzig-gluecksorte-im-harz/">Mehr</a></p>
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<p><em>Die Sehnsucht des Menschen nach dem Paradies in Form von glückverheißenden Orten findet im Harz ständig neue Nahrung. Das beweist <strong>André Niedostadek</strong> mit seinem kürzlich erschienenen Buch »Glücksorte im Harz«. Wer dabei ausschließlich die bekannten Highlights des Mittelgebirges erwartet, ist überrascht, wieviel weniger bekannte und vor allem kaum bekannte Anziehungspunkte es hier gibt.</em></p>



<p>Jeder »Glücksort« wird auf einer Doppelseite vorgestellt – mit einem ganzseitigen Bild sowie einer launig-liebevollen Kommentierung auf der jeweils gegenüberliegenden Seite. Obwohl Niedostadek kein Reisejournalist ist, sondern Professor an der Hochschule Harz in Halberstadt (unter anderem für Wirtschaftsrecht und Arbeitsrecht), gelang ihm eine interessante Mischung von 80 glückverheißenden Orten. Hier eine kleine Auswahl mit Kurzportraits:</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="bekannte-glucksorte-im-harz">Bekannte Glücksorte im Harz</h2>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Auf dem Brocken: </strong>Der Ausblick kann atemberaubend sein. Goethe war dreimal, Brocken-Benno sogar über 8.000-mal auf dem sagenumwobenen Blocksberg.</li><li><strong><a href="https://www.harz-beat.de/die-harzer-schmalspurbahnen/">Harzer Schmalspurbahnen</a>: </strong>Bei einem Dampfabenteuer lässt sich auf dem über 140 Kilometer umfassenden Streckennetz wunderbar innehalten und die Landschaft genießen. Die Dampflegenden schnaufen sogar hinauf zum Brocken.</li><li><strong>Die Teufelsmauer bei Weddersleben: </strong>Sie ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Harz und zieht sich von Ballenstedt bis Blankenburg. Der Abschnitt bei Weddersleben ist besonders eindrucksvoll. Hier türmen sich schroffe, nahezu 20 Meter hohe Sandsteinfelsen zu einem einzigartigen Naturdenkmal.</li><li><strong>Die Stabkirche in Hahnenklee: </strong>Ein beliebter Ort für das »Ja-Wort«. Eine Kirche komplett aus Holz. Eine Augenweide mit vielen geometrischen Formen. Nachempfunden einem norwegischen Glanzstück in Borgund.</li><li><strong><a href="https://www.harz-beat.de/sternwarte-sankt-andreasberg-interview/">Die Sternwarte in St. Andreasberg</a>: </strong>Der Blick ins Universum wird bei der mit 700 Metern höchstgelegenen Sternwarte Norddeutschlands zu einem unvergesslichen Erlebnis, wenn etwa die Milchstraße mit ihren Milliarden von Sternen für galaktische Eindrücke sorgt.</li><li><strong>Über die Titan RT im Bodetal: </strong>Die Rappbodetalsperre ist Schauplatz für mehrfachen Nervenkitzel. Neben der Titan RT, eine der längsten Hängebrücken der Welt, sorgen der spektakuläre Pendelsprung »GigaSwing« und die Megazipline, Europas längste Doppelseilrutsche, für Adrenalin in den Adern.</li><li><strong>Die Rosstrappe bei Thale: </strong>Auf der Flucht vor dem Riesen Bodo wagte die schöne Königstochter Brunhilde mit ihrem Rappen den Sprung vom Hexentanzplatz auf die andere Seite des Tals und hinterließ dabei einen markanten Abdruck im Granitfelsen. So geht jedenfalls die Sage. Von der Rosstrappe, die man auf einem zuweilen anspruchsvollen Wanderweg erreicht, hat man einen prächtigen Ausblick auf das zerklüftete Bodetal, den »Grand Canyon des Harzes«.</li><li><strong>Auf dem Liebesbankweg: </strong>Der sieben Kilometer lange Rundwanderweg um den Bocksberg, der in der Nähe der Stabkirche beginnt, schaffte es 2018 unter die Top 10 bei der Publikumswahl zu »Deutschlands schönsten Wanderwegen«.</li></ol>



<h2 class="wp-block-heading" id="weniger-bekannte-glucksorte">Weniger bekannte Glücksorte</h2>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Die <a href="https://www.harz-beat.de/harzer-whisky-wunder-glen-els/">Hammerschmiede in Zorge</a>: </strong>Hier wird nicht der Hammer geschwungen, sondern ein Single Malt Whisky sowie andere Spirituosen feinster Qualität hergestellt, mit entsprechenden Verkostungsmöglichkeiten.</li><li><strong>Die Trink- und Wandelhalle in Bad Harzburg: </strong>Wer nach einem Abstecher zum Baumwipfelpfad oder zum Luchsgehege eine andere Seite des größten Kurortes im Harz kennenlernen möchte, kann im historischen Ambiente der Trinkhalle am Krodo-Brunnen und Barbarossa-Brunnen das aus er Erde sprudelnde Heilwasser kosten.</li><li><strong>Das Bergbaumuseum »Lautenthals Glück«: </strong>Neben Gold, Blei und Kupfer wurde in der früher Freien Bergstadt Lautenthal bis in die 1930er Jahre vor allem Silber gewonnen. Dabei ist das Erz kurioserweise zum Teil auf den unterirdischen Wasserstraßen auf Kähnen transportiert worden.</li><li><strong>Im Kräuterpark in Altenau: </strong>In »Deutschlands größtem Kräuterpark« (Baedeker) kann man testen, wonach Ysop schmeckt und Minze riecht. Eine Welt voller Düfte und Farben, in der alles angefasst, beschnuppert und probiert werden darf. Die Gewürzgalerie ist als besonderer Blickfang in einem Pavillon im asiatischen Stil untergebracht, da viele Gewürze und Öle einen orientalischen Ursprung haben.</li><li><strong>Im WeltWald bei Bad Grund: </strong>Im Frühjahr den »Himalaya« und seine Rhododendren besuchen und im Spätsommer den nordamerikanischen »Indian Summer« sowie Mammutbäume erleben, das geht auf 12 Kilometer langen Wanderwegen nur im Harz. In den Waldlandschaften unterschiedlicher Kontinente findet man die japanische Kirsche genauso wie den Lebkuchenbaum.</li><li><strong>Im Baumkuchenhaus in Wernigerode: </strong>Harzer Baumkuchen werden in Wernigerode seit 1749 hergestellt, heute in vielen Varianten, zum Beispiel mit Marzipan oder Nougat. Aber nicht nur das Baumkuchenhaus ist ein beliebter Treffpunkt für Naschkatzen. Ein paar Ecken weiter gibt es im Zuckerbäckerstädtchen Wernigerode den Fabrikverkauf von Wergona Schokoladen.</li><li><strong>In der Stubengalerie in Goslar: </strong>Ein Geheimtipp in der Innenstadt. Zum besonderen Kunsterlebnis trägt die Atmosphäre des historischen Fachwerkhauses mit seinen vielen kleinen Stuben bei. Große Namen von Künstlern der Gegenwart und Klassikern der Moderne haben hier ihre Werke gezeigt. Aktuell ist die Ausstellung »Metamorphose« von Gerd Winner zu sehen (bis 6. Juni 2019).</li><li><strong>The historical Barber in Pullmann City Harz: </strong>Die bekannteste Attraktion von Hasselfelde ist eine komplette Westernstadt, zu der auch ein original historischer Barbiersalon gehört. Wer nur für eine Rasur oder das Stylen seines Bartes vorbeikommen möchte, sagt einfach kurz an der Kasse Bescheid.</li></ol>



<h2 class="wp-block-heading" id="kaum-bekannte-glucksorte-im-harz">Kaum bekannte Glücksorte im Harz</h2>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Der Prinzessinenturm in Blankenburg: </strong>Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Ferienwohnung für zwei Personen auf drei Etagen ist, findet am oberen Ende des terrassenförmigen Schlossparks einen Wehrturm, den Herzog Ludwig Rudolph Anfang des 18. Jahrhunderts zum Spinn- und Spielturm für seine drei Töchter umgebaut hat.</li><li><strong>Die Bisonherde in Stangerode: </strong>Europas größte Bisonherde kann auf einem fünf Kilometer langen Rundweg um den Wildpark Nordmann bewundert werden. Die grasende Herde sorgt dabei für ein besonderes Panorama.</li><li><strong>Die Apfelkiste in Wernigerode: </strong>Ein überdimensionierter Apfel signalisiert: Hier gibt’s für »´n Appel und ´n Ei« Obst direkt vom Erzeuger. Der Apfel als unkompliziertes Multitalent ist das Symbol der Versuchung, des Lebens und der Liebe, von dessen Magie schon unsere Vorfahren wussten.</li><li><strong>Der Steinway-Park in Seesen: </strong>Der markante Teil eines Steinway-Flügels erinnert daran, dass Henry E. Steinway alias Heinrich Engelhardt Steinweg 1825 in Seesen sein erstes Klavier fertigte. Die Familie wanderte 1850 in die USA aus und lebte dort den amerikanischen Traum. Ihre Klaviere und Flügel geben rund um den Globus den Ton an.</li><li><strong>An der Lutherbuche in Stolberg: </strong>Schon Luther soll den Blick genossen haben. In Stolberg kam auch die Stammmutter des niederländischen Königshauses zur Welt: Juliana zu Stolberg ist Urahnin von Willem-Alexander. Das Schloss der Familie Stolberg gehört heute der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und wird umfangreich saniert, wobei Teile bereits besichtigt werden können.</li><li><strong>Das Café Froschkönig in Gernrode: </strong>Hier kommt viel Kurioses zusammen: Eine der ältesten Schulen (heute Museum), eine Stiftskirche, die als Kulisse des Kinofilms »Die Päpstin« diente, ein 7,45 Meter großes Holzthermometer, eine der größten Kuckucksuhren, sowie das stilvoll eingerichtete ehemalige Bürgermeisterbüro, das das Café Froschkönig beherbergt.</li><li><strong>Die Sandhöhlen bei Blankenburg: </strong>In einem weitläufigen Waldgebiet nahe der Burg Regenstein gibt es eine Überraschung der besonderen Art. Auf einer Waldlichtung trifft man unvermittelt auf einen faszinierenden »Mega-Sandkasten« mit meterhohen Höhlen aus Sandstein.</li><li><strong>In den Höhlenwohnungen in Langenstein: </strong>Ähnlich wie in den Bestsellern »Der Herr der Ringe« und »Der Hobbit«, gibt es auch im Harz ein Auenland, mit in den Sandstein gehauenen Höhlenwohnungen, die noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewohnt waren. Da es noch keine Glühlampen gab, waren sie im Inneren zwar dunkel, dafür aber irgendwie heimelig und sommers wie winters gut temperiert.</li></ol>



<p>»Glücksorte im Harz« ist Mitte März im Droste Verlag erschienen und im Buchhandel für 14,99 Euro erhältlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="niedostadek-gluck-findet-man-im-hier-und-jetzt">Niedostadek: »Glück findet man im Hier und Jetzt«</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-05-glueckverheissende-orte-im-harz/gluecksorte-im-harz-autor-1-e1645439383877-1024x534.jpg" alt=""/><figcaption>Professor André Niedostadek im Eingangsbereich der Hochschule Harz in Halberstadt. (Foto: Harz-Beat)</figcaption></figure>



<p><em class="lead-paragraph">Interview mit <strong>André Niedostadek</strong> zu seinem Projekt »Glücksorte«, das Glück eines Jura-Professors in Halberstadt und Möglichkeiten, etwas für den Harz zu tun.</em></p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat:</strong></span> Sie sind mit der Resonanz Ihres Glücksorte-Buches mehr als zufrieden und werden immer wieder gefragt, ob bereits ein zweiter Band in Vorbereitung ist. Gibt es denn überhaupt so viele besondere Orte, über die Sie berichten könnten?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek:</strong></span> Im Harz? Aber immer! Noch ist der Verlag aber nicht auf mich zugekommen.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat:</strong></span> Welches sind für Sie persönlich Ihre ganz speziellen Glücksorte im Harz?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek:</strong></span> Ich versuche zum einen immer den Ort zum Glücksort zu machen, an dem ich gerade bin. Zum anderen ist für mich die Vorfreude ein schöner Motivator. Ansonsten entstehen die Glücksorte sehr spontan. Das kann durchaus ein Rastplatz wie der Regensteinblick sein. Den Augenblick, den ich dort morgens gegen sechs Uhr mit einem wundervollen Sonnenaufgang erleben durfte, das war in diesem Moment einfach einmalig. Vielleicht ist das auch so ein bisschen das Geheimnis von Glück, sich vollkommen auf das Hier und Jetzt einzulassen.</p>



<p>Hinzu kommt, dass ich bei der Suche nach Glücksorten mit dem Motorrad unterwegs bin, was für mich definitiv glückliche Momente sind.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Sie fühlen sich in Halberstadt überaus wohl, aber wenn man wie Sie zehn Fachbücher, zum Teil in fünfter Auflage, geschrieben hat, dann kommen doch sicher auch Angebote von anderen Hochschulstandorten.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek:</strong></span> Es gibt ja den Spruch, auf der anderen Seite der Weide sieht das Gras immer grüner aus. Aber zu glauben, irgendwo anders ist es noch schöner, stellt sich häufig als Trugschluss heraus. Ich bin in der Nähe von Münster geboren und habe dort auch studiert. Die Stadt ist zwar ein bisschen größer als Halberstadt, aber was die ländliche Atmosphäre angeht, durchaus vergleichbar. Das gefällt mir. Die Arbeitsmöglichkeiten hier und vor allem auch die Zusammenarbeit mit den Studierenden und im Kollegium sind schon sehr gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="wenn-der-funke-uberspringt">»Wenn der Funke überspringt«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Die 3000 Studenten der Hochschule Harz verteilen sich auf die Standorte Wernigerode (über 2000) und Halberstadt (etwa 900). Sie sind seit über zehn Jahren hier als Jura-Professor tätig. Welches sind in der täglichen Arbeit Ihre Glücksmomente?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek: </strong></span>Ich habe das Privileg, eine unglaublich vielfältige Tätigkeit zu haben. In der Arbeit mit den Studierenden &#8211; Jura gilt ja eher als trocken, obwohl es sehr, sehr spannend ist &#8211; sind es die Momente, wenn bei den jungen Menschen der Funke überspringt.</p>



<p>Im Bereich der Forschung, muss ich dagegen tief in die Inhalte einsteigen und mich etwa mit der Rechtsprechung auseinandersetzen, um darüber Fachtexte und Fachbücher zu schreiben. Diese Arbeit geschieht im stillen Kämmerlein, fern von aller Welt. Aber auch das sind für mich ganz glückliche Momente.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Wie stark ist bei den Menschen, die Sie bei Ihren Glücksorte-Touren getroffen haben, das Bewusstsein für die Schönheiten des Harzes?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek: </strong></span>Ich bin auf viele aufgeschlossene und begeisterungsfähige Menschen gestoßen, die einen unglaublichen Ansporn haben, etwas zu bewegen und die mich auf Glücksorte aufmerksam gemacht haben, aber manchmal hatte ich bei einigen auch den Eindruck, dass sie sich überhaupt nicht bewusst sind, welche Schätze sie vor ihrer Haustür haben. Und das sage ich als jemand, der in Frankfurt und Düsseldorf gelebt und gearbeitet hat, Städte, die in gewisser Weise längst nicht das zu bieten haben, was es im Harz alles gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-drei-bundeslander-sollten-starker-zusammenarbeiten">»Die drei Bundesländer sollten stärker zusammenarbeiten«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Wo würden Sie ansetzen, um das Bewusstsein für den Harz und seinen Bekanntheitsgrad zu verbessern?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek: </strong></span>Nachdem das Buch Mitte März veröffentlicht worden ist, kam jemand zu mir und hob einen Aspekt hervor, den ich so noch gar nicht gesehen hatte: Die Glücksorte sind ja über den ganzen Harz verteilt und deshalb – so sagte er &#8211; kann das Buch dazu beitragen, dass die drei Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, zu denen der Harz gehört, näher zusammenrücken. Wenn das Buch den Effekt haben würde, bei den verantwortlichen Stellen, Ideen für eine stärkere Zusammenarbeit zu entwickeln und Potentiale zu erkennen, würde mich das überaus freuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="soziale-medien-sind-ein-wichtiger-baustein">»Soziale Medien sind ein wichtiger Baustein«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Sie nutzen die Sozialen Medien zum Teil sehr intensiv, haben zum Beispiel über 5000 Follower bei Twitter. Machen die Harzorte in den Sozialen Medien hinreichend auf sich aufmerksam?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Niedostadek: </strong></span>Die Sozialen Medien sind auf jeden Fall ein wichtiger Baustein. Es kommt auf die Zielgruppe an, die man erreichen möchte, Twitter hat eine andere als Facebook oder Instagram. Aber es sind nun mal »Soziale Medien«, das heißt, man muss in irgendeiner Weise mit der Zielgruppe in Austausch kommen.</p>



<p class="has-text-align-right"><strong>Text, Bilder und Gestaltung: Michael Hotop und Jochen Hotop</strong></p>
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		<title>Glen Els: Das Whisky-Wunder von Zorge</title>
		<link>https://www.harz-beat.de/harzer-whisky-wunder-glen-els/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2019 15:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anziehungspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, tatsächlich, in Zorge im Südharz gibt es eine Whisky-Destillerie, der es gelungen ist, sich in der Welt der erlesenen Malt´s einen besonderen&#8230; <a class="read-more-link" href="https://www.harz-beat.de/harzer-whisky-wunder-glen-els/">Mehr</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ja, tatsächlich, in Zorge im Südharz gibt es eine Whisky-Destillerie, der es gelungen ist, sich in der Welt der erlesenen Malt´s einen besonderen Namen zu machen. Kein geringerer als Jim Murray pries die Erzeugnisse in seiner Whisky-Bibel als absolute Spitzenprodukte, auch im Vergleich mit schottischen Malt´s. Die mit Harzwasser produzierten, insgesamt 200 Whisky-Sorten werden unter der Dachmarke »Glen Els« verkauft; destilliert in der sogenannten »<a href="https://www.harz-beat.de/harzer-whisky-wunder-glen-els/">Hammerschmiede</a>« in Zorge, deren Verkaufsräume zu einem Anziehungspunkt für Touristen geworden sind. Zur derzeit guten Whisky-Nachfrage sagt Unternehmenschef Alexander Buchholz: »Wir produzieren im Jahr 30.000 Flaschen. Wenn ich wollte, wären diese bereits im Februar abverkauft.«</em></p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Wieviele Besucher waren 2018 bei Ihnen in Zorge und wie groß war der Anteil derjenigen, die etwas mitgenommen haben?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Es waren über 20.000 bei einer Kaufquote von 60 Prozent, das heißt, gut die Hälfte unserer Produktion an Glen Els Whisky geht über den Ladentisch unseres Destillerie-Shops. Knapp 15.000 Flaschen werden über den Handel abgesetzt, auch über unseren Online-Shop mit einer nicht unbeträchtlichen Menge.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-sichelmond-der-touristenstrome">»Der Sichelmond der Touristenströme«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Unter Ihren Besuchern sind viele Touristen. Kommen diese Kunden aus dem näheren Umfeld des Südharzes?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Eher weniger. Sie müssen sich die normalen Touristenströme wie einen Sichelmond vorstellen, der sich &#8211; vereinfacht gesagt – von Goslar im Westen bis Wernigerode im Osten und bis Braunlage im Oberharz erstreckt. In diesem Sichelmond ist – touristisch gesehen – relativ viel los. Dann gibt es noch ganz, ganz leichte Ausreißer mit St. Andreasberg und Bad Lauterberg, wo sich noch ein bißchen was tut. Hier im Südharz, das heißt in Zorge, Wieda und Walkenried ist nicht im Ansatz so viel los wie in Braunlage.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5416" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-1024x768.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-500x375.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-150x113.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-768x576.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager-790x593.jpg 790w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-fasslager.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das beeindruckende Lager der Hammerschmiede umfasst rund 700 Fässer.</figcaption></figure>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Also nehmen viele Touristen durchaus eine längere Anreise in Kauf, um zu Ihnen zu kommen? Dann kann man doch mit Fug und Recht sagen, dass Sie für den Südharz so etwas wie ein Besuchermagnet sind.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Wir verstehen uns nicht als Leuchtturm, sondern als nichts weiter als <strong>einen</strong> Baustein. Das Problem ist, dass es kaum weitere Bausteine gibt. Der Gast braucht für die Anreise etwa aus Wernigerode rund eine Stunde. Wenn er sich dann bei uns zwei Stunden aufhält, taucht schnell die Frage auf: »Was machen wir nun?« Daher freue ich mich, dass in diesem oder im nächsten Jahr im Kloster Walkenried ein Welterbe-Infozentrum eröffnet wird. Dann kann sich der Gast ohne Weiteres einen ganzen Tag im Südharz aufhalten.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Gehen Sie da nicht ein wenig zu hart mit dem Südharz ins Gericht?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Die Natur hier ist echt geil. Wanderer und Mountainbiker finden hier ein kleines Paradies vor. Aber auch diese Touristen wünschen sich Unterkünfte, die auf der Höhe der Zeit sind. In Zorge zum Beispiel gibt es 400 Pensionsbetten. 100 davon sind wirklich top, aber bei den anderen möchte man den Inhabern zurufen: »Tut doch endlich mal was!« Es ist der falsche Weg, über Jahrzehnte zu sagen: »Dann machen wir es eben noch ein paar Euro günstiger.« Diese Einstellung muss sich ändern, um der Entwicklung wieder eine positive Richtung zu geben.</p>



<p>Gute Berichte über den Südharz sind ebenfalls ein kleiner Baustein, der aber nur dann auf einen Erfolgsweg führt, wenn die Region auch wirklich gut ist. Ansonsten setzt man seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Was ich mir für Zorge wünschen würde, wäre ein Gesamtkonzept.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang-1024x730.jpg" alt="" class="wp-image-5412" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang-1024x730.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang-500x356.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang-150x107.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang-768x547.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-eingang.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Hammerschmiede von außen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="an-nachhaltiger-entwicklung-interessiert"><strong>»An nachhaltiger Entwicklung interessiert«</strong></h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>In Ihrem Unternehmen läuft es hervorragend. Sie könnten erheblich mehr Flaschen absetzen, als Sie herstellen. Denken Sie daran, die Produktion hochzufahren?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Unsere Branche ist nicht vergleichbar etwa mit der Herstellung von Schrauben, wo Sie sich heute eine neue Maschine anschaffen und morgen die doppelte Menge produzieren können. Ein Whisky muss – so will es der Gesetzgeber – mindestens drei Jahre alt sein, das heißt aber nur, dass er dann verkauft werden darf, aber nicht, dass er bereits ausgereift ist. Das ist er in den meisten Fällen nämlich erst nach 5 bis 10 Jahren. Das Problem ist: Der Markt kann in dieser Zeit völlig anders aussehen. Daher sind wir mehr an einer nachhaltigen Entwicklung interessiert. Die 10 Mitarbeiter, die hier tätig sind und wir in der Geschäftsführung können davon leben. Das reicht uns vollkommen aus. Der Whisky-Markt ist traditionell eine Achterbahnfahrt. Das war nie anders.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-reifezeit-des-glen-els-kann-man-schmecken"><strong>»Die Reifezeit des Glen Els kann man schmecken«</strong></h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Sie sind 34, Diplom-Kaufmann, haben neben Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft auch neuere und mittlere Geschichte studiert. Welches ist Ihre Hauptaufgabe im Unternehmen?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Es nennt sich Master-Destiller. Ich bin also für den gesamten Destillationsprozess verantwortlich.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Welche Eigenschaft sollte ein Master-Destiller unbedingt mitbringen?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Geduld! Gerade die Juwelen unter den Malt´s benötigen eine lange Reifezeit, Zeit, die man schmecken kann. Dabei hat jeder Master-Destiller natürlich seine Geheimnisse.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#FFFFFF;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Buchholz: »Die Whisky-Herstellung passt einfach zum Harz«</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>Was war für Alexander Buchholz der Auslöser, im Harz mit der Whisky-Herstellung zu beginnen? »Das passt einfach hierher«, betont er. Das gute Harzer Gebirgswasser sei das absolute A &amp; O für einen Whisky von Format. Eine weitere wichtige Zutat: das Malz der Gerste.</p>
<p>Gerste war nach seinen Worten im Harz früher das einzige Getreide, das bis zu einer Höhe von 900 Metern ernsthaft angebaut werden konnte, in einer Zeit, als noch mit der Sense gemäht wurde. Für die großen Erntemaschinen, die später zum Einsatz kamen, waren die Hänge dagegen kaum noch befahrbar, so dass der Gerstenanbau aufgegeben wurde. Heute konzentriert sich der Harz auf den Tourismus.</p>
<p>Den Menschen im Harz wurden durch den Grafen von Hohenstein ab 1543 sogenannte Bergfreiheiten eingeräumt. Sie waren nicht nur vom Militärdienst befreit, sondern durften für den eigenen Bedarf Wein (aus Früchten und Beeren) sowie Bier und Branntwein (aus Gerste) herstellen.</p>
<p>Heute kommt die Gerste aus dem Harzvorland, etwa aus der Goldenen Aue (Richtung Nordhausen) oder aus der Hildesheimer sowie Magdeburger Börde. Sie wird in einer mittelgroßen Mälzerei &#8211; zwischen dem Harz und Hannover gelegen – weiterverarbeitet.</p>
</div></div>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Wie würden Sie die Premium-Qualität Ihres Glen Els Whiskys umschreiben? Wie schätzen sie dabei Ihre Position in Deutschland ein?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Ich weiß nicht, ob unsere Produkte Premium sind. Das müssen Sie schon die Liebhaber unserer Single-Malt´s fragen. Ich werde mich nicht hinstellen und sagen: »Unser Whisky ist der beste der Welt!«, denn wir reden hier doch über Geschmack. Und Geschmack ist eine super-individuelle Sache.</p>



<p>Daher ist es auch schwierig, zu bewerten, welche Position wir in Deutschland haben. Wir gehören sicherlich zu den ältesten Betrieben. Es gibt in Deutschland über 400 Destillen, viermal so viele wie in Schottland. Aber alle zusammen produzieren nicht einmal so viel wie eine mittelständische schottische Destillerie alleine. Auch unsere 30.000 Flaschen, die wir im Jahr herstellen, macht eine mittelständische Destillerie in Schottland Minimum an einem Tag. Die ganz Großen wie Glenfiddich produzieren im Jahr etliche Millionen Flaschen.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="781" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille-1024x781.jpg" alt="" class="wp-image-5417" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille-1024x781.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille-500x381.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille-150x114.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille-768x586.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-obstdestillat-gin-destille.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Destillerie-Anlagen für Whisky.</figcaption></figure>



<p>Weil bei uns alles im »Miniatur-Format« geschieht, lässt sich die Qualität des Glen Els natürlich präziser steuern. Andererseits passiert das »Whisky-Wunder« manchmal auch gerade durch die begrenzte Kontrollierbarkeit der Entwicklung des Whiskys.</p>



<p>Wir verstehen uns als Manufaktur, als Handwerksbetrieb, und freuen uns natürlich riesig, wenn am Ende ganz, ganz tolle Produkte dabei herauskommen. Wir versuchen trotzdem, immer noch einen Tuck besser zu werden.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Wonach richten sich die Preise Ihrer Glen Els Whisky-Sorten, die bei 49,50 Euro beginnen und bis etwa 160 Euro reichen?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Zum Beispiel nach Exklusivität, nach Alkoholgehalt, nach Rarität.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Da Sie derzeit nicht mal die Inlandsnachfrage decken können, sind Auslandsmärkte für Sie vermutlich überhaupt kein Thema …</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Wir exportieren nicht direkt. Unser größter Auslandsmarkt sind die Niederlande, durch sehr, sehr viele Besucher, die nach Zorge kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="genuss-beim-glen-els-wichtiger-als-image">»Genuss beim Glen Els wichtiger als Image«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Es heißt, die Chinesen hätten den Geschmack für einen guten Whisky entdeckt. Können Sie das bestätigen?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Ja, aber das ist eine ganz andere Geschichte, die davon handelt, dass irgendwelche chinesischen Konsortien mit einem Koffer von Bargeld vor unserer Tür stehen und uns einen Anteil an der Destillerie abkaufen wollen, was wir dankend abgelehnt haben.</p>



<p>Im übrigen habe ich bei den asiatischen Märkten so meine Zweifel, ob das zunehmende Interesse tatsächlich daran liegt, dass die Menschen ernsthaft auf den Genussfaktor »Geschmack« gekommen sind oder ob es nicht eher am positiven Image des Whiskys liegt. Wenn sich das Genussdenken immer mehr durchsetzt, würde ich das sehr begrüßen. Wir produzieren den Glen Els nämlich nicht, damit er 20 Jahre in irgendeinem Regal steht. Als Investmentprojekte eignen sich Aktien und Gold besser als Whisky, der zum Trinken gemacht wird. Ich fürchte aber, dass der Prestige-Gedanke bei vielen Menschen noch immer im Vordergrund steht.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#FFFFFF;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Veranstaltungen für absolute Whisky-Liebhaber</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<p>In einer beeindruckenden, ur-gemütlichen Whisky-Lounge serviert Alexander Buchholz einmal im Monat etwas ganz Besonderes. Dann werden Marken &#8211; auch anderer Hersteller – von erlesener Qualität verkostet, zum Teil in einer Preisklasse, die sich ein Einzelner kaum leisten würde. »Aber in einer Gruppe von 12 Personen fällt es leichter, Whisky-Träume wahr werden zu lassen«, umschreibt Buchholz den hohen Level der Veranstaltung.</p>
<p>Häufig sind es Personen, die die Verkostung &#8211; neudeutsch: das Tasting – geschenkt bekommen haben, etwa als Anerkennung besonderer Leistungen: ein ungewöhnlicher Geschäftsabschluss eines Unternehmers, eine komplizierte Operation eines Arztes usw.</p>
</div></div>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Welches ist Ihr wichtigstes Marketing-Instrument?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Wir haben keins. Wir haben eine Verkaufsabteilung, aber keine Marketingabteilung. Vor dem Hintergrund unserer guten Absatzlage ist Mundpropaganda völlig ausreichend.</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Sie pflegen einen sehr guten Kontakt zu Ihren schottischen Kollegen. Bei welchen Gelegenheiten treffen sie sich?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Bei den normalen Whisky-Messen, die vom Endverbraucher besucht werden, sehen wir uns nicht, sondern bei den speziellen Fachmessen, wo es um die Themen Equipment und Fortbildung etwa zu Fragen der mikro-bakteriellen Prozesse geht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="weitere-produkte-krauterlikore-obstbrande-und-gin">»Weitere Produkte: Kräuterliköre, Obstbrände und Gin«</h2>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Harz-Beat: </strong></span>Den ersten Whisky haben sie mit 18 kurz vor dem Abitur produziert. Ihr Vater, der nach wie vor im Betrieb mitarbeitet, hat 1985 die Spirituosenproduktion in der Hammerschmiede aufgenommen. Welche anderen Produkte werden neben dem Whisky bei Ihnen noch hergestellt?</p>



<p><span style="color: #c83737;"><strong>Buchholz: </strong></span>Kräuterliköre, Fruchtliköre und ein paar Obstbrände. Seit 2015 stellen wir auch Gin her. Diese Produkte machen heute etwa die Hälfte des Umsatzes aus. Sie haben es uns ermöglicht, eine Whisky-Destillation aufzubauen, was unheimlich viel Geld kostet. Wenn das Equipment nicht bereits vorhanden gewesen wäre, wäre es für einen 18-Jährigen ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.</p>


<div class="su-box su-box-style-default infobox--redBorder" id="" style="border-color:#cccccc;border-radius:3px;"><div class="su-box-title" style="background-color:#FFFFFF;color:#c83737;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Bluhm: »Begeistert vom Ambiente der Hammerschmiede«</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">



<div class="su-row">


<div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
<p>Wann immer Jan-Peter Bluhm als Tourist im Harz ist, ob in Bad Sachsa, Wernigerode oder aus Anlass des Brockenmarathons, schaut er in der Hammerschmiede vorbei, um ein Fläschchen mitzunehmen. Der Gütersloher schätzt das Aroma und die Geschmacksnuancen des Glen Els. Vor allem die etwas milderen Sorten haben es ihm angetan.</p>
<p>Vom Ambiente der Hammerschmiede ist er begeistert. »Sehr professionell, auch von der Art wie im Destillerie-Shop die Whisky-Proben gereicht werden«, sagt Bluhm, der gerade mit seiner ganzen Familie aus Bad Sachsa angereist ist.</p>
</div></div>



<p> <div class="su-column su-column-size-1-2"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="434" src="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher-500x434.jpg" alt="" class="wp-image-5415" srcset="https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher-500x434.jpg 500w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher-1024x890.jpg 1024w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher-150x130.jpg 150w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher-768x667.jpg 768w, https://www.harz-beat.de/wp-content/uploads/2019-01-whisky-wunder-von-zorge/hammerschmiede-besucher.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption>Jan-Peter Bluhm aus Gütersloh ist beim Landmaschinenhersteller Claas tätig und kommt häufig zum Laufen und Mountainbiken in den Harz. Dabei macht er regelmäßig einen Abstecher zur Hammerschmiede.</figcaption></figure></div>



</div></div></div>



<p>Als er 2015 zum ersten Mal nach Zorge kam, hat Jan-Peter Bluhm sich schon etwas darüber gewundert, dass manche Häuser des Ortes nicht mehr im besten Zustand sind. Hier eine Whisky-Destille solchen Formats vorzufinden, hatte er nicht erwartet.</p>



</div></div>



<p><strong>Text, Fotos und Gestaltung: Michael Hotop, Jochen Hotop</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.harz-beat.de/harzer-whisky-wunder-glen-els/">Glen Els: Das Whisky-Wunder von Zorge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.harz-beat.de">Harz Beat</a>.</p>
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